Archiv für den Monat: April 2010

HDS, SHDK!*

*Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner!

Am Samstag stand ich in der Reichenberger und heulte fast vor Wut. Das kleine Haus, das dort neu gebaut wurde, und um welches ich Tage, ach Wochen herumgestreunt bin, weil es ein Dachgeschoß hatte, in das ich mich sofort verliebte, ist jetzt fast fertig, teilweise schon bezogen, und auch schon mit Farbbeutelklecksen beschmiert, wie es sich in Kreuzberg so für alles gehört, wenn es nicht ein Haufen Hundescheiße ist.

Es war mein Traum, gut, die Wohnung vielleicht 10qm zu klein, aber dafür 40(!) qm Dachterrasse, Süd-West, einmal um die ganze Wohnung rum. Das war zeitgleich, als meine Finanzberaterin mir empfohl, mir eine Wohnung zu kaufen, obwohl ich eigentlich nicht genug Geld dafür habe, aber was sie mir vorrechnete, war überzeugend.
Jedenfalls, man nimmt ja nicht gleich das Erstbeste, und so mäanderte ich wochen-, monatelang drumherum. Bis es jemand anderes gekauft hatte.

Stehe ich also da und heule fast vor Wut, gleich um die Ecke vom Glam, eine schöne Straße, und die Idioten da oben haben noch nicht mal Bäume und sowas aufgestellt auf MEINER Terrasse.

Sonntags sitze ich ungehauer frustriert in der Sonne auf meiner zwar wunderschönen, aber eben nicht 40qm großen Terrasse, und denke, Moment, die Bank hier, die Stühle da, den Tisch hier, da kommt der Bambus hin und die Kletterrose dahin und so weiter.
Ich weiß nicht, wie das funktioniert hat, aber jetzt ist die Terrasse optisch doppelt so groß, ich habe zwei Sitzecken mit jeweils Sonne morgens, Schatten abends bzw. umgekehrt, mit jeweils einer anderen Aussicht obendrauf.
Und was man auch unbedingt braucht, ist ein, zwei ungemein stark duftende Pflanzen, mit denen man es im Zimmer nicht aushalten könnte, ich empfehle Jasmin und Gardenien, es ist so wunderbar, wenn abends immer mal so eine kleine betäubende Duftwolke vorbeizieht.
Ach ja, und einen netten kleinen würzigen spanischen Weißwein auf Eis, wenn man schon in der prallen Sonne so schwer herumräumt.
Abends war ich dann sehr entspannt und wieder sehr, sehr glücklich.

Bestseller

Eine Ex-Schwiegermutter, ordentlich esoterisch verblasen, hat mir mal das hübsche Buch “Wünsche ans Universum” geschenkt, das ich natürlich ungeöffnet mit spitzen Fingern gleich wieder dem Universum, bzw. in Berlin heißt das BSR, zurückgegeben habe.

Ich hab nämlich eine bessere Idee, ich schreibe “Beschwerden ans Universum” das wird bestimmt ein Kracher!

Immer noch nix!

Wenn es nicht das Gegenteil davon wäre, dann wäre es schon beeindruckend, wie wenig ich dieser Tage denke oder fühle.
Da ist es ja schon fast ein Geschenk, der gewaltige Hexenschuß von Samstag, aua aua aua. Und dann die lustigen nebeneffekte, wenn man dann mal husten oder niesen muß, und es fährt einem in den Rücken. Naja, Hauptsache man spürt sich.

Nippel! oder: Leere Versprechungen

Der Herr Glam hat, ich hoffe ich verrate jetzt nichts ungebührliches, eine kleine Faszination mit den Nippeln von Brendan Fraser. Weswegen ich jetzt eine kleine Reklamation habe.
Ich habe gar nichts gegen Nippel einerseits oder Brendan Fraser (der dreht immer so spassige, wenn auch nicht besonders anspruchsvolle Filme und ist ganz sexy in einer comic-haften Art) und demzufolge also auch rein gar nichts gegen die Nippel von Brendan Fraser, deswegen wollte ich mir die doch auch mal angucken.
Herr Glam gab mir damals die Mumien-Trilogie mit, und siehe da: kein Nippel. Ostern brachte er mir dann “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” mit dem Verweis, je näher Brendan zum Erdmittelpunkt kommt, desto mehr entledigt er sich Kleidungsschichten. Und es ist zumindest wahr, daß man sogar im Pulli Brendans anscheinend dauererigierte Nippel ausmachen kann, und es gibt viel zu sehen im Film, wie heiße Lava, leuchtende ausgestorbene Vögel, Dinosaurier und Palmfarne, aber: keinen einzigen nackten Nippel oder Noppel, weder von Brendan noch von sonst jemand.