Archiv für den Monat: Februar 2013

Wenn’s Arscherl brummt…

Hihi, wie entsetzt so ein prächtiger Araber gucken kann, wenn wir, schon längst wieder geduscht, noch eine Weile im Bett kuscheln und kruscheln, und man feststellt, boah du riechst total nach Sperma!
Mehr als einen Fluch gebrochen, gestern.
Mindestens vier, auf die Schnelle überschlagen.

Und ja, ich denke, wir werden uns wiedersehen, aber nicht so ganz bald. Sonst kann ich nämlich meine arme kleine Mumu auf nem Bollerwagen hinter mir her ziehen.

(Erschreckt? Ich auch ein bißchen, ich hatte genau wie Sie vergessen, daß das hier ein schwuler Blog ist)

Ratz-Fatz weg

Ich kann mich nur selbst zitieren. Alles gesagt.
Allerdings, vielleicht hätte ich gerne noch ein paar jahre gesehen, wie sie ihn halbtot im Papamobil herumfahren, das fand ich ja in meiner mir eigenen Gehässigkeit beim letzten schon recht lustig, so muppets-mäßig, und dabei habe ich durchaus Respekt und Ehrfurcht vor dem Alter und seinen Gebrechen, wenn sie sich nichts anmaßen.

Ich hoffe sehr, daß jetzt kein scheinbar modernerer “Menschenfischer” (so nennen die das im Ernst) kommt, mir war es sehr recht, daß die Menschen massenhaft aus den Kirchen austreten, und hier und da sogar jemand aus der Politik wach wurde und laut STOP sagte. Trennung Staat-Kirche jetzt, und Kirche auf Achtung und Einhaltung der im Grundgesetz verankerten fundamentalen Menschenrecht festnageln, was gibt es da zu diskutieren? Punkte Diskriminierung, Arbeitsrecht, Recht auf Unversehrtheit von Körper und Seele?
Pfarrer sind Bürger dieses Staates und damit sind unsere Gesetze auch direkt für sie gültig, und da kann nicht der Chef der Firma, für die sie arbeiten, dazwischengrätschen, und sagen, wir regeln das erstmal intern, und wenn wir nicht klarkommen, melden wir uns vielleicht. Was gibt es da zu diskutieren? Frau Justizministerin? Zugegeben, der Papst hat klare Worte dafür gefunden, aber die Taten, die Taten?

Und ja, ich war mal katholisch, sehr sogar, sogar Meßdiener, haben Sie’s erahnt? Sorry, ich krieg da immer Schaum vorm Mund. Und es bereitet mir richtig Genugtuung, daß Presse und Fernsehen durchaus deutlich den Scherbenhaufen beleuchtet, den dieser Extremist da hinterlassen hat.

(Und Zollitsch, nice trick, im heute Spezial, als die kritischen Nachfragen kamen und auf einmal die Audioverbindung auszufallen schien – nice trick, but old trick. Das kennen wir aus dem Callcenter seit 100 Jahren.)

Going Places – and Stories

Liebe Herrschaften,
schauen Sie sich doch bitte mal dieses wunderbare neue Projekt an: Stories & Places, eine wunderbare Idee von Miz Kitty und ihrem Grafen.
Geradezu genial, diese Idee, und das erkennt man daran, daß man sich wundert, daß es das nicht schon lange gibt, so naheliegend, wie es ist, und weil es so einen Spaß macht.

Es gitb eine Weltkarte, und darauf setzt man einen Marker und verlinkt diesen mit einer Geschichte, die etwas mit dem Ort zu tun hat. Weitere Vorgaben gibt es nicht, außer daß allzu erkenntlich kommerzielle Portale und Schreiber außen vor bleiben sollen.

Und es macht sowohl Spaß, herumzustöbern auf der Welt, welche Geschichten es gibt, und auch vor allem, wo es noch keine gibt, was einen dann anspornt, den eigenen Blog zu durchforsten und beizutragen. Schließlich hat ja fast jede Geschichte einen Ort, und ich muß mich sehr beherrschen, nicht ein paar Tausend Marker auf die ungefähre geografische Stelle der Karte zu setzen, wo sich das Dreieck zwischen meinem Sofa, Bad und Küche befindet.

