Archiv für den Monat: August 2013

Dieser Mensch besteht zu 88% auf Wasser

Ja, richtig gelesen, “auf”, nicht “aus”

Zwei Tage auf dem Schlauchboot, auch wenn schon zunehmend deutlich wahrnehmbar der Herbst in die Somerschönheit kraucht, und Freitag einen ganzen Tag freigemacht, zur Floßfahrt von Treptow bis kurz vorn Müggelsee – herrlich! Kein Wunder, wenn dann das Wasserviehzeugs einen irgendwann als einen der Ihren akzeptiert:

Die süße Ente, die wir Samstag gefüttert haben, war gestern dann einen Schritt schlauer: Wenn aus dem Boot so viele Leckereien für uns abfallen, dann bedeutet das doch, daß IM Boot noch viel mehr Leckereien für mich zu finden sind, oder!? Geh ich doch mal direkt nachgucken!

entity1

Eine echte Glamourduck, schaunsemal:

entity

(Man kann nur hoffen, daß sie auch in Zukunft auf so wohlgesonnene Menschen trifft und es ihr nicht so ergeht wie der kahl gerupften Schwester weiter vorne im See…)

Ich Spießer

Jetzt bin ich denke ich auch offiziell Spießer: Nachdem ich letzten Sommer schon dazu übergegangen war, die Haustürpisser in dem Benidorm, in dem ich lebe, der Schlesischen Straße, mit “Your mother must be so proud of you!” anzubrüllen wie so ein stockschwingender Renitentrentner, habe ich gerade im Hostel nebenan angerufen, damit die die amerikanischen Kreischemädchen mit ihre Rummelbums-Musik ruhigstellen – die hatten ihre Gagaperry-Kirmesmucke auf vollster Lautstärke und mußten demzufolge immer lauter kreischen, um sich zu verstehen, weswegen sie die Musik immer lauter stellen mußten, weswegen sie immer lauter kreischen – ach Sie verstehen. Nach über einer Stunde hat mir das dann gereicht.

Ruckzuck war da Ruhe, das muß man dem Hostel lassen – jetzt liegt eine bleierne Stille im Hinterhof und ich schäme mich ganz fürchterbar…

 

Back to Work (Die Hölle in mir)

So, Herrschaften, hier nun mein mittlerweile schon traditioneller Artikel in der Reihe “Summer has ended and we are not yet saved” (Den Rest können Sie, falls Sie Leidensdruck haben sollten, hier  recherchieren…)

Tscha, falsch gedacht. Zwei Wochen Urlaub Ende Juni, zwei, drei Wochen wieder arbeiten, während die Kunden in Urlaub sind, und dann nochmal fett 3 Wochen Urlaub, das ist dann wie eine komplette Wiedergeburt.

Vielleicht war es auch nur zuviel des Guten, und die Entspannung öffnete Tür und Tor für die alten Gespenster, jedenfalls war nach 48 Stunden aller Urlaub futsch: Kopfweh, Magenschmerzen, Schwitzen wie Sau, panische Angst vor jedem Telefonat und jeder Mail, das ganze eigentlich längst fast komplett abgeschaffte geglaubte Sortiment aus meinen Burnout/PTBS/Depressionszeiten, alles wieder an Bord, frischer denn je, agil und sehr spielwütig. Fast, als hätte ich die in Urlaub geschickt und nicht mich. Das Lustige daran, intellektuell weiß ich genau, was da abgeht, aber das hindert den kleinen Lucky überhaupt nicht daran, sich im tiefsten Keller verstecken zu wollen, weil er sowieso nur alles falsch machen kann, und alle ihn hassen. Natürlich weiß ich, daß das Bullshit ist, aber erzähl das mal meinem Schaden!

