Archiv für den Monat: Februar 2008

Chinesisches Roulette

Heute mal ein Versuch in Audience Participation: Wir spielen Chinesisches Roulette (auwei, da könnte ich gar nicht mit umgehen, wenn jetzt keiner mitspielt, ein großes Wagnis für mich…)
Und es ist jetzt gar nicht so dumpf, das Spiel, hat Herr Fassbinder immerhin schon mal einen Film draus gemacht. Gespannt, ob es hier auch so zur Sache geht ;-)

Also: Beantworten Sie mir doch folgende 5 Fragen zu meiner Blogpersona, und keine Hemmungen oder falsche Scheu, bitte:

1. Wenn ich eine Blume wäre, welche Blume wäre ich?

2. Wenn ich ein Film wäre, welcher Film wäre ich?

3. Wenn ich ein Land wäre, welches wäre ich?

4. Wenn ich ein Möbelstück wäre, weches wäre ich?

5. Wenn ich ein Lied wäre, welches wäre ich?

So, und jetzt bin ich gespannt.

Uch, fällt mir grade ein, das könnte ja ein Stöckchen werden. Also, wer mag, mitnehmen und weitermachen, Fragen können selbstverständlich ausgetauscht werden. Madame Larousse vielleicht? Herr Rob, möglicherweise? Herr Basti, damit er nicht nur trocken Möhren essen muß?

Die Sterne sind frigide

… äh platonisch.

Ein LangzeitSspekt meines Horoskops; gültig bis Ende Januar 2009:
“Vielleicht erleben Sie unter diesem Einfluß eine so ideale, spirituelle Liebe, daß Sie beide sich nicht sexuell begegnen, sondern eine rein platonische Seelengemeinschaft vorziehen, weil Ihnen eine solche besonders vollkommen und lauter erscheint”

Na toll.

Whatever happened to good old FICKEN!?

Mehr Haar!

Und wenn wir schon mal dabei sind:

Kann nicht mal jemand der armen Frau Simonis ein Haarteil schenken?
Es hat mich gestern abend wirklich gotterbarmt, vorm Fernseher.

Ich sach ja, heute ist hier Twittertag! Schade, daß ich gleich arbeiten gehen muß, sonst würde ich mal testen, wieviele Beiträge man an einem einzelnen Tag so unterkriegt)

Itch’n Scratch

Außerem habe ich ein großes Jucken an mittlerweile entzündeten Stellen überall am Körper.

Dachte erst Allergie oder so.

Aber ist wahrscheinlich simpler: Am Wochenende war hier ein Hund zu Besuch. Es sind wohl Flöhe.

Wie der Scheißköter heißt? Lucky!
Scheißname! Für so nen Köter.

(Ob ich doch wohl besser mit Twittern anfange?)

Weiß jemand wie man unschuldig empfangene Flöhe los wird?

…muß freundlich sein!

Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, lange nicht ausprobiert, aber früher, als ich noch ein Sexualleben hatte, setzte bei mir immer ein saublöder Mechanismus ein:

Wenn ich jemanden besonders attraktiv fand, setzte bei mir sofort eine komplette Unentspanntheit ein. Die Objekte der Begierde fixierte ich mit grimmigem Blick wie einen Schmetterling auf einer Nadel im Schaukasten, so daß es vorkam, daß das Objekt mich dann völlig verunsichert fragte, was denn los sei, und ob er mir was getan hätte, daß ich ihn so böse angucke.

Ein besonders attraktives und charmantes Exemplar meinte ich einmal wohl verbal so sehr auf meine (vermeintliche) Größe zusammenstutzen zu müssen, daß er heulend die Runde verließ.

Keine Frage, nicht die beste Strategie für ein reichhaltiges Sexleben….

Kann also sein, wenn ich Sie mal brachial grimmig anschiele, daß ich Sie sehr scharf finde.
(Gilt aber nicht für Polizisten, Busfahrer, bekloppte Radfahrer, CDU-Parteimitglieder und renitente Meckersenioren!)

