Archiv für den Monat: Februar 2014

Ich reg mich auf

Es ist mal wieder der übliche Ritus, der Journaille dabei zuzuschauen, wie sie den nächsten Gaul zum Abschuß frei schreiben, sei es die GroKo oder diesen seltsamen Bischof mit den seltsamen Doppelnamen. Artikel um Artikel beißt sich in Waden, Hände und Füße, in der Hoffnung, daß das Opfer irgendwann zu Boden geht, ob berechtigt oder unberechtigt, ist nicht die Frage.
So weit so gut oder schlecht, schlimm ist es wenn dabei der Sinn fürs wirklich Wichtige abhanden kommt:

Fall Edathy:
Hier konzentriert sich die Gesamtjournaille darauf, die GroKo kaputt zu schreiben – das können sie von mir aus auch tun.
Was aber wirklich schlimm ist, daß diskutiert wird, daß der ansonsten wohl sehr verdiente Mann sich legale Kinderpornographie bestellt hat.
Legale Kinderpornographie ist wohl welche, die nackte Kinder zeigt, die sich aber nicht an ihren Geschlechtsteilen herumspielen oder herumspielen lassen (müssen). Gehandelt von Anbietern, die ansonsten auch Hardcore-Angebote haben, wohl anzunehmen mit den selben Kindern, nur in anderen Situationen, Kindern die oft zu solchen Zwecken gefangen gehalten und mißbraucht werden.
Ich finde es abartig und erschreckend, daß nun diskutiert wird, daß solche  Aufnahmen “legal” sein und der Minister “unschuldig” sollen – was hatte der Herr Edathy denn damit vor? Es handelt sich ja nicht um einen Blumen- oder Möbelkatalog und er wollte sie sicher nicht Rahmen und auf den Kamin stellen.
Wer sich Bilder von nackten Kindern bestellt, fördert und unterstützt zum einen den Mißbruch von Kindern und mißbraucht sie letzten Endes selber.
Der einzige Beitrag, der diesen Aspekt bespiegelt, ist bisher der von Barbara John im Tagesspiegel.

Bischof Tebartz-van Elst
schreiben sie ja nun schon seit längerem kaputt, vom mir aus. Nun stellt sich heraus, daß er Gelder aus einer Stiftung veruntreut hat, um seinen Mega-Bau zu finanzieren und Geldflüsse zu vertuschen, auch nicht überraschend.
Es handelt sich um Gelder der St.-Georgs-Stiftung, die 1949 mit Spenden katholischer Arbeitnehmer gegründet wurde, um kinderreichen Familien zu helfen; die Stiftung sei heute nicht mehr aktiv, schreibt die Süddeutsche.
Moment!? Es liegt da irgendwo in der katholischen Kirche eine nicht mehr aktive Stiftung herum (wahrscheinlich nicht nur die eine?), die aus Spenden gegründet, aber nicht fortgeführt wurde, aus der sich anscheind “vergessene” Millionen veruntreuen lassen?
DAS ist doch der wahre Skandal, nicht der um einen verblendeten Kirchenmann. DAS hat doch System – wem gehören die Millionen, die aus den nicht genutzten Spenden geworden sind, wo gehören sie hin, sicher doch nicht auf so ein Bistumskonto?
Das ist doch das selbe, wie diese windigen Fußgängerzonen-Spendensammlungen? Oder?

Also, 2014,

so geht das nicht. Ich hatte dir Vertrauensvorschuß gegeben, und mich auf dich gefreut. Und was hab ich davon? 3 Wochen grippale Erkältung daß gar nix mehr geht, und dann, endich wieder gesund und beim psychohygienisch notwendigen Sport, verknackse ich mir gleich beim zweiten Mal den Fuß. Erst Krücken (Slapstick inklusive), jetzt so ne Strapsschiene. Und mindestesn 4 Wochen kein Badminton.

Auf Arbeit der gleiche Nervterror, übergangslos, keine paar Tage Verschnaufen uns Zu-Sich-Kommen wie sonst. Ich bin echt durch und durcheinander. Nicht mal zu dem 25jährigen Italiener konnte ich mich durchringen.

Und ja, fuckit, ich habe meine verschissenen Glücksklee gegossen, er krepelt trotzdem, genau wie ich:

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Arschloch!