Archiv für den Monat: November 2005

greif doch zu greif doch zu greif doch zu – cocaine

ricky shayne, das war der mit den besten brusthaaren im deutschen liedgut und der höchsten hochfrisur.
sexy war er und er ist glaub ich schuld, daß ich heute noch männer mit ordentlicher brustbeharung am sexysten finde…
hab sogar eine LP aufgehoben von ihm, obwohl da nur mist drauf ist, aber das cover, das cover…!

hier müht er sich redlich, die jugend vor dem bösen bösen zeug zu warnen:
‘von dem stoff wirst du high,
doch er macht dich nicht frei – cocaine’
‘deine ängste sind fort,
doch deine seele verdorrt – cocaine’

alles reimt sich hübsch und ordentlich, und doch – so richtig überzeugend wird es nicht – liegts am refrain?
‘greif doch zu, greif doch zu, greif doch zu -cocaine’
oder doch an der für deutsche verhältnisse recht sexy vortragsweise?
ich jedenfalls hätt mir gern mal die seele verdorren lassen, mit shayne und cocaine…

gilla vergewaltigt bob marley

Als kleiner Auftakt zur neuen Serie exclusiv bei Luckystrike:
Jeden Tag ein kleiner Tod.
Lucky öffnet seine Schatztruhen und findet mitunter schon leicht Angeschimmeltes: Eine schlümme deutsche Coverversion eines mehr oder weniger erfolgreichen Hits.
Heute:
Gilla vergewaltigt Bob Marley – ‘Kein Mann weit und breit’ hat sie sich aus ‘No Woman no Cry’ gebastelt.
Wer es durchsteht, wird zum Schluß mit diesem schönen Antwortrefrain belohnt: ‘Warum gehst du denn nicht nach Haus?’ – und recht haben sie. Wär sie doch gleich am besten zuhause geblieben…
Den Schlamassel kann man sich hier anhören:
hörstu?

Wollen wir doch mal zeigen, daß Deutschland Heim und Hort der Hochkultur ist!
Beware! Bad Taste!

und morgen, morgen gibts ein Lied über Drogen!

impressum

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ghana loves me.

hello dear, i will love to make great friend with u and i will love to make love and sex with u as iam very interested abt that, my email address is xyz@yahoo.com and i need yr email address so that we can chat alot.samuel

so schreibt mir eben ein samuel aus ghana.
schade, daß es nur einer dieser messager ist, die denken, sie könnten den ein oder anderen schwulen in deutschland ein bißchen abzocken. oder günstig eine einreise abbekommen.
sorry, samuel.

wie entweder die ärzte oder die toten hosen mir indirekt einen patensohn gemacht haben

Man schrieb das Jahr 1989, noch vor Mauerfall.
Es begab sich, daß entweder die Ärzte oder die Toten Hosen im damals noch schönen Tempodromzelt im Tiergarten ein Konzert gaben.
Anja und Andrea, meine besten Freundinnen, mit denen ich gerne in Punkrockkneipen abhing, und ich, beschlossen, da auch teilzuhaben.
Mangels Geld gab es keine Eintrittskarten, aber eine Party kann man sich schließlich auch selber machen.
In bester Westberliner Manier also zu Ullrich Getränke am Zoo, und ein paar Lagen billiges Bier in Dosen besorgt, und einfach vor das Zelt gehockt. Wenn man genug Bier dabei hat, kommen neue Freunde ganz von selber, und so hatten wir nullkommanix die beste Punkrockparty am laufen.
Die Krux ist jetzt leider, daß ich nicht mehr weiß, wer auftrat, entweder die Ärzte oder die Hosen, jedenfalls saßen wir vorm Tempodrom und sangen die Lieder der anderen Gruppe, was natürlich herrliche Gegengesänge der Ärztehasser bzw. Hosenfans zur Folge hatte. Aufkommende Feindlichkeiten wurden schnell und freundlich mit Dosenbier beseitigt.
Danach wirds in der Erinnerung schwummrig, ich kann mich noch dran erinnern, wie ich im Fahrradanhänger eines kleinen Punkis inmitten voller und leerer Bierdosen im Morgengrauen immer um die Siegessäule gefahren wurde, immer rum und rum auf der sechsspurigen, rum und rum.
Und wie ich Anja mit einem Gürtel an meinem Fahrrad festbinden mußte, weil sie sonst auf dem Heimweg in meine Wohnung immer in die Büsche gekippt wäre.
Von Andrea war irgendwann nichts mehr zu sehen, was dann zur Folge hatte, daß in den nächsten Monaten immer mehr von ihr zu sehen war, und neun Monate später kam mein absolut hinreißender, charmanter,bildhübscher Patensohn zur Welt, Vater mehr oder weniger unbekannt.
Und nein, wir haben ihn weder Campino noch Bela oder Farin getauft. Gottseidank, denn das wär ihm furchtbar peinlich. Er ist jetzt 15 und hat noch nie heimlich geraucht oder sich hinterrücks besoffen.

