Archiv für den Monat: November 2011

How you must love Kate

(Auszug aus einem Interview mit John Wilson BBC4)
On Creative Process:
“An example which is silly in a lot of ways, when I was writing Cloudbusting on Hounds of Love, I was just working on this line about that something bad was gonna happen, and right at that point this wasp flew in the window, and flew straight at me and I just immediately changed the line, ok, ok, something good is gonna happen – and then the wasp just kind of turned around and flew back out the window. And I thought, yerah, yeah, something good is gonna happen, that’s so much better!
“So if it wasn’t for the wasp, you would have been singing that something bad was gonna happen?”
“Yeah, I think I would – so thank you wasp!”
“Are you superstitious? (…) The reason I ask that the last time we spoke, and I was asking about the set of songs you hinted at that you said that you were writing, and you said you had a pack of bonemeal from the garden that you put on the piano and the song just started flowing (Kate lacht währenddessen) and then you left it on there, and there was a sort of organic bonemeal quality to the songs.”
“Yeah, I mean, it must have worked. Maybe with the next album, I could move up to a really big bag of horse manure!”

Versatil!?

Was man nicht alles anstellt, um preisgekrönt zu werden, nun gut, bin ich eben versatil.
Bei Homos heißt das übrigens aktiv und passiv, ne.
Festgestellt hat das der feine Herr schneck, allerdings nicht am lebendigen Leib, sondern er hat das festgestellt für Glams und mein Gemeinschafts- und Bildungsprojekt ADS – Auf Dauer Schlauer!!
Kaum 10 Tage in der Welt, und schon wird abkassiert!

Walking with Kate

Wenn Kate Bush eine neue Platte herausbringt, ist es ja nun nicht damit gehalten, das Ding zu rippen und so nebenher zu hören, das muß man schon entsprechend würdigen.
Freitag abend, nach einer emotional mistigen Woche, war nicht die Stimmung und überhaupt, auf dem Sofa war auch nicht richtig.
Also grade raus in die Dunkelheit, Far from the Madd(en)ing Crowd, und ans Wasser, in die frühe Nacht am späten Nachmittag. Hier meine Kate-Walk-Empfehlung:

Am Schleusenufer, kurz vorm Minki, 50 Words for Snow starten, und dann am Club der Visionäre vorbei in die Gasse mit den roten Freilufthängelampen in der Arena.
Die ersten drei Lieder der Platte sind schwer zugänglich, Hmhpf, schwer ist das falscheste Wort, sie sind leicht, federleicht, schneeleicht, sie glitzern, kühl hingetupft im Wind.

The World is so loud. Keep falling, I’ll find you.

Kate hat recht, laute amerikanische und spanische Touristen mit Blitzlichtkameras stören, also die Musik neu starten. Keep falling, I’ll find you.

Hinter der Hoppetosse, am nachtschwarzen Ufer, verschwinden die Menschen. Der Himmel ist hoch und dunkel und bietet gerade genug Platz für die sparsame Instrumentierung, die hingetupften Vocals. Ab und zu blinkt ein Licht vom Ufer gegenüber auf dem Wasser. Little brown jug how I love thee, grüßt ein Klavierakkord aus Kates Aerial, der Sommerschwester von 50 Words, herüber, und verbindet den Knabensopran ihres Sohnes in Snowflake mit dem Gedenken an ihre Mutter in A Coral Room.

Wenn man Glück hat unter der furchterregenden finsteren Elsenbrücke, kommt gerade ein Schiff vorbei, so daß die Wellen unter dem Ufersteig in Lake Tahoe, das zweite Lied, gemischt werden. Leicht erschreckt, als ich feststelle, daß das gar nicht zu dem Song über die porzellanpuppenhafte Leiche in dem kalten See gehört – die Lieder sind so filigran und offen, daß Umgebungsgeräusche ganz einfach mitklingen können.

Ach, wäre es doch noch kälter, aber die klirrenden flirrenden Lichter auf dem Wasser, von Stralau vom anderen Ufer her illuminieren Misty auf beste. Ich liebe es wie sich der Wild Man des folgenden Liedes in den Klängen der Gambe oder Gitarre (?) schon ankündigt

They call you an animal, the Kangchenjunga Demon. Die Leute vergessen vor lauter Ehrfurcht vor der Legende fast immer, was für einen Humor Kate Bush besitzt, einen manchmal groben (This sense of humour of mine / it isn’t funny at all) und wie herzhaft ihre Lache ist, und von daher paßt es, daß Wild Man einsetzt, als ich am Gasthaus Zenner (um diese Jahreszeit gottseidank menschenleer und ohne Tanztee) vorbei die steile Brücke der Insel der Jugend erklimme, als ob es ein tibetanisches Kloster wäre.

Von der Insel der Jugend mit (passendem) Blick auf die Liebesinsel und den Kratzbruch (!) macht sogar Elton John einen guten Job in Snowed in at Bleecker Street. Es hätte vielleicht sympathischere Partner für das Duett gegeben, aber irgendwie macht es vielleicht auch Sinn.

Zeit für den Rückweg – in 50 Words for Snow treibt Kate Stephen Fry an, 50 Wörter für Schnee zu finden, und er gibt sich redlich Mühe – Come an man, you’ve got 44 to go! – der auch fürs Gehen treibende Rhythmus erinnert verwickelt an The Sensual World, und man kann sich vorstellen, wie die beiden am Boden gelegen haben vor Lachen bei der Aufnahme: Icyskidski! Whippoccino! Shnamistoflopp’n! Shimmerglisten!

