Archiv für den Monat: Dezember 2013

Blue Christmas

Ach, legen Sie sich doch gehackt mit, Lametta, Schnee und Christbaumkugeln, hier siehts so aus:

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Also, die Männertreu machen zu Weihnachten Überstunden, Off-Season-Arbeit, vielleicht schaffen sie es ja bis die Kroketten und Narzissen blühen? I love Erderwärmung!

Genau so weihnachtlich ist es mir ums Herz, nämlich gar nicht, und auch wenn es irgendwie eine romantische Idee ist, daß sich jetzt überall auf der Welt Menschen durch unwirtliche Landschaften aufmachen, um das Fest im Schoße der Familie, aus der sie gekrochen sind, zu verbringen, dann fühle ich mich da so gar nicht abgebildet. Trotzdem verbringe ich den heutigen Tag auf der Autobahn, weil mir nichts Besseres eingefallen ist, beziehungsweise keine angemessene Ausrede oder kein schlagkräftiger Alternativplan außer auf dem Sofa zu bleiben.

Oh well, this too shall pass. Aber machen Sie es sich doch wenigstens schön!

Glaube, Liebe, Hoffnung

Was soll das wohl für ein Tag werden, an dem man aufwacht, weil einem “Immer wieder geht die Sonne auf” von Udo Jürgens in Endlosschleife im Kopf dreht? Richtig, ein guter, glorioser Tag, gestern.

“… denn Dunkelheit für immer gibt es nicht
die gibt es nicht
die gibt es nicht!
Schön, wie er das so wiederholt, als ob er das einem uneinsichtigen Kind einbläuen will.

Irgendwann hatte ich angefangen, meine alten VHS zu digitalisieren, und gleichzeitig das Kiffen wieder entdeckt, nach Jahren freundlichen Desinteresses. Besonders psychoaktiv war da so eine lange Schlagernacht der 60er, in dem sich auch dieses Video befand (irgendwie bin ich zu blöd, hier Videos einzubinden, schauen Sie sich das ruhig mal an.)

Es war das frühe Farbfernsehen, und da mußte natürlich viel Farbe her, beachten Sie doch mal den roten Effekt, wie die Scheibe zwischen Sänger und Chor (der übrigens sehr gewagte Einsätze hat, finde ich) hin- und her fährt, und der Sänger einige Arbeit damit hat, das Mikrokabel immer rechtzeitig aus dem Weg zu räumen, damit die rote Trennscheibe nicht hängen bleibt.

Ich bin ja wahl- und von mir aus auch geschmacklos, ich nehme Inspiration da, wo ich sie kriegen kann, und das schamloser, als ich früher im Keller des F*cken3000 auf den Knien war, wenn ein gutgebauter junger Mann willens war.

Jedenfalls: Dunkelheit für immer gibt es nicht. Die gibt es nicht, die gibt es nicht. Lassense sich das mal ruhig im Hirn zergehen. Einfache Sätze zur rechten Zeit können Leben verändern – wie damals, als Cat Stevens für mich sang

“If you want to sing out,
sing out.
And if you want to be free
be free.
‘Cause there’s a million things to be.
You know that there are”

Das hatte noch nie jemand zu mir gesagt. Es eröffnete Welten.
Also, merkense sich: Dunkelheit für immer gibt es nicht. Die gibt es nicht.
Stimmt. Hat man nur nicht immer auf dem Schirm.

I know what (and who) I did last Thursday

Wahrscheinlich ist die Casino schuld, als sie neulich schrub, daß sie bei mir vor allem wegen des Liebeslebens liest und ich belustigt meinte, daß das ja dann wohl nicht so sehr ergiebig ist – der Fluch/Zauber hat wohl gewirkt, jedenfalls meldete sich der schon halb vergessene Wüstensohn mit einiger Dringlichkeit wieder, unter anderem wollte er Fotos haben, durchaus auch der explizierteren Art, für sein Sexanbahnungsprofil. Nun könnte man sagen, ach Lucky, wie blöd kann man denn sein, dem jetzt auch noch Fotos für die Partneranbahnung zu machen (und genau das habe ich auch getan) aber a) wars mir einigermaßen wurscht und b) immer noch besser als ein weiterer DVD-Abend (obwohl Homeland eine total tolle Serie ist!) und c) die Fotos hab ich ja dann auch und d) ach, schauen Sie doch selbst:

eyes

Expliziteres würde ich Ihnen natürlich nicht zumuten, aber sagen wir mal, Explizites führte zu Explizitem, und hinterher legte der junge Mann auch noch Wert auf Kuscheln und so weiter. Was soll man sonst noch von so einem hundsgewöhnlichen Donnerstagabend im Dezember wollen?
Ob ich ihn wiedersehe und wann – keine Ahnung, wahrscheinlich schon, auf seine Art ist er ja treu seit 2 Jahren -  man muß die Wüstensöhne nur eben auch ziehen lassen können. Dann kommen sie anscheinend auch immer mal wieder – bin ich eben eine Oase.

Aushalten lernen

Dieses Jahr gelernt: Aushalten.
Das hört sich jetzt so negativ an, ist es aber nicht: manche Umstände sind eben nicht so schnell zu lösen, auch wenn sie unerträglich und untragbar sind. Da braucht man Geduld und Demut, und wenn man es richtig macht, und nicht wie ich in früheren Jahren, läßt man sich derweil nicht davon den Rest des Lebens versauen. Platz einräumen, ja, aber nicht alles überlassen und fressen lassen davon. Hört sich einfach an, muß man aber auch erst mal schaffen.
Das spart immens Energien, die man dann woanders einsetzen kann, setzt aber auch Vertrauen voraus, Vertrauen, daß es schon gut werden wird, oder Vertrauen, daß, wenn es schief geht, dann eben auch nicht das Ende ist – und genau das Vertrauen hat mir früher immer gefehlt.

Re-Touche

Hach, ich könnte Stunden damit verbringen, zwischen dem Vorher- und dem Nachher-Foto hin- und her zu switchen – es war mal wieder nötig, neue Fotos für die Homepage zu machen, wie man weiß, immer ein sehr sehr sehr traumatisches Ereignis. Gottseidank hatte ich damals noch therapeutische Unterstützung!

Ich hab dem guten M. empfohlen, die Herr-der-Ringe-Extrem-CGI-Version von Photoshop zu besorgen, und ein bissel hat es gewirkt. Ich mein, das Ergebnis ist immer noch erschreckend, aber Sie haben das Vorher-Bild ja nicht gesehen. Klick-Klick, Tränensäcke weg, da, weg, klick-klick, Hals da, weg, da, weg. Hihi, Ein Kinn, hihi, 3 Kinne, klick, ein Kinn!
Kann nicht jemand sowas mal für Real Life entwickeln?