We had such a good time – why didn’t you call me?

I thought I’d see you again! – singt Macy Gray, und ich kann es nachvollziehen.

Ein langweiliger Feiertag-Tag, und wie meist loggt sich der Herr Lucky am späten Morgen in seine vielen Server ein, um seine ersten Liter Kaffee und sein erstes Päckchen Zigaretten zu bezwingen.

Oops, eine Message in der blauen Welt, schrecklaßnach, bestimmt wieder so eine Fetischsau, und ich muß mir ungefrühstückt schon unästhetische Bilder vom Hardcore-Verkehr anschauen. Yucks!

Aber nein – eine charmante Aufforderung zum Austausch von Gedanken – Raucher ist er auch noch! Der Kritik aufgrund fehlender Bilder wird durch den Versand ebensolcher blitzschnell begegnet – siehe da, nicht häßlich, da chattet man da umso lieber.

170 (!) Messages hin und her später hat man Weltbilder verglichen, gemeinsame Musikgeschmäcker festgestellt, wurde für sein Blog und seine begabte Sprachnutzung gelobt, hat andererseits sehr schöne und interessante Graphiken für gut befunden und fühlt sich rundum wohl miteinander.

Da befindet der junge Herr, nennen wir ihn Herrn M., daß er Hunger hat, und sich nach Kreuzberg begeben will, um dem zu begegnen. Zufälligerweise ist die Lokalität auch eine der Lieblingslokalitäten des Herrn Lucky. Hier hat er schon seinen letzten Lebensabschnittsgefährten zum ersten Mal getroffen. Unaufgefordert spielt der Ipod ‘History Repeating’ von den Propellerheads, begleitet von Dame Shirley Bassey. (Wie auch per Zufall just in diesem Moment, wo ich dies schreibe)
Da kribbelts im Bauch von Herrn Lucky, der ansonsten ein eher unspontaner und zurückhaltender Zeitgenosse ist, sich unaufgefordert dem Herrn M. anzuschließen, was dieser erstaunlicherweise auch nicht schlimm findet.

Die Lokalität, in der man sich treffen will, hat aber leider so früh am Abend noch nicht offen, wie beide feststellen, als sie sich treffen.
Herr Lucky ist einigermaßen erleichtert, denn daß sich die Geschichte so ganz genauso wiederholen soll, das wollte er dann doch nicht.
Dafür aber die angenehme Überraschung beim Anblick des Herrn M.: der sieht nämlich in persona 1000x besser aus als auf den geschickten Fotos. Ein bissel jünger als Lucky ist er auch, aber dafür kann er ja nix, nicht so schlimm.

