Kategorie-Archiv: valley of the dulls

Blue Christmas

Ach, legen Sie sich doch gehackt mit, Lametta, Schnee und Christbaumkugeln, hier siehts so aus:

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Also, die Männertreu machen zu Weihnachten Überstunden, Off-Season-Arbeit, vielleicht schaffen sie es ja bis die Kroketten und Narzissen blühen? I love Erderwärmung!

Genau so weihnachtlich ist es mir ums Herz, nämlich gar nicht, und auch wenn es irgendwie eine romantische Idee ist, daß sich jetzt überall auf der Welt Menschen durch unwirtliche Landschaften aufmachen, um das Fest im Schoße der Familie, aus der sie gekrochen sind, zu verbringen, dann fühle ich mich da so gar nicht abgebildet. Trotzdem verbringe ich den heutigen Tag auf der Autobahn, weil mir nichts Besseres eingefallen ist, beziehungsweise keine angemessene Ausrede oder kein schlagkräftiger Alternativplan außer auf dem Sofa zu bleiben.

Oh well, this too shall pass. Aber machen Sie es sich doch wenigstens schön!

Aber nicht deine!

Wird sich Micaela Schäfer im Dschungelcamp ausziehen? „Natürlich werde ich mich ausziehen“, verspicht das Erotik-Model „nackte Brüste sind doch etwas ganz natürliches.“ von der HP von dem RTL)

Jedenfalls, ick freu mir aufs Dschungelcamp. Und jetzt nicht in erster Linie wegen der Brüste.

Hätte ich ja nie gedacht, dass Britney mir eines Tages noch sympathisch würde

(Wenn Glämmie schon Falco-Videos einstellt statt Falcon-Videos…)
Hier aus einer Anklage eines Ex-Bodyguards, der sie verklagen will, ausgerechnet wegen sexual Harassment:

He claims, “Defendant Spears was mentally unstable, and personally obnoxious and demanding, requiring her staff on various occasions and for no rationally discernible reasons to address her as “Jennifer” or “Queen Bee,” on other occasions, Defendant Spears would cut her hair in an erratic fashion, leaving uneven and bald spots on her head.”

Spears had obnoxious personal habits, such as chain smoking cigarettes, which made her smell continually of stale tobacco,” he wrote in his court document.

“She broke wind or picked her nose unselfconsciously and unapologetically before Plaintiff (Flores) and others and she was constantly and gratuitously loud and profane in her speech.

She did not bathe for days on end, did not use deodorant, did not brush her teeth, did not fix her hair, did not wear shoes or socks.”
(von hier)

He telephone to Hongkong

“Hai-zu Imbiss, Guttenttag?” (freundlich-enthusiastische Frauenstimme)
“Ja, N’abend, hier ist der Herr Lucky, ich wollte was bestellen, zum Liefern?”
“Bit-Sön!?”
“Brauchen Sie erst die Bestellung oder erst die Adresse?”
“Hai so mahjongwatugö-na?”
“Öhm, Sie liefern doch?”
“Ooohja mo-ment, hi-zu Kolleg, ho is-ze Kolleg?” (Läuft enthusiastisch weg vom Telefon)
(Minuten später wieder da) “Hah-so, Bit-Sön?”
“Hm. Ok. Also: Bitte einmal die 34 G und…”
“Ha-nu hoshi-to manumana wassendo–ho?”
“Ööh, haben sie das, 34 G Grüne-Papaya Salat mit…”
“Ara-Go! Mao-su hai-chin Önomoto-pei-ha!”
“Also wissen Sie was, junge Frau, ich glaub das wird nix. Ich wünsche noch einen schönen Abend, Dankeschön.”
“Hai nu soki loki wa-su! Bit-Sön!? Bit-Sön!?”
(Sie hat noch eine Weile weitergeredet, ich hab dann einfach aufgelegt. Wüßte eigentlich ganz gerne, wem sie jetzt was geliefert haben. Selber schuld, wenn ich nicht besser ausländisch kann, wenn ich schon eine 34G und eine 47 H haben wollte. Ungebildete Deutsche, das Schlimmste!)

Slum drüber – Endlich wieder frei!

