Archiv für den Monat: Mai 2013

Shake it out

Na toll, jetzt gehen hier alle Rosen auf, und dauernd sturmregnet es drauf, und dann hängen sie. Bedrohlich.

Und ich muß dann aus jeder einzelnen Rosenblüte den Regen rausschütteln.
Rosenschüttler, that’s me.

Such a Perfect Day

Oh, it’s such a perfect day
I’m glad I spent it with you
Oh, such a perfect day
You just keep me hanging on

(Lou Reed, Perfect Day)

So einem wundervollen Tag wie gestern gehört einfach ein Denkmal gesetzt – ein wahres Geschenk von einem Tag, ein herrlicher Sommertag zwischen windigen kalten Maitagen, extra für uns, damit wir die große Spargelsause auf der Terrasse zelebrieren und nicht in der Küche abhalten mußten. Eigentlich hatte ich ja Angst, daß 3,5 Kilo Spargel nicht reichen für den Gläm, die Koma, das Ninchen und mich, aber dann war auch noch genug da für Glämmies großartigen kalifornischen Couchie, der kleben blieb (was ein Kompliment, wenn der Spargelabend einem Besuch im Lab vorgezogen wird! – mal abgesehen davon, daß Spargelessen vor dem Lab vielleicht nicht die beste Idee ist, es sei denn – oh well…) und Herrn Koma, äh, ich meine natürlich: den Grafen - der kommt jetzt die Gattin immer abholen bei mir, seit er weiß, in welchem Zustand sie immer aus meinem Haus fällt.

Alles stimmte, die Gesellschaft, das Essen, Tonnen frischester Spargel aus dem Backofen, Komas großartige Hollandaise (immer spannend in der Herstellung) und so nebenbei zaubert die Frau auch noch ein phantastisches Rhabarber-Crumble mit Merengue aus der Hüfte. Reichlich Wein und Mirabelle unter dem Blauregen – just the perfect day!

Nicht einmal, daß die Entourage in meinem klapprigen Aufzug steckenblieb, trübte die Freude des Abends – zuerst konnten wir die Tür nur so einen Spalt weit öffnen, um eine Lage Eau de Vie zur Überbrückung zu reichen, aber dann gelang uns doch eine Befreiungsaktion, so daß keiner im Aufzug schlafen mußte.

Wohlsein!

Jetzt ist so eine Zeit, wo man eigentlich die Straße küssen möchte, so schön ist die Stadt jetzt – angenehmes Wetter, alle Menschen sehr entspannt, alles frisch und grün und üppig und voller Versprechen von Wohlsein und Gutgehen – ich habe jetzt nicht wirklich den Vergleich, aber genau das und diesen Monat verbinde ich sehr mit meinem Berlingefühl.

Vergessen die Erschöpfung, das Gulag-Gefühl von – ja es ist erst knapp 4 Wochen her, wo der emotionale und auch körperliche Dispo komplett überzogen war und nichts mehr ging. Da fällt es fast kaum ins Gewicht, daß nicht nur mein Hauseingang sondern mittlerweile die gesamte Schlesische Straße einfach nur noch heftig nach Easyjetfeiertouristenpisse stinkt, daß einem die Augen tränen. Fast.

 

Blondinenschicksal(e)

Ich mag ja sehr, wie mein Bettfriseur meine Haare nachts mit so einem Großvolumen versieht, so daß es morgens aussieht, als hätte ich mit riesigen Lockenwicklern geschlafen, ein bissel so wie Brigitte Bardot in den 60ern.

Was ich dagegen gar nicht so mag, ist, was mein Bettvisagist nachts mit meinem Gesicht anstellt – sehr wie Brigitte Bardot, aber heute. Hmpf!