Erst ein paar Tage am Start, gibt es schon 680 (!) Beiträge, was ein Wahnsinn! Und da sehe ich dann auch die erste Herausforderung an die beiden Macher, daß es nämlich jetzt schon ein wenig unübersichtlich wird – macht es Sinn, neben dem Stöbern, was ja der Hauptspaß ist, hier auch noch an Gliederung, Kategorisierung, Sortierungsmöglichkeiten, Suchfunktion und vielleicht gar eine Bewertungsmöglichkeit für die eingestellten Texte zu denken? Oder vielleicht eine featured Story pro Tag?
Ich werde es verfolgen, und Stories & Places ungehemmt weiter zumüllen, jedenfalls, Danke Kitty & Graf!

#zuschlag

Hier inmitten der #aufschrei-Diskussion eine herzerfrischende kleine Geschichte, die mir gestern eine Kollegin erzählt hat, zu Ihrer Erbauung und weil ich es so schön finde, daß es einmal in Millionen auch anders gehen kann:

Die jüngere Schwester der Kollegin, nennen wir sie B., nur 1,62 groß, ging eines Abends vor ein paar Wochen im Schnee nach Hause, die Straße menschenleer bis auf 3 Typen, die ihr drei Mann breit auf ihrer Gehwegseite entgegen kamen und keine Anstalten machten, ihr auszuweichen oder sie durchzulassen. B. aber hatte auch keine Lust, um die Typen drumherum zu laufen, also bahnte sie sich ihren Weg zwischen den Typen hindurch.
20 Meter weiter beschlossen die Typen, genau das nicht hinzunehmen – B. hörte durch den Schnee, wie sie sich umdrehten und besonders einer sich ihr von hinten näherte, was ihre Angst und auch ihren Adrenalinspiegel enorm steigerte.
Als der Typ, 1,85 groß, sie von hinten am Schal packte und sie damit zu sich herumdrehte, schlug sie sofort und ohne weitere Umstände zu, kurz und knapp, einmal, zweimal, dreimal, immer in die Fresse.
Womit keiner der 3 Männer nämlich gerechnet hatte, die zierliche B. ist Sportboxerin.
Entsetzt und angeekelt, daß sie nun Blut an der Hand hatte, wischte sie dieses an der Jacke des nunmehr am Boden liegenden Angreifers ab, während seine Kollegen flohen und entsetzt schrien “Paß auf, die Alte ist verrückt! Voll verrückt!”

B. beschloß, der Ornung halber die Sache auf der naheliegenden Polizeistation zu melden, um sich abzusichern und auch, weil sie nicht nur ein wenig erschüttert war, daß sie in ihrer Panik so heftig reagiert hatte.
Eine Anzeige seitens der Männer lag noch nicht vor, also telefonierten die Polizisten nicht nur ein wenig erheitert ob der ungewöhnlichen Sachlage die Krankenhäuser ab, und siehe da, es war ein am Kopf schwer verletzter junger Mann eingeliefert, der seine Verletzungen damit zu erklären versuchte, daß er gegen eine Autotür gelaufen sei. Die Nachfrage, wie er denn dreimal aus verschiedenene Winkeln so heftig gegen eine Autotür laufen konnte, konnte er nicht ausreichend beantworten.

Drei Tage später gab es eine Gegenüberstellung zwecks Identifikation und die junge B. ließ es sich nicht nehmen, ihrem Täter ordentlich die Leviten zu lesen.
Der junge Mann aus Hellersdorf, der seinen Kumpels eigentlich nur eben mal zeigen wollte, wie lang es bei ihm hängt, hat einen Jochbeinbruch sowie weitere schwere Kopfverletzungen und wird trotz Operation zeitlebens durch eine Narbe und ein hängendes Auge an jenen Januarabend im Prenzlauer Berg erinnert werden.

So wie eine weniger wehrhafte oder nicht so unmittelbar reagierende junge Frau sich ihr Leben lang auf andere Art an jenen Januarabend im Prenzlauer Berg erinnern würde.