Puh, es ist geschafft. Ich gestehe, ich habe jede einzelne Folge Dschungelcamp gesehen, sklavisch, und ich schäme mich rein gar nicht dafür – zunächst schaute ich nur aus reiner Häme, denn wer guckt nicht gern unwichtigen Leuten beim Abgeben der Rest-Menschenwürde zu, aber dann bekam das Ganze ja ungeahnt Meta- und Meta-Meta-Ebenen.
Die reine Freude, die Strategien der Teilnehmer durch die Strategien des Senders und dann nochmal durch die Strategien von beiden durchgewurstet zu sehen, das Geknarze der Inszenierungsmaschinerie durch zu hören – Brecht! Grand Guignol! Shakespeare! Griechische Tragödie! (Ach, lesen Sie sich die metakulturellen Verweise selbst im Feuilleton zusammen.)
Jedenfalls, eine Freude, eine spannende Sache, und ich ließ meine Sym- und Antipathien gerne und voller Wollust lenken und treiben – wenn man das als Serie schreiben wollte, müßte man sich ganz schön Mühe geben.

Daß der gute Peer gewinnen würde, dachte ich mir allerdings schon nach dieser Mobbing-Szene (und ich freu mich für ihn, was auch immer er davon hat). In echt ist der übrigens genauso, wir hatten in dem Laden mal eine Weihnachtsfeier, wo Glam seine Hose verloren hat. Die Bedienung war überfordert und kam mit Getränken nicht nach (beim Essen wars ja auch einfacher, einfach ein Riesenstück Käse in nen Schmelzapparat, und dann lauter kleingeschnibbeltes Zeuch auf den Tisch.) Jedenfalls, Peer, der Chef, kam später raus, und fragte, wie es uns so gefällt. Ich war grippal, schlechtgelaunt und ungnädig und beschwerte mich über die schlechte Bedienung. Da fing er an zu weinen und zu greinen, hatte aber immerhin den Anstand, erstmal eine Flasche Champagner zu holen, was wiederum den Glam sehr begeisterte, und in späterer Folge zu eben jenem Hosenverlust führte.

Aber ich bin auch unglaublich erleichtert, daß das jetzt zu Ende ist. Die Sendezeit lag so ungünstig, daß man weder vor- noch nachher noch einen Film oder eine Serie reinquetschen konnte, und ich so auf Rumzappen beschränkt war. Und da fühle ich mich unglaublich infiltriert vom Privatfernsehen, sah diesen ekligen Lederhäutigen arme doofe Teenager runterputzen, schlimmste Comediens unlustige Sachen tun, und hätte bei den RTL-Nachrichten sogar um ein Haar z.B. das mit Ägypten verpaßt. Mal abgesehen davon, welchen Teil der Gesellschaft man da ungefragt dauernd präsentiert bekommt. Oder ist Deutschland wirklich so?

Ab heute jedenfalls nur noch selbst oder von Glam ausgesuchte Serien, Serien und Filme – bis es hoffentlich in einem Jahr wieder zwei Wochen slummen gibt.

Harter Ton

Neulich ein Auto vor mir gehabt, von einer Hausverwaltung, bewarb die gleichnamige Website: www.dominanz2000.de.
Was ein glücklicher Name für den wohl beklopptesten “Dienstleistungs”bereich ever!

Wollnwer da nicht nen Mieterselbsthilfeverein gründen, vielleicht www.aufdiefresse3000.de?

Irgendwo dazwischen

Tut mir ja auch leid, Herrschaften, vielleicht bin ich schon in der vorgezogenen Winterstarre, jedenfalls schmolle ich den Rest der schönen Tage so ein wenig von der Seite an.
Obwohl die sich durchaus noch Mühe geben:

blauewinde

nachtkerze

Aber was nützt einem die duftendste, leuchtendste Nachtkerze, wenn es abends schon zu kalt ist, um ihr Gesellschaft zu leisten?
Ansonsten flitzen die Tage vorbei, alles ist ganz ok und mein Hirn und Herz sind leer, abends simulieren die Walkers mir ein volles rundes buntes Leben, und sonst ist nix, deswegen erscheint hier so selten was. Wirdschonwiederwer’n.