Archiv für den Monat: Februar 2007

mal ne nerd-frage

Ich bin ja sowas wie ein Netzanalphabet, kann mir das mal jemand erklären: Wenn ich auf Technorati sehen will, wer dieses wunderschöne Z-Listen-Blog so aus Versehen mal verlinkt hat, bekomme ich -zig Einträge mit der Überschrift ‘twoday.net european weblog service’ die anscheinend zu irgendwelchen Blogs gehören. Wenn man die dann aber anklickt, sind die alle deaktiviert.
Was’n das, menno?

inside second life -so you don’t have to be!

Gestern wurde mir ein Escort-Job in einer Sex-Bar angeboten und außerdem habe ich 250 L im Glücksspiel gewonnen – feiner Abend. Ich glaube den Job mach ich mal, man will ja wissen; wie sowas im virtuellen Leben funktioniert, wenn schon die eigenen Versuche im wahren Leben, als man noch jung und schön war, so wenig nachhaltig verklangen.
Was man sonst noch so lernen konnte?
Franzosen sind sehr nervig, sie treten nur in Kleingruppen auf und haben nur untereinander Sex. Und reden die ganze Zeit dabei, aber kein Cybersextalk, sondern irgendwas.
Cybersextalk unter Niederländern dagegen hört sich zum Piepen an. Gacker.
Im Second Life kann man ja alles machen, was man auch im First Life so tut: Häuser bauen, Geschäfte machen, arbeiten gehen, ausgehen. shoppen. Ich glaube nur, Kinder machen und Familie gründen geht nicht, allerdings gibt es relativ viele Kinder dort. Gruselige Vorstellung, wer sich da wohl auslebt….

Da ich außer Häuser bauen und Familie gründen alles obige im First Life schon mehr als genug an der Backe habe, widme ich mehr dem Sexleben.
Im Second Life habe ich mittlerweile einen Fuckbuddy aus New York, einen aus Südfrankreich und einen aus Schottland. (Alles angeblich natürlich.)
Und – Surprise! – das bewirkt bei mir gar keinen Rückzug in eine alternative Realität, eher das Gegenteil: Da die Animationen zwar schon relativ ausgefeilt sind, auf Dauer aber doch langweilig werden, ist man, wie im wahren Leben auch, auf Phantasie und Sprachgewandheit angewiesen.
Was zur Folge hat, daß bei mir einige arg verstaubte Synapsen freigepustet wurden und werden, und es mich des öfteren ins wahre Leben zu ganz unvirtuellen Unternehmungen hinaustreibt. Was mir da zum Glück fehlen würde, wäre dann also ein Fuckbuddy aus Friedrichshain, einen in Kreuzberg und von mir aus auch noch einen in Neukölln… (Und das besser nicht angeblich!)

Auch gelernt: Heteros sind in öffentlichen virtuellen Sex-Areas viel viel krasser als Homos. Mit welcher Aggressivität und mit wie wenig Phantasie und Lockerheit da vorgegangen wird, ist doch eher erschreckend. Also wer da Vorurteile hat, wie Homos da angeblich drauf sind, der begebe sich doch mal ins Hideaway…
Wollte ja eigentlich mal als dralle Blondine austesten, was die heterosexuellen Herren der Schöpfung so drauf haben, aber das überlege ich mir nochmal.
Auf alle Fälle werde ich Sie auf dem Laufenden halten!

Es grüßt Lucky Strikes –
INSIDE SECOND LIFE – SO YOU DON’T HAVE TO BE!

nichtraucher, ich freu mich für euch

Wenn dann demnächst so gut wie nirgendwo mehr geraucht werden darf, dann wird auch entsprechend weniger geraucht.
Glückwunsch! Tolle Suppe!

2003 hat der Bund rund 14 Milliarden € an Tabaksteuer eingenommen, das ist der zweitgrößte Steuerposten des Bundes nach der Mineralölsteuer (rund 40 Milliarden).

Wenn wir Raucher das dann nicht mehr alleine so tragen, dann FEHLT das Geld im Steuerpool, und wird irgendwo ANDERS herkommen müssen. Also auch von euch Nichtrauchern. Zumindest für euch eine akute Mehrbelastung. Habt ihr gar nicht dran gedacht, gell?

glitch 2

Habe den GLITCH nun geortet. Er kommt aus der kleinen altrosa Kommode vom Trödler. Oder ais dem Boden darunter oder der Wand dahinter. GLITCH In der Kommode sind nur die Taschen, die ich immer im Sommer zum Boating mitnehme, eine unmontierte Fahrradklingel und eine Kleiderbürste. In der Wand oder im Boden? Ob ich Mäuse habe? Vielleicht kämpft in der Wand seit Tagen eine Muas mit dem Tod? GLITCH
Bin mir jedenfalls mittlerweile ziemlich sicher, daß er außerhalb meines Hirns ist, der GLITCH

the glitch – die hard

Heute abend hab ich – nur dank meines Mitbewohners – des GLITCHES Lösung gefunden:
Der mistige Rauchmelder, der mir von eben diesem zu unser aller Sicherheit verordnet wurde, meldete, daß seine Batterien langsam leer laufen. GLITCH! C’est tout!