Auf’n Sack

Manchmal gehe ich mir selber ganz schön auf den Sack mit meinen gesammelten Selbstbespiegelungen und Irrelevanzen hier.

Nur, daß Sie das wissen, wenn Sie hier mal genervt sind. Geht mir genauso.

Ich müßte vielleicht mal mehr in die Welt hinaus gehen. Wenn ich mal Lust habe.

Triumph im Frühling

Ich bin eine Tulpe! Und nicht irgendeine! Nicht irgend so eine Loser-Tulpe, sondern eine TRIUMPH-Tulpe, doh! Weisse Bescheid!

tulpe

In rosa mit weißem Rand, wenn das nix ist!
Und auf jeden Fall hübscher als dieses spuckhäßliche Bäumchen von neulich.
Gefunden von Herrn Glam im Frühling

(Irritieren tut mich allerdings die Schreibweise von ‘Stricke’ – ein weiterer geheimer Hinweis, daß ich doch besser als Strickblog weitermachen soll? Dabei bin ich doch ein Blümchenblogger…)

Die bloggen also Berlin

oder: Der Haupstadtblog und die freiwillige Selbstbeschränkung

Ich bin ja manchmal reichlich naiv, scheint mir. Vor einer Woche hatte ich eine kleine Kritik zum Hauptstadtblog
geschrieben, zwar hier und dort spitz und deftig formuliert, aber wohlwollend konstruktiv gemeint, und bei den meisten Lesern auch so angekommen. Ich forderte im Wesentlichen mehr Mut, weniger Biederkeit und Seriosität und einen erweiterten Horizont. Dargestellt hatte ich das am Mangel von z.B. Berlinaleberichterstattung, der verkürzten Blogroll und im (satirischen?) Aufweisen der zentralen Themenkreise.

Im Hauptstadtblog selbst wurde offiziell gar nicht reagiert, außer in einer oblicquen Eröffnungsbemerkung in einem Beitrag zur Berlinale, der sich -ausgerechnet – mit Ulli Zelle, dem Abendschaumoderator, auf dem roten Teppich befaßte. Mehr auf den Punkt hätte ich es nicht bringen können, den Vergleich hatte ich in meinem ursprünglichen Artikel auch vorgesehen, aber gestrichen, weil er mir zu gemein schien.

Klick- und Besucherzahlen indes steigerten sich auf das 3fache meiner normalen Besucherzahl, darunter viele wiederkehrende IP-Adressen, zeigte mir mein Blogcounter, es gab also offensichtlich Interesse. In den Kommentaren reagierte man weitgehend konstruktiv und einsichtig, wenn auch zum Teil unentspannt.

Was sich hinter den Kulissen tat, war eigentlich spannender, einige, und nicht wenige Mails verschiedenster Absender erreichten mich, deren Inhalt ich hier leider nicht wiedergeben darf, weil um Vertraulichkeit gebeten wurde. Sagen wirs so, es scheint einen gewissen Leidensdruck zu geben hinter den Kulissen.

Zurück zu den Fakten, wir fassen zusammen:

  • Der HSB hat ein Autorenproblem, zu wenige Autoren müssen den größten Teil des Contents stemmen, und keiner kriegt Geld dafür, alle haben auch ein Leben zu führen, Arbeit, Studium usw. D’accord, wir sind alle nur Menschen.
  • Mir wurde eine (unberechtigte) Anspruchshaltung vorgeworfen. Ich ging in mich und suchte, wo die wohl her kommt. Muß wohl am Titel des HSB liegen, da steht: Hauptstadtblog – die bloggen Berlin!
  • Man hat Angst vor den eigenen Kommentatoren (Selbstauskunft: “20 regelmäßige Kommentatoren, die da zum Teil ihr sehr eigenes Ding fahren”), und macht diese dafür verantwortlich, daß bestimmte Contentrichtungen aufgegeben wurden. Allerdings finde ich, daß es immer wieder sehr widerwärtige Kommentare im HSB gibt, ich würde jedoch grundsätzlich immer allen Kommentatoren zugestehen, ihr eigenes Ding zu fahren. Der Umgang mit ihnen scheint mir jedoch auch zum Teil sehr unentspannt, ich denke, laut (aus)lachen wirkt auf Dauer wesentlich deeskalierender als stetiges gouvernantenhaftes Maßregeln. Und zur Not gibts ja auch noch Löschen und Sperren.
    Jedenfalls finde ich, wer aus Angst vor Kommentaren auf Content verzichtet, der ihm am Herzen liegt, hat schon verloren.
  • In der Tat gibt es das Problem, daß ein Teil der Leser seriöse journalistische Artikel erwarten, andere wie ich auch gerne mal polarisierendes, auch polemisches gerne hätten. Ich bleibe der Meinung, daß man dies durch entsprechende optische Kennzeichung, Unterteilung in Rubriken oder ähnliches durchaus abbilden könnte.

