Archiv für den Monat: April 2007

zauberbutter! magic zucker!

Werte Herrschaften, bitte auf dem Einkaufszettel fürs Wochenende notieren:

zuckerbutter

Nur noch 2x, nur noch am 4. und 5. Mai, dann nie wieder in Berlin, und dann sind Sie selber schuld! Verpassen Sie nicht:
Cora Frost und Band – Wir waren auch in Zucker und Butter im (leider etwas häßlichen) Kleinen Tempodrom.

Rummelplatzchansonpunk mit Ostrockeinschlägen, Tanzeinlagen auf und vor der Bühne von und mit einer bestens aufgelegten Cora Frost und ihrer hochbegabten Band, der Straße, in der sie lebt, dem Glück, das auch tatsächlich erscheint, und gegenseitigem Haarekämmen.
Kein ausgeleierter Chansonabend, viel mehr Russendisko der Herzen, einer Erektion gleich zu Beginn, mindestens einem Trinklied und einer Strumpfhose, die sich abzeichnet, aber das ist Frau Frost wurscht. Wurschtbrot.
GehnSiehinMeineDamundHerrn, hören Sie, staunen sie, überzeugen Sie sich: Frau Frost ist in ihrer eigenen Kunst angekommen, einewiekeine – die einzige – und sie hat noch Platz in ihrem Universum – für SIE!

Nachtrag: Und wer nicht in Berlin ist, oder sonstewie nicht kann, besorge sich gefälligst ihre CDs, sonst habt ihr nämlich umsonst gelebt.

die neue zitty

Die gute alte Zitty, eins von den 2 Berliner Stadtmagazin-Veteranen, hat zum Jubiläum ein neues Outfit bekommen.

Sehr schön: Das Heft stinkt nicht mehr nach verfaultem Altpapier und man hat nach dem Durchblättern keien schwarzen Finger mehr. Man kann sie also wieder anfassen.

Zum neuen Layout kann ich erst was sagen, wenn ich herausgefunden habe, welche Bilder zu welchem Artikel gehören. Und welcher Artikel wohin gehört.

daddy uncool

(Auf Wunsch von Herrn Spango hier die Rezension)

Ein sogenanntes Musical um die Hits von Boney M drum rum? Hmh, warum nicht, kann ja auch lustig sein, auch wenn man kein Fan ist, weh tut die Musik nicht, und gute Laune kann sie auch verursachen, also mal gucken gehen. Wenn man schon nicht zahlen muß.

Beobachtungen:
Draußen: 50 m lange Warteschlangen vor einer unendlichen Reihe Dixie-Klos. Für Leute, die im Ernstfall 90 oder 100 Euro für die besten Karten bezahlen, sicher nicht so doll.
Zum Händewaschen gabs 2 (!) Eimer für alle. Da steckt man die Finger sicher besser gleich ins Dixie-Klo. Aber vielleicht waren sie einfach noch nicht fertig mit Sanitär.

Publikum: gruselig. Steinerne bleiche Gesichter, alle sehen aus wie auf Haldol. Mit Bussen angekarrt wohl. Uns verteilen sie mit unseren Freikarten allesamt auf EINZEL-Plätzen zwischen den steinernen Gästen, was ja gar nicht geht.

Stück: Ich wette, das hat Frank Farian selbst geschrieben. Jedenfalls niemand, der schon mal ein Stück geschrieben hat. 2 verfeindete Gangs, Junge, Mädel, Liebe, Intrige, Knast, Happy End. Schon mal gehört? Richtig, West Side Story. Und wo hatten die das her? Richtig, Shakespeare. Sozusagen klassicher Stoff. Wenn man nicht ‘gebraucht’ sagen will.

Dramaturgie: Ewig lange Dialoge in breitestem East-End-Englisch, die die Handlung führen sollen, aber leider nicht interessieren. Abgesehen davon, daß 90% der Besucher eh nix verstehen. Als der Junge im Knast sitzt, nach gefühlten 4 Stunden, merkt auch der Dramaturg, daß es spät geworden ist, und zack wird aufgelöst, denn es ist Zeit fürs große FINALE! Dazu später.