Das Mistding hatte ich gar nicht erst installiert, weil ich beobachtet hatte, daß er beim LMB schon beim kleinsten Anlaß (er brät z.B. gerne SEHR scharf an) losging. Und ich als hartnäckiger Kettenraucher kann solch spätabendliche Irritationen schon gar nicht brauchen. Also hatte ich es spontan und impulsiv irgendwo im hintersten Winkel – vermeintlich – entsorgt. Und selbstverständlich vergessen.

Also, alles ist in Ordnung, keine Molche in Taschen oder um ihr Leben kämpfenden Mäuse in der Wand. Auch keine spitzzahnigen kleine Menschen unter der Treppe. Nur eine leer laufende Batterie. GLITCH!

Was jetzt aber wiederum auch nicht bedeutet, daß ich nicht doch verrückt bin.

the glitch

Dieser Tage sieht man mich in meiner Wohnung herumirren wie Catherine Deneuve in Polanskis ‘Ekel’. Mal hier verharrend, mal dort hinstürmend, mit weit aufgerissenen Augen, hinter die Ecken horchend, versuche ich dieses Geräusch zu orten.
GLITCH.
Da ist es wieder, relativ laut, ein unangenehmes Geräusch, ähnlich wie der eines Turnschuhs, der auf Hallenboden quietscht. Nur kürzer.
In unregelmäßigen Abständen GLITCH. Nein es kommt nicht direkt aus der Küche. Treppenhaus? Eher nicht. Die Abstände mal 2 Minuten, mal 10. So stehe ich im Bad, nein eher im TreppGLITCHenhaus. Doch nicht im Treppenhaus. Auch im Schlaf versuche ich den GLITCH zu orten. Seit Tagen, bisher vergebens.
Von der Terrasse? Nein, nicht in meinem Kopf. GLITCH.
Ok, vielleicht werde ich ja verrückt, aber dieses Geräushc., dieses Geräusch, das nervt ganz außerordentlich dabei.
GLITCH

massenmördermontag bei lucky

FRUSTRATION by KURT COBAIN
But I don´t have a gun.
No, I don´t have a gun.

(When in fact he did.)

But I don’t. Have a Gun.
And that’s very very frustrating – fuck fuck fuck!

Man hats nicht immer passend, aber passend gefunden beim Glämmerdick

Couldn’t say it better. Except maybe Dorothy Parker, auch via Glam:
If I had a shiny gun,
I could have a world of fun
Speeding bullets through the brains
Of the folk who give me pains

Warum? Na, fragense mal die Frau Pergam vom Amt. Welchem, das werde ich vielleicht die Tage in einer groß angelegten Mörderkampagne verraten. So viel sei verraten: Das Amt ist in Sachen Demütigung unterwegs.

boy-kott

Die Berlinale habe ich ja geschafft komplett zu ignorieren. Ich bin ja schon überfordert damit, die Broschüren durchzuarbeiten. Und der Volkssport für den Bildungsbürger, sich da 1-3 Tage Aufwand für den Erwerb eines einzelnen Tickets zu machen, macht mir das Ignorieren auch wirklich einfach. Sogar die Einladungen zu irgendwelchen Berlinaleparties habe ich geflissentlich übersehen. Hanna Schygulla soll auch ohne mein Beisein unter ihrem Stein hervorkriechen können und mich damit nicht belasten. Da schau ich lieber einem Schmelzkäse beim Schmelzen zu, ist eh im Grunde das selbe.
Karneval, Fasenacht, Fasching und sonstewas habe ich schon als Kind im Rheinland geschafft zu umgehen, und in Berlin ist das ja gottseidank noch viel einfacher.

Überhaupt Einladungen: Heute zu 3 (3!) Geburtstagen eingeladen – da ich mich nicht entscheiden kann, werde ich mir einen gemütlichen Heimabend machen, schließlich bin ich diese Woche ja schon 2x bis 4 Uhr morgens aufs Freundlichste versackt. Trotzdem natürlich Happy Birthday! besonders für ale mitlesenden Geburtstagshasen!

Gestern die Einladung ebenfalls glorios umschifft: da die Gastgeber zur eingeladenen Zeit noch nicht fertig mit Herrichten waren, ‘kurz’ in eine Bar in der Nachbarschaft, da war dann zufällig Happy Hour. Die stellte sich als ihres Namens würdig heraus, und als um 22 Uhr die Hour vorbei war, war ich so happily drunk, daß ich mich nur noch ins Taxi zum Sofa werfen konnte. Nochmal grade gutgegangen!

Der Soundtrack zum Beitrag, wärmstens empfohlen:
Daliah Lavi – Lieben Sie Parties?
Lieben sie Parties? Ich finde sie unbequem.
Keiner kennt keinen, doch jeder sagt ‘Angenehm!’
Man steht herum stumm das Glas in der rechten Hand
und wer zuerst schläft ist meistens der Verstand.
Doch man plaudert weiter – wohlfrisiert und heiter – blabla

Achso, und der Valentinstag ist so komplett an mir vorbeigegangen, daß ich soger vergessen habe ihn zu ignorieren – so wird alles gut!