Archiv für den Monat: April 2015

Leseempfehlung Häuserkampf: Stadt als Beute

Ein sehr ausführlich recherchiertes Dossier zum Ferienwohnungsmarkt im Tagesspiegel. Sehr informativ und erschreckend, es ist alles noch fieser als ich dachte.

Naiv war ich wohl auch, bisher war ich hin- und hergerissen, weil ich dachte, ein paar Leute haben eben ein paar Wohnungen und es bleibt aber mehr der weniger ein ärgerliches Privatphänomen, aber daß dahinter eine echte fiese Aufkauf-, und Entmiet- Investmentindustrie steckt, schockiert mich zutiefst.

Stadt als Beute.

Hello Gorgeous!

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(Wie gut, daß ich den blühfaulen Blauregen vorletztes Jahr ganz hartherzig ersetzt habe – wer keine Miete zahlt, fliegt!)

Wann hast du das das letzte Mal erlebt, daß du nach acht Stunden Rackerei so zufrieden und mit Erfolgserlebnis auf das schauen kannst, was du getan hast? frage ich Freundin I., als wir mit wehen Knien und schmerzenden Rücken beim Bier in der letzten Abendsonne sitzen, verschwitzt und von oben bis unten mit Sandboden bedeckt.

Sie hat sich ein 400-qm-Grundstück mit klitzekleinem Häuschen im Umland am Waldrand gekauft, und nachdem die 3 Blautannen und die 3 Meter hohe Thujahecke gerodet waren, die nicht einen Sonnenstrahl auf den Boden ließen, war sie nicht nur leicht erschreckt über die Steppe, die sie sich da angeschafft hat, und sie war nicht nur leicht überfordert damit, sich gärtnerisches Wissen im Internet anzulesen.

Leichtfertig zugesagt, ihr den Garten zu planen, war ich dann auch nciht nur leicht überfordert damit, der Wüste eine Struktur zu geben. Die fast 50 gekauften Bäumchen und Sträucher sahen noch so einem kleinen Tropfen auf heißen Stein als, wie sie nach der Lieferung hinter dem Haus zusammenkauerten.

Acht Stunde später sind alle versenkt und ganz ganz leicht läßt sich jetzt erahnen, wie es werden wird – das große Staudenbeet kommt dann Ende Mai.

(Und eigentlich war das das Letzte, was ich mir für einen Samstag nach zwei kreuzbrecherischen Wochen Feldherrenwochen im Job gewünscht hatte, aber es war gleichzeitig auch das Beste, was ich mir antun konnte.)