Musik: Eingestreut alle großen Hits von Boney M, zur Not auch öfters, und Milli Vanilli und auch von der Bückware, die F.F. sonst noch produziert hat. Genialer Zug, Gema kost nix.

Sänger: Ob die singen konnten, kann ich nicht beurteilen, denn meist kamen die Stimmen nicht über die Live-Band (hinter der Bühne) rüber. Das liegt daran, daß sie extra eingeflogene Sound-Designer hättes, sagt mir der Produktionsassistent. Hätten Sie doch mal einen Tontechniker mit engagiert, vorsichtshalber. Aber vielleicht haben sie es ja jetzt hinbekommen.
Einzige Ausnahme: Eine dicke Mamma singt herrlich fett ‘I can’t stand the Rain’. wußte gar nicht, daß das auch von F.F. ist. Auch die Jungs der Gangs sind großartig, wenn sie nicht grad Milli Vanilli singen müssen, sondern Rappen und Beatbox spielen.

Choreographie: Nach ewigen Dialogen freut man sich auf die Choreographien, nur um festzustellen, daß es keine sind. Das Ensemble hat das doch schon in London gespielt, da müßten die Abläufe doch bekannt sein?

Peinlichkeitsfaktor: hoch. Hab nix gegen musikalisches Lifting, bei Nena hat das bei ihrem Comeback doch auch gut geklappt vor ein paar Jahren. Aber wenn mir jemand per Streetgang, Beatbox und Gerappe die Hits von Milli Vanilli als cool verkaufen will, kräuseln sich mir die Fußnägel vor Fremdschämen.

FINALE: Da wohl alle eingesehen haben, daß das Musical nicht so ganz interessant ist, gibts nach der allzu hastigen Auflösung ein gaaanz großes Finale: karibischen Karneval! Oder das, was man sich in Eberswalde oder bei der “Singenden Klingenden Sonnenallee” darunter vorstellt: ein Pappmachegötze mit Frank Farians Stimme, eine mühsam animierte Papierschlange, Tänzerinnen mit Federaufbauten, Papppapageien und allem drum und dran. Tusma-Studenten in Vögel- und Phantasie-Kostümen stürmen das verzweifelte Publikum, das sich für sein Geld jetzt aber endlich müsieren will, und die ganz ganz große Party beginnt. Alle haben Spaß und sind glücklich, können sie doch endlich mitklatschen wie bei Carmen Nebel.

Fazit: Mein Gesicht tut weh. Vor all dem Entsetzen. Und was ihm da entgegengeschleudert wurde. Und Fremdschämen. Definitiv unter den Top 5 der Worst Things I’ve Ever Seen. Schultheater mit Mega-Budget. Schade. Unverschämt.

Vermißt: Das Einfache, Unbedarfte von Boney M. Bobby Farrell (hach, fand ich den sexy damals). Disco. Warum so wenig Spaß?
Won’t play. Ich wette nach 2 Wochen packen die ein, statt nach 10 Wochen.

Ich glaub ich geh mir nächste Woche zur Seelenhygiene die völlig mißglückte Revue im Friedrichstadtpalast angucken. So schlimm kann die nicht sein.

(Wer mir nicht glaubt, kann sich hier ein Video ansehen. Ich nheme an, sie haben die besten Szenen verwendet. Ich hab mich nicht getraut, es anzugucken.)

widerliche farbe

ich weiß nicht, wo’s herkommt, aber plötzlich hat mein blogdings diese widerliche fleischrosa farbe mit noppen.

die habe ich NICHT ausgesucht, ich weiß nicht worans liegt. weiß jemand hilfe?