Alternative: die lokale beste Schnitzelwerferei der Stadt, wo per Zufall noch ein lieber alter Bekannter arbeitet, und ich zum ersten Mal dort etwas geschenkt bekam: für beide sowohl lecker rosa (!) Sekt als Aperitiv als auch lecker Obstler zum Abschluß. Die Sterne stehen also günstig. Dazwischen ein lecker Abendessen mit schöner Unterhaltung und durchaus auch viel Blickkontakt.

Der junge Mann ließ sich auch durchaus noch bewegen, auf ein, zwei Bier eine Kneipe weiterzuziehen, und beseelt und vielleicht ein bißchen verliebt ging der gute Herr Lucky nach Hause.

Was folgte: ein immer spärlicher Mailkontakt, und dann: nix.
Obwohl Herr M. meinen Blog immer noch fast täglich mitverfolgt, wie ich an der IP-Adresse ersehen kann.

Und da fange ich an, es nicht mehr zu verstehen: gut, es kann ja sein, daß der Herr Lucky den Erwartungshorizont des Herrn M. in punkto Attraktivität nicht ganz geschafft hat. Geschmäcker usw. sind ja eigen. Gebongt.
Aber: haben wir uns nicht wirklich SEHR gut verstanden und amüsiert? Gab es da nicht schon weiterführende Pläne zu weiterführenden Aktivitäten, wie Musik tauschen usw.? Hat man wirklich immer schon genug Freunde?
Ich gebe zu, daß ich dem Herrn M. testweise an den Arm gefaßt habe, worauf er zurückschreckte. Ich fand dagegen, daß er sich gut anfühlte.

Wäre jetzt nicht wirklich ein Thema, wenn es sich nicht wie besagte History immer mal wiederholen würde: Dates, in denen nicht nach den Anstandsbier gesagt wird ‘Sorry, du bist nicht mein Typ, hab mir dich anders vorgestellt’ – das wäre ja ok. Man wird ja manchmal falsch verbunden oder hat sich krass verwählt. Aber wenn man einen ganzen langen Abend oder sogar den ganzen Tag miteinander verbringt, dann kränkt das schon etwas.
Was hab ich bloß wieder falsch gemacht…? Hab ich überhaupt was falsch gemacht? Kann mir da einer nen wertvollen Tip geben?

mein name ist luckystrike und ich bin ein schwein…

…denn ich habe heute abend um ein haar beide pizzen so ziemlich aufgegessen, die der pizzabäcker aus versehen geliefert hat. bestellt und bezahlt hab ich allerdings nur eine, und zwar die superleckere ‘al capone’ von mister subs, mit extra champignons, scharfen peperoni und anchovis.
ja, genau die, wo dir immer schlecht bei wird, wenn du sie riechen mußt, lieber glam. wie immer halt.

und jetzt ist mir schlecht.

aber mein ex sagt, daß das auch in meinem horoskop steht, wegen jupiter irgendwo: viel geld steht an (steht noch aus), aber die gefahr drastischer gewichtszunahme droht (in arbeit)
also, ich kann nix dafür…

good morning darling

can I bring you some coffee in bed
did you sleep well?
we got a full day ahead
I love you too, dear,
I love you too.

talking to myself again
ever since you left the town that’s been
going crazy playing just pretend
that everything is still okay
talking to myself again
without his loving I am at loose end
if I’m not careful they will have to send
someone to lock me away
(nobody does this better than tammy wynette)
vom ipod hinterrücks kalt erwischt.
dabei gibt es noch nicht mal jemand speziellen, den ich vermisse!

der essiggeruch in der küche

komme daher, daß sie den wasserkocher ab und zu mal damit auskoche, um den kalk zu beseitigen, schreibt eine liebe kollegin zur info in unserem firmenblog.
man solle sich keine gedanken machen, das sei unschädlich, und außerdem tränke sie immer den ersten tee danach selber.

ich hab ihr geantwortet, sie soll sich keine sorgen machen, marlene dietrich hat ganz andere sachen mit essig gespült, und ist auch steinalt geworden.