Kategorie-Archiv: Idioten!

Wurstlippe

Ich hab es langsam satt, Schauspielern zuzusehen, die sich ihr Hauptwerkzeug, das Gesicht, so kaputt operieren haben lassen.
So wie gestern, Trespass, mit Nicole Kidman und Nicholas Cage. Eigentlich ein ausreichend spannender, brutaler, temporeicher Thriller für einen Dienstag abend. Wenn das mit der Chirurgie nicht wäre.

Und, man könnte dem Film vorwerfen, daß der schönste Mensch den Großteil des Films vermummt zubringen (Cam Gigandet!) während die Leistungsschau der Schönheits(?)chirurgie ihre nicht nur durch die filmischen Brutalitäten zermalmten Gesichter dauernd so in de Kamera halten dürfen.

Cage sieht mittlerweile aus wie ein Fleischkissen, auf dem eine sehr dicke Frau oder ein sehr dicker Mann, da wollen wir mal nicht so sein, sehr lange drauf gesessen hat, und als sie ihm die Zähne neu gemacht haben, haben sie wohl die Zwischenräume zwischen den Zähnen vergessen.

Nicole dagegen hat es mit dem Botoxen jetzt raus, ein bißchen Augenbrauenbewegung geht jetzt, und sie wirft sich auch ganzkörperlich ganz großartig in die Action. Hitchcock wußte, daß er an was dran war, als er entdeckte, daß es nichts spannenderes gibt, als wenn eine kühle schöne edle blonde Frau ein wenig oder ein wenig mehr gefleddert wird.

Wenn nicht die aufgespritzten Lippen wären. Es sieht dauernd so aus, als ob zwei kalte, rosa Wiener Würstchen oder auch zwei rosa Nacktschnecken mitten im Gesicht tanzend um Aufmerksamkeit betteln. Das hat mir auch schon den ansonsten eigentlich grandios traurigen “Rabbit Hole” völlig verdorben.
Hat sie eigentlich keine Verwandten oder Bekannten oder Freunde, die ihr sagen, wie ekelig das aussieht?

Somewhere over the Rainbow???

Wie peinlich ist das denn, in einer durch und durch peinlichen Affäre?
Ich meine, ein anständiger Korrupter würde dafür sorgen, sich heimlich eine Yacht anzuschaffen, eine Flotte fetter Wagen und vielleicht eine kleine Insel in der Karibik, um dann nachher damit und dort seinen unehrenhaft erworbenen Ehrensold zu verprassen.
Und nicht ein oder zwei Mittelklasse-Autos, die nicht mal gut aussehen, einen Urlaub auf Sylt (wie protzig! Sylt! Am Ende hat er dort auch gar Austern gegessen!), ein verschissen spießiges Häuslein mit Vorgarten in einem noch verschisseneren Vorort von Hintersonstwasdorf. Kleindeutsch, spießig.

Aber so klärt sich natürlich auch der vielleicht gar nicht so erstaunliche Musikwunsch zur Verabschiedung: There is no Place like Home, Toto! Kansas, bzw. Kleinhinterschwackendorf, In Sepiabraun statt Technicolor. Und ohne Klitzerklackerschuhe.

Kick the Hipster

Vorgestern fast nicht aus der Bäckerei heraus gekommen, und das kam so:
Eins dieser Hipsterpärchen war in der Tür stecken geblieben, die Umhängetaschen akimbo, auf den Ohren die obligatorischen Riesenkopfhörer unter Schlubbermütze, der eine telefonierte während er dem anderen irgendwas aus seinem iPhone zeigte und dabei hatten sie die Welt vergessen.
Ein beherzter Tritt machte die Tür dann doch frei, es ist aber nicht so gewesen, daß die beiden irgendwas gemerkt hätten oder sich auch nur gestört fühlten.

Wer solche Freunde hat…

Ein paar Liebe Freunde haben mir zu meinem Geburtstag und Entzücken ein Wochendende auf einer Ostseeinsel geschenkt, wie toll ist das denn!?
Zu fünft in einer schummrigen Kate Doppelkopf spielen bis der Arzt kommt, zwischendrin stürmische Strandspaziergänge und natürlich Essen, Essen, Essen und Trinken, Trinken, Trinken. Toll toll toll!

Grade eben ruft Paula an mit der freudigen Nachricht, daß nun die Bestätigung gekommen ist und somit alles steht.
“Und, Lucky!? Was wir ganz vergessen haben zu sagen: Es ist ein Nichtraucherhaus….”

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh! WTF?
Wer solche Freunde hat, braucht echt keine Feinde!

Öffentliche Nahverkehrslogik

Jetzt soll also absolutes Alkokolverbot in U- und S-Bahn die Gewalttaten und Übergriffe verhindern.
Super Idee eigentlich, wenn se schon nicht schaffen, die paar mal die Woche einzugreifen, wenn sich die Leute tot- oder halbtot schlagen, dann könnense sicher aber bestimmt das Alkoholverbot durchsetzen.
Bin ich der einzige, dem der Knick in der Logik auffällt?

the glitch – die hard

Heute abend hab ich – nur dank meines Mitbewohners – des GLITCHES Lösung gefunden:
Der mistige Rauchmelder, der mir von eben diesem zu unser aller Sicherheit verordnet wurde, meldete, daß seine Batterien langsam leer laufen. GLITCH! C’est tout!

Das Mistding hatte ich gar nicht erst installiert, weil ich beobachtet hatte, daß er beim LMB schon beim kleinsten Anlaß (er brät z.B. gerne SEHR scharf an) losging. Und ich als hartnäckiger Kettenraucher kann solch spätabendliche Irritationen schon gar nicht brauchen. Also hatte ich es spontan und impulsiv irgendwo im hintersten Winkel – vermeintlich – entsorgt. Und selbstverständlich vergessen.

Also, alles ist in Ordnung, keine Molche in Taschen oder um ihr Leben kämpfenden Mäuse in der Wand. Auch keine spitzzahnigen kleine Menschen unter der Treppe. Nur eine leer laufende Batterie. GLITCH!

Was jetzt aber wiederum auch nicht bedeutet, daß ich nicht doch verrückt bin.