ürgs, das sieht ja echt schlimm aus. und das mit dem kater heute.

edit: 10:48. so, jetzt ist wieder grün, warum auch immer. herzrasen läßt nach. vielleicht war auch was mit den mai tai gestern falsch. oder es war diesen wahrhaft grauenhaften alptraum einer show, die ich gucken mußte, daddy cool, von frank farian. weswegen der mai tai die mai tais vonnöten waren.

abmahnung

So. Herrschaften, so gehts ja wohl nu nicht.
Herr Lucky ist schwer frustriert.
Seine Besucher- bzw. Leserzahlen habe sich auf ein Viertel bis ein Drittel reduziert. Weniger als damals, als er angefangen hat. Viel weniger.
Unter meinen Referrern finden sich fast nur noch seelenlose untote Suchmaschinen, die Bilder katalogisieren.
Das ist ja wohl eine Unverschämtheit.
Das muß wohl bedeuten, daß hier nur Scheiße erscheint.
Oder es hat damit zu tun, daß der Bloggerkiez, in den der Herr Lucky damals eingezogen ist, tot oder halbtot ist – auf meiner Blogroll, die ich im übrigen (eigentlich!) dazu habe, sie täglich abzugrasen, gab es in über der Hälfte der Fälle in der letzten Woche, teilweise in fast einem Monat keine neuen Einträge. Ich werde also die Leichen mal aussortieren müssen. Und mir neue Blog-Freunde suchen müssen.

Oder ich sollte dieses Blog schließen, weil dann kann ich es auch zuhause auf nen Zettel schreiben und inne Schublade stecken. Wenn das so uninteressant ist, was ich hier so fabriziere. Mir ist schon klar, daß daß hier kein A-Blog ist, soll er um himmelswillen auch gar nicht sein. Aber ein paar mehr Leser als meine hochgeschätzten 10 Stammleser, die im übrigen allesamt auch wunderbare eigene Blogs haben, hätte ich dann schon gerne. Und Kommentatoren ebenfalls. Man möchte schließlich ja auch Feedback haben, sonst kann ichs auch an die Wand hinterm Schrank schreiben. Und jetzt bitte nicht den Spruch ‘Ach das war so perfekt, da wollte ich nichts zufügen’ Perfekt, am Arsch!

Jedenfalls waren das so meine Gedanken in den letzten Wochen.

Dann habe ich am Wochenende meinen eigenen Mist mal so durchgekramt, und mich oft (längst nicht immer) amüsiert wie Bolle einst zu Pfingsten. Über meine eigenen Artikel (ist das peinlich? mir nicht!) und auch und vor allem über das, was sich dann in den Kommentaren ergibt.

Deswegen wird das Ding hier weitergeführt, und sei es nur für mich und meine sagen wir 10 wunderbaren und hochgeschätzten Stammleser, und der Rest kann sich gehackt legen. Lieber ein kleiner, aber erlesener (sic!) Freundeskreis als Tausende Sabbler, die nix bedeuten.

(Und wie immer bei solchen Dingen trifft die Predigt immer nur die, die es nicht verdient haben, weil die anderen lesen es ja nicht. Nun denn. Entschuldigung. Bei denen, die NICHT gemeint sind. So, und jetzt ist mir besser.)

Die Lappalien: Unentdeckte tierarten III

Welcher Tiergattung die Lappalien endgültig zuzuweisen sind, scheint sich die Forschung noch nicht einig. Eine sehr engagierte Wissenschaftlergruppe hat allerdings recht eindeutig die extraterrestrische Herkunft dieser Tierchen zu belegen vermocht, so daß die Meinung besteht, daß die Lappalien letztendlich eine eigene Lebewesengattung stellen. Der Volksmund hat dies wohl schon intuitiv bei der Benennung der Tierchen erfaßt: ‘Lapp’ von läppisch, papperlapapp, und ‘Alien’, eben außerirdisch. Auch wenn sie es dann eingedeutscht aussprechen.

Lappalien haben die für den Menschen äußerst unangenehme Eigenart, daß sie sich, meist in größerer Anzahl, in den Alltag einnisten und dort viel Aufwand verursachen. Sie sind lästige, störende und hartnäckige Biester. Während jede einzelne Lappalie ein kleines Wesen ohne nennenswertes Gewicht und bemerkenswerte Eigenschaften und leicht zu beseitigen ist, schaffen es Lappalien, die deswegen grundsätzlich nur in gößeren Gruppen auftreten, komplexe Abläufe komplett zu unterminieren (-> s.a. Unterminiermotte) und Menschen an den Rand des Wahnsinns zu treiben.