Sicher war es keine gute Idee, zwei so wichtige Termine gleich in die ersten Tage nach dem Urlaub zu legen, wobei der eine eh freundlich war und der andere nicht ganz unfreundlich. Ersterer Neukundenakquise, mein Lieblingszielkunde ist mir von ganz alleine zugelaufen, natürlich, nachdem ich ihn schon umzingelt hatte, und irgendwann mußte er ja vom Baum fallen, und natürlich kam es zum freundlichen Anschluß. Natürlich. Die sehen ja nicht, in welchem Zustand ich da angekommen bin, und die übermäßige Schwitzerei halten sie dann eben für einen Nebeneffekt meiner Fettleibigkeit. Denn sonst ist er ja so freundlich, gar lustig, eloquent und empathisch. Und so locker und sympathisch.

Der andere Termin schon schicksalhafter, Gesellschafterversammlung, ich reise in die andere Stadt im Norden an, und der Termin ist ein Fiasko. Es ging im Wesentlichen darum, wie ich mehr Anteile an meiner eigenen Firma bekommen kann, was letztes Jahr schon beschlossen war.

Der Alte lieferte eine komplett unwürdige, ihn disqualifizierende und mich demütigende Show, die beiden Jungen konnten es nicht verhindern, nur nachher das Ding doch nochmal aufs richtige Gleis hieven – ich selbst war mit Verteidigen zu beschäftigt, als daß ich die eigentliche Unverschämtheit mehr als ansatzweise bemerkt habe – das kam dann retardiert und verschiss mir das Wochenende. Na, immerhin habe ich jetzt dadurch, daß sich im Nachhinein alle schämen, für die eigentlichen Verhandlungen eine bessere Verhandlungsposition – macht ja nix, ich kann das ja aushalten. Die größte Demütigung dabei ist, daß der Alte nicht den blassesten Schimmer einer Ahnung hat, was ich persönlich für den anhaltenden Erfolg unserer Firma zahle – siehe oben, oder den Großteil dieses zierlichen Blogs.

Heute beschlossen, wieder ein paar Auffrischungstermine, einen Boxenstopp bei meiner Heidi zu machen – hier beginnt die Hauptsaison und ein an sich schon höllisches halbes Jahr steht an, auch ohne die Hölle in mir. Man startet ja auch nicht mit einem Motorschaden in den Italienurlaub.

(#KnoteninsNetzfürmich)

Lucky im August

Na, hamse mich vermißt? Ich hab nämlich Urlaub schon wieder, letzte von 3 Wochen gerade, dann gehts wieder los, wahrscheinlich im vollen Terror.

Letzte Woche in der Eifel mit wenig bis gar kein Internet, und stellense sich das vor – ich hab  mein Login für den Handybrowser fürs Blog nicht gewußt und deswegen nix geschrieben. War aber auch wie immer: nur wenn man denkt, na nun sind ja die meisten tot, heißt das nicht, daß die Verbliebenen sich dann nicht umso breiter machen um vermeintliche Lücken zu stopfen, mich zu belagern und mir auch nicht nur gelegentlich den Nerv zu rauben. Zwischendurch war ich so erschöpft und genervt, daß ich weinen mußte. Einziges Highlight: der jährliche Besuch von L., dienstältestem Freund, der immer einal im Jahr 2-3 Tage frei kriegt von seiner Mädchenmannschaft, dann darf Papa Bär sich ein paar Jungstage auf dem Land gönnen. Ich kann übrigens das Meerfelder Maar zum Schwimmen nur empfehlen, in so einem Vulkansee fühlt sich hinterher die Haut so an als ob man in Volvic gebadet hätte.

Diese Woche dann: Schlachtensee, heute ein nicht zustande gekommenes Sexdate mit einem Sri Lankesen (?) ist aber auch egal wie der sich nennt, kam ja nicht, wofür ich leider die Doppelkopfrunde aus- und nicht wieder eingeladen habe. Schlechtes Benehmen generiert anscheinend schlechtes benehmen, aber zumindest therapeutisch ein Fortschritt, Herr Lucky macht Dates, der Erfolg kann sich ja dann noch einstellen irgendwann eines Tages vielleicht. Wohl auch ein Teilerfolg der Erholung, ich rege mich nicht auf.