Es gab auch Konstruktives:

  • Hingewiesen wurde auf die ehemals vorhandene Möglichkeit, externe Artikel einzubinden, die klar als externer Content zu erkennen waren. Dies würde doch helfen, ein breiteres Spektrum abzubilden, als die Blogger vm HSB können oder wollen, fast ganz ohne Mehrbelastung
  • Nicht nur ich sprach mich für eine wieder wesentlich erweiterte Blogroll aus (und nein, es geht mir hier nicht um einzelne Blogs oder Personen). Auf diese Weise kann man per Link ebenfalls einen weiteren Horizont öffnen und Vielfalt erzielen, die man aus eigenen Mitteln nicht bewerkstelligen kann . Ein Grund für eine Selbstbeschränkung leuchtet mir hier nicht ein.

Joh, ich hab lange überlegt, ob ich mich überhaupt noch einmal in die Arena werfe, und dies wird mit Sicherheit meine letzte Äußerung in der Richtung sein. Ist ja auch letzten Endes nicht meine Baustelle.

Der Grund, dies nochmal aufzugreifen, ist eigentlich nur der, daß ich mich über den Verlauf der Diskussion einfach geärgert habe.

Mir wurde vorgeworfen: “Ich meine, leider warst selbst Du nicht in der Lage Deine Kritik dort anzubringen, wo sie am richtigen Ort gewesen wäre: bei uns im hsb in den Kommentaren.”
Hmh – zum einen meine ich, daß ich schreiben kann, wo ich will, zum anderen werfe ich das einfach mal ganz frech und ungeniert über den Zaun zurück:
Lieber Hauptstadtblog, warum hast du dann nicht auf die Diskussion hier verwiesen? Oder noch besser, warum hast du nicht im eigenen Forum die Diskussion aufgegriffen? Das einfachste wäre doch gewesen, deine eigenen Leser zu befragen!? Eine Umfrage, eine Abstimmung, was wollen die Leser, oder fehlt es dafür an Mut und Offenheit?

Die Sterne lügen nicht – sind aber evtl. farbenblind

“Sehr viel wahrscheinlicher ist dagegen, daß Sie Geld für Gegenstände ausgeben, die Ihnen besonders schön vorkommen, die aber von den Mitmenschen als zu auffallend, als grell-bunt empfunden werden. Deshalb sollten Sie mit Gegenständen aufpassen, die in nüchterner Stimmung Ihren eigenen Geschmack beleidigen würden.”
(von heute)
Wie wahr, wie wahr, das könnten die eigentlich jeden Tag bei mir einstellen.
Beruhigend aber zu wissen, daß ich nichts dafür kann.
Und gut, daß ich heute keine Zeit fürs Shoppen habe.

geschwellte Brüste

Warum sagt man eigentlich “mit vor stolz geschwellter Brust”, wenn man bei mehreren Menschen in ebensolch erregtem Zustand nicht sagen kann “mit vor Stolz geschwellten Brüsten”?

Und muß es nicht “geschwollen” heißen?
Oder ist das wieder das Dings mit transitiv und intransitiv, das ich trotz oder wegen 22 Semestern Germanistik (größtenteils geschwänzt) nie verstanden habe?