Among Angels schließlich gönnt einem ein bißchen Wärme, im Ton und im Text: I can see Angels standing around you / they shimmer like Mirrors in Summer, und so tun die zunehmenden Lichter von Stralau auf dem Wasser auch gut auf dem Rückweg. Bleiben Sie ruhig noch ein wenig stehen am Ufer und lassen Sie das Lied ausklingen, bevor sie – die Platte ist jetzt zu Ende – sich ein paar Songs für den Rest Weg aussuchen.

Mit noch einmal Among Angels nähere ich mich der Zivilisation, und im Soundtrack hört sich der rauschende Verkehr an, als fahre er durch Schneematsch.
Bleiben sie auf der Schleusenecke stehen, diekt an der rechten Schleuse steht abends immer ein Reiher, den Sie nicht sehen, wenn sie nur eben vorbeigehen. Heute abend aber, Sie werden es nicht glauben, taucht von links ein Fuchs (I found a Fox, caught by Dogs) hinter der Hütte auf, läuft über den Steg, der Reiher schreckt auf und fliegt zur Mitte, während der Fuchs (not caught by Dogs) unter der Brücke weg seinen Geschäften nachgeht.

The World is so loud. Keep falling, and I’ll find you.

Wer solche Freunde hat…

Ein paar Liebe Freunde haben mir zu meinem Geburtstag und Entzücken ein Wochendende auf einer Ostseeinsel geschenkt, wie toll ist das denn!?
Zu fünft in einer schummrigen Kate Doppelkopf spielen bis der Arzt kommt, zwischendrin stürmische Strandspaziergänge und natürlich Essen, Essen, Essen und Trinken, Trinken, Trinken. Toll toll toll!

Grade eben ruft Paula an mit der freudigen Nachricht, daß nun die Bestätigung gekommen ist und somit alles steht.
“Und, Lucky!? Was wir ganz vergessen haben zu sagen: Es ist ein Nichtraucherhaus….”

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh! WTF?
Wer solche Freunde hat, braucht echt keine Feinde!

ADS – Auf Dauer Schlauer mit Dick + Lucky

Wennse mal was fürs Leben lernen wollen, z.B. wie man aus Belinda Carlisle einen Bong herstellt, was Spaghetti Bolognese in der Bulimiekantine mit Rückholfädchen zu tun haben, oder Sie einfach Ihrem Gatten oder auch wahllosen Fremden eine Freude durch neue Fähigkeiten mittels Kehlbanane überraschen wollen – dann besuchen Sie:
ADS – Auf Dauer Schlauer – damitse mitreden können!

Und wennSe selber was beizutragen hätten – sehr fein! Wir schalten Sie gerne als Ko-Admin frei!

I hope it Snows on Friday

Zu weinen, wenn man etwas unglaublich Schönem beiwohnen darf, ist vielleicht das schönste, sublimste Gefühl überhaupt.

Aber Tränen in den Augen, nur weil man die Ankündigungen und frühen Reviews von etwas wahrscheinlich unglaublich Schönem liest, und ein paar Interviews, das ist schon reichlich merkwürdig.

Soeben geschehen bei der Lektüre von Kate Bush News, jede Menge Infos zur neuen Platte “50 Words for Snow”
Can’t wait.

Glämmie, Katewalk am Wochenende? Ich hoffe es schneit im Treptower Park!
Oder kannst du deine Naßrupfmaschine gegen eine Schneekanone eintauschen?

There goes the Neighbourhood

Maria hat es jetzt auch geschafft, es hat sich am Ende doch ziemlich hingezogen, der Mumm, den sie im Sommer noch hatte, wurde etwas brüchig.
Gut, daß du es jetzt geschafft, hast, Maria, Danke für alles, und grüß mir den Rest der Kniffel-Weiber, wenn ihr jetzt euern Kniffeltisch im Himmel aufstellt!
Ich werde dich vermissen. Keine Plätzchen zu Weihnachten, die selbstgestrickten Socken sind jetzt endgültig Geschichte, und vor allem die Lästerei über die Leute im Dorf. Immerhin haben wir vor drei Wochen noch herzlich gelacht über diese eine bekloppte Alte, die dir weismachen wollte, daß alles wieder gut wird, wenn du nur genug betest, und die du deswegen aus dem Haus geschmissen hast.

Briefe an Lucky

Ach, manchmal herzzerreißend, das.

Liebe Lucky,
alles Liebe ich wünschen dich von Galina und ich danke dich das ich habe dich
Liebe Grüße

Oder von den alten Nachbarn aus dem Dorf, die mir immer echte Freilandeier bringen:

Lieber Lucky,
Jakob läßt dir herzlich danken für Deine guten Wünsche aus dem großen – fernen Berlin! Wenn die Wünsche, die vielen sich erfüllen wird es uns noch eine Weile gut gehen. Anders als Konen Maria, deren Tage wir mit Besorgnis miterleben. Ja. lb. Lucky – die Einschläge kommen immer näher. Weitere sehr kranke Leute sind: Lüs Jupp, Hees Hans (mittlerweile verstorben) und Schomisch Eva. Das Dorf ist klein geworden. Heute wird unsere Marlene 47. Wir gratulieren auch Dir zu deinem Geburtstag: Wir wünschen Dir Freude, die, wenn es regnet, den tag Dir erhellt, die man nicht kaufen kann auf der Welt!!!
Bleibe gesund – bis auf ein frohes Wiedersehen
Eschen Jakob u. Rosemarie

(Der Brief ist wohl mal zurückgegangen zwar mit der richtigen Adresse aber dem Vermerk “Empfänger unter der Adresse nicht zu ermitteln”. Aber nicht mit Rosemarie – Stempel schwärzest durchgekritzelt und dann aber sowas von retour!)