Dies zeigt deutlich die parasitäre Lebensweise der Lappalien auf: sie ernähren sich von Nerven, die sie vorher mit viel Ausdauer fein säuberlich zerfetzen. Unersättlich fressen Lappalien ebenfalls so viel Zeit, wie sie eben nur erbeuten können.
Besonders bevorzugte Aufenthaltsorte von Lappalien sind elektronische Geräte und deren Anleitungen, Behörden und Autowerkstätten, generell siedeln sie sich jedoch überall an, wo reibungslose Funktionalität und streng durchorganisierte Abläufe zu erwarten gewesen wären.

Im Zuge der immer komplexer werdenden Umwelt des Menschen wird den Lappalien von Experten der wohl größte parasitäre Siegeszug seit denen der Nacktschnecken, Ratten und Kakerlaken vorausgesagt. Im Gegensatz zu den Kakerlaken werden die Lappalien jedoch mit der Auslöschung der Menschheit ebenfalls vom Erdboden verschwinden, da sie ohne ihre Wirte nicht überleben werden können, es sei denn, es gelingt ihnen, rechtzeitig einen anderen Planeten mit sogenannter Zivilisation zu besiedeln.

(Auf die Lappalien hatte ich schon einmal warnend hingewiesen)

whatever happened to mink stole?

Grade bei Herrn Spango den Trailer zum Remake von John Waters’ “Hairspray” gesehen – wie unnötig, das Remake, das braucht keiner. Schon gar nicht mit J.T. im Fatsuit (ist es überhaupt einer?) in der Rolle von Divine. Pfeiffer hin oder her. Deborah Harry rules! (Schaut ‘Mein Leben ohne mich’ für weitere Informationen) Wer das fabriziert hat, hat das Original wohl nicht verstanden.
Und dann wurde mir ganz sehnsüchtig nach Mink Stole. Die mit dem zippigen Gesicht, die in jedem Waters-Film und anderen seltsamen immer so einen kleinen feinen Bit Part hat. Toller Name! Und das mit den BitParts ist bei eingeschränktem Repertoire auch ne feine Idee, always leaves you hungry for more.

Rip Torn ist auch so ein feiner Schauspielername, btw. Auch wenn der Schauspieler jetzt nicht sooo interessant ist. Aber der Name – sexy! Bilderfluten in meinem kranken Hirn.

Und dann lese ich grade, daß Joan Rivers nicht mehr die Red Carpet Show bei den Oscars moderieren darf und durch eine nichtgesichtige Seriendarstellerin ersetzt wird. Ach, wie grau! Die Welt wird grau.

Ich liebe sie, diese Randexistenzen des ShowBiz.

Early morning ramifications während der ersten Liter Kaffee – nicht viel los in Lucky Hirn anscheinend. Still – sharing what I got.

Inside Lucky Strikes – so you don’t have to be!

Alternativ

… hätte ích ja auch nehmen können:
Die Referrer unsrer Stadt – nach Jasmine Bonnin (Original: Streets of London)

‘Siehst Du dort den alten Mann
mit ausgetretner Maus
schlurft er duchs Internet
und er sieht so müde aus
Hin und wieder klickt er an
nicht nur um sich auszuruhn,
denn er hat kein Ziel
und auch kein Zuhaus…

Doch du redest nur von Einsamkeit
und daß die Sonne für dich nicht scheint
Komm und gib mir deine Hand
ich referre dich durch unsre Blogs,
ich zeig dir Menschen, die wirklich einsam sind.

oder so…

ausgesorgt

hat meine Tante Irmgard, die heute nach Kreta fliegt, und auf die besorgte Frage nach der Verpflegung (Moussaka – bjäch!) antwortete sie stolz, daß das kein Problem sei, sie hätten schließlich Vollnarkose.