Monthly Archives: July 2007

ich möchte mich gern von mir trennen…

… wenn möglich auf längere Zeit.
Es reicht mir, mich näher zu kennen –
Ich mag mich nicht mehr, tut mir leid.

Ich nahm auf mich leider nie Rücksicht –
von mir tief gekränkt steh ich hier.
Deshalb nehm ich lieber zur Vorsicht
auf längre Zeit Abstand von mir.

Was kann es denn Schwereres geben,
als so mit sich selber zu leben –
und dieses eben
ein ganzes Leben?

Ich wünsche mir andere Nerven
ich such mir ‘ne andere Haut
der meinen hab ich vorzuwerfen
sie hat mich noch nie ganz verdaut.

Ich möchte mit mir nicht mehr zittern
meist schlaflos im eigenen Bett,
mit Angst vor der Welt und Gewittern,
vor Post auf dem Frühstückstablett.

Was kann es denn Schwereres geben,
als so mit sich selber zu leben –
und dieses eben
ein ganzes Leben?

Ich mag meinen belgischen Schrank nicht,
ich HASSE mein Nußbaumklavier,
ich mag auch mein Geld auf der Bank nicht –
ach wär ich doch gar nicht erst hier!

Ich möchte mich gern von mir trennen,
wenn möglich auf längere Zeit.
dafür würd ich tagelang rennen,
egal wohin, Hauptsache, weit!

Was kann es denn Schwereres geben
als so mit sich selber zu leben –
und dieses eben
ein ganzes Leben?

(Muß man sich vorstellen als schnellen, sachlichen Walzer, Text: Hildegard Knef, meine Tucholsky des deutschen Chansons. Abgesehen von ein bissel 60s-Interieur mein Song du Jour. Des beaucoup des Jours)

nix für umme

Es gibt ja so Menschen, die sind nur dann freundlich und aufmerksam, wenn für sie was bei rumspringt. Ansonsten kühle, berechnende Kartoffeln.
Sehr interessant, sie aus dem Off dabei zu beobachten, wie sie ihre Maske wechseln. Und sich dabei entlarven, dieser kleine Moment, wo die eine Larve abfällt und der anderen Platz macht. Und darunter kein Gesicht vorhanden ist.

Es gibt ja so Menschen, die sind mit sich selbst so geizig, daß sie viel mehr Anstrengung darauf verwenden, sich gut einzuteilen, und bloß keinem zuviel zu geben, daß sie ganz verkniffene Mundwinkel bekommen. Das finde ich dann lustig und bedauernswert.

Ich bin sehr froh, daß ich ein gutes Gespür für solche Menschen habe und für sie keinen Platz in meinem Leben bereithalte.

Meine Freunde und ich, wir überziehen auch unsere Dispos, emotional und anderweitig, wenn Not am Mann oder der Frau ist. Oder auch einfach so, aus Freude am Verschenken.

erstaunlich

wie man an manchen Tagen 8 Postings machen könnte, und an anderen so rein gar nix geht. Völliges Zen.
Also: Hier passiert heute gar nix. Nicht mal Amok oder sowas.
Machen Sie doch was Schönes, fahren Sie an den See, das reicht auch sogar noch nach der Arbeit, oder spritzen Sie sich einfach mit dem Wasserschlauch ab.
Viel Trinken nicht vergessen, und nicht nur den lecker Rosé. Machen Sie zur Not wenigstens ne Schorle draus.

Enjoy!

tiger

more porn names

Lance End
(den kennen wir ja schon länger)

Will Hurt
(aus Shortbus, einem Film den man NICHT nicht gesehen haben darf!)

Martin Fertig
(funktioniert aber nur im Pott und bei pöttischer Aussprache)

Justin Time

Will Happen

Randolph Studgard oder sein Cousin, Rammdolph Slutgard
(einer für den 500er)

Da geht doch noch was! Ab damit in die Kommentare!

ich krieg amok!

Werte Umwelt,
Sie wissen nicht, welche BOMBE hier tickt. Nein, ich glaube NICHT, daß sie die GEFAHR richtig einschätzen.

Mit allergrößter Mühe halte ich die GEWALTEN zurück, die Sie schon die ganze Woche lang so völlig unbekümmert herausfordern, sei es im beruflichem Email-Eingang, im Straßenverher oder sonstwo. Ein Friedensnobelpreis wäre das mindeste. Denn NOCH verzichte ich auf Gewalt. Aber sogar meine Mundwinkel mutieren schon zu MASSENMÖRDERN.

Aber jetzt, in diesem Moment, wird die Haut sehr dünn. Ein Tropfen noch. Dann läuft das Faß ÜBER:

Wenn nicht SOFORT jemand dieses verschissene Windspiel im Hof abschafft, das UNGLAUBLICH seit Tagen in seiner selbstgetöpferten KACKOPHONIE im Wind schallt, Tag und Nacht, wird es OPFER geben.
VIEL LEID! VIELE OPFER!
AND I MEAN IT!

verweis

Denen, die dieses zierliche Konglomerat von wirrem Zeuch vor einem Jahr noch nicht kannten, würde ich heute ausdrücklich die Benutzung des Knopfes ‘heute vor einem Jahr’ unten rechts empfehlen wollen – wahrscheinlich einer der feinsten Texte, die hier jemals erschienen sind.

suchbild

Na, fällt Ihnen hier was auf?
bonsai

Nachgetragen:
Richtig: Fickende Bonsais. Was für (fast?) alle einschlägig ausgebufften Stammleser auf den ersten Blick zu erkennen war. Natürlich.
Stammt aus der Anzeige eines niederländischen Pflanzendiscounts, die in allen Homogazetten Berlins vertreten
ist.
Sex sells eben, und wenns nur verkrüppelte Minibäume sind, die verkaufen und verkauft werden.
Es scheint aber zu funktionieren: Samstags kann man dort prima cruisen, allerdings sinds meist bärtige Homo-Paare, die sich da ihr kleines grünes Paradies zusammenkaufen. Wer auf sowas steht.
Ansonsten kann man eher abraten übrigens, die Pflanzen sind nicht besonders billig und platschen meist in sich zusammen, wenn man sie erstmal zuhause auf den Balkon stellt.