Archiv für den Monat: Juli 2014

Spindluder treiben

Nu will ich ja kein Party-Poop sein, weil ich bin ja auch Weltmeister jetzt, gewissermaßen, auch wenn mir das weitestgehend komplett egal ist, aber ich hätte mal folgende Frage:

Wenn, sagen wir mal, Westerwelle oder Wowereit Bundeskanzler wären (Gott oder werweißich bewahre), jedenfalls nehmen wir das mal an, könnten die dann auch so unkompliziert und herzlich und distanzlos in die Umkleide der Weltmeister?

Wenn es nicht eine gar nicht mal so alte aber ältliche Frau als Kanzlerin wäre, der man nicht so viel Sexualität assoziiert? (Und wer weiß, vielleicht ist sie ein Tier zuhause…)

Ich glaub da wären die Trikots aber sowas von schnell wieder an und die Stulpen wieder hochgeschoben, und die Hände immer schön da, wo man sie sehen kann, Herr Bundeskanzler!

Too much of a good thing…

… is just more of a good thing.

Trotzdem bin ich froh, heute ganz normal einfach nur ins Büro gehen zu dürfen, auch wenn mir davor graut, richtige Klamotten anlegen zu müssen.

Freitag extra für den See frei zu machen war genau die richtige Entscheidung, und so ist das Wochenende ein Blur aus glitzerndem Schlachtensee, herrlichen Abend- und auch sonstigen Essen, Cabriofahrten rabenblau oder auch nicht, gefühlten alle 2 Stunden Schlauchboote aufpumpen, allerbester Gesellschaft, Pornomännern auf heißen Straßen und kühlen Seen und schlaflosen Nächten bei 35 Grad. Sommer eben!

Jetzt braucht die Haut eine Sonnenpause, die Haare eine Drinlaßkur, die Leber eine kleine Reha und die Wampe einen leichten Salat, vielleicht mit etwas Hühnerbrust.

Krönender Abschluß gestern Abend Dolly Parton – was eine großartige Person! A benevolent parallel universe! Und was ein Konzertjahr – John Grant im Februar, vor zwei Wochen Blondie, gestern Dolly, und im September: KATE BUSH!

Jeder sein Päckchen

Gestern sehr tapfer gewesen. Vorher schwerstens bis halb drei auf dieser reizenden Partnerfirmenparty auf dem Badeschiff versackt, und trotzdem früh aufgestanden und zum Badminton, und da super gut gespielt. Ich hab eh den Eindruck, Auto fahren und Badminton gehen am bestem auf (Rest-)Alkohol.  Jedenfalls, den Kater hatte ich schön weggespielt, oder es waren dann doch die 2 Ibus, die reingehauen haben.

Sogar dann noch im Büro bella figura gemacht und viel gerissen, zugegeben, mit kleinen Äugelein.

Ich weiß nicht wie es bei Ihnen ist, ich bin übernächtigt (komisch, sollte das nicht eher unternächtigt heißen?) und verkatert am nächsten Tag meistens irgendwie rallig. Und so begab es sich, daß gestern an der Ampel einer dieser wunderschönen metrosexuell gepflegten Araber vorbeilief, mit sehr enger Hose, die aber unglaublich gut gefüllt aussah. Ein echtes Paket. (Yep, so billig kann man sein. Ich jedenfalls.)

Worauf mein Stammhirn ganz ohne sonstiges Zutun mit leider sehr äuffalligem geiferndem  Blick reagierte, ich glaube auch, daß über meine Lippen ein stummes, aber lesbares Oh My God! fleuchte. Wobei mich der junge schöne Mann aber sowas von ertappte, worauf er furchtbar lachen mußte, als er vorbei ging.

Und im Rückspiegel sah ich noch, wie er auf einmal einen besonderen Schwung in seinen Gang legte – looks like we’ve made each other’s day!