Archiv für den Monat: Juli 2009

Muß ja nicht

“Derjenige, der wirft, muss auch fangen.”
Hat der wunderbare, leider verschollene Herr Spango heute vor x Jahren über einen Mutterbeziehungsbeitrag kommentiert.

Und grade festgestellt, daß ich an diesem Tag in allen 4 Jahren Blogbestehen fleißig was geschrieben habe, also muß ich heute nicht ran.
Lesen Sie doch einfach währenddessen mal die alten Sachen, die kennen Sie nicht oder haben sie vergessen – es gibt dafür unten rechts extra die Knöppe “heute vor x Jahren”, bedienen Sie sich!

Stadt der Blinden – Blindness

(Nein, kein Text über Radfahrer in Berlin)

Stellen Sie sich vor, es gibt eine neue hochinfektiöse Seuche, die sich rasant verbreitet, man erblindet, aber nicht so Black-out, mehr White-Out.
Die Regierung interniert die Betroffenen in einem verlassenen Krankenhaus, darunter auch die nicht erblindete, anscheinend immune Julianne Moore, die ihren Ehemann (Marc Ruffalo, hach) nicht allein lassen will.
Die Anstalt hat kein fließendes Wasser, und die Orientierungs- und Hilflosigkeit der Insassen läßt sie schnell zur Kloake verkommen.
Essen wird täglich in Kartons geliefert, jedoch ist die Anstalt sehr schnell sehr überfüllt und es entstehen Machtkämpfe um die immer unzureichenderen Rationen. Ein ehemaliger Barmann (Gael Garcia Bernal, hach) erhebt sich zum Führer von Station 3, schließlich hat er eine Knarre, und so überfüllt, wie der Laden ist, trifft man auch als Blinder immer irgendwen.
Also müssen die Gefangenen der anderen Stationen zuerst ihre Wertgegenstände gegen das Essen eintauschen, das von Station 3 beschlagnahmt wurde, und als die Wertgegenstände alle sind, müssen die Frauen sich gegen Essensrationen für ihre Gruppe vergewaltigen lassen, bis eine zu Tode kommt.

Die Internierungsstrategie der Regierung ist längst gescheitert, auch draußen sind alle erblindet, so daß bald gar kein Essen mehr kommt, und in der Anstalt eskaliert die Situation der Blinden weiter, so daß bald der einzige Trumpf, die einzige Sehende, Initiatve zeigen muß.

Ein sehr intelligenter Endzeitthriller, der mit seiner Versuchsaufstellung intellektuell immens stimuliert, großartige Schauspieler bis in die Nebenrollen, und dazu noch spannende Unterhaltung – Ansehen!

Hier gehts zum Trailer

Heißer Termin…

Puh, wie soll ich das überstehen, schon 25° am Morgen, und dann später noch im Büro ein Termin mit diesem überaus reizenden (und auch wichtigen) Geschäftspartner.

Gutaussehend ist er, groß, stramm, freundliches und bestimmtes Wesen, in den ganz offensichtlich allerbesten jahren. Beim letzten Termin war es genauso heiß, und er überraschte mit Shorts an starken Schenkeln, einem bis zum Bauch aufgeknöpften Hemd, aus dem die dunkle Brustbehaarung auf gutgeformter und gutgebräunter Männerbrust hervorlugte, und mit seinem unbezähmbaren schwarz-melierten Haarschopf und seinem wachen Blick wirkte er, als ob er extra gekommen, um mich zu einem wilden Abenteuer zu entführen.

Was ein Pech, daß er gut verheiratet und mehrfacher Vater ist.
Ich werde mich vorher in Eis packen müssen, und an lauter schlimme Sachen denken vorbereitend, damit der Termin nicht wieder so peinlich verläuft wie letztes Mal.
Oder er hat was gelernt und kommt heute hochgeschlossen. Muß ihn ja auch nerven wenn er alles 3x wiederholen muß und ich wie eine verträumte Kuh glotze.

Edit: Sieht so aus als ob es gleich gewaltig schüttet. Vielleicht kommt er ja auch noch tropfnaß an – im weißen Hemd am besten – uuuuuaaaah!

Entwarnung: Die Erregung lag wohl doch mehr einem gewittertemperaturbedingten Hormonstau als sonstewas zugrunde… ;-) Es kam keiner zu Schaden. Und cih freu mich drüber, daß ich solcher Regungen – egal wie deplaziert – anscheinend doch noch fähig bin.
Meine Therapeutin freut sich auch, übrigens.

Glücklich

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so sinnlos, grundlos, grenzenlos, massiv glücklich war wie in diesem Moment gerade eben in der Küche.
Obwohl oder auch vielleicht weil nichts besonderes passiert ist ganz, wer weiß, wen interessierts, einfach hier, jetzt und eben – eben.

(Knoten ins internetz, für mich zur Erinnerung)

Dankbar

Hach, wie schön, wenn Menschen einem eine Organisiererei abnehmen, die man ganz besonders haßt – in diesem Fall Urlaubsplanung, ein Haus auf dem Darß, eine ganze Woche nur für mich und meine Gäste, samt Verhandlung mit dem etwas seltsamen Hausherrn. Ich genieße sowas.

Und die großartige Augusta macht das, als ob es selbstverständlich sei, ich glaube, weil ich ihr vor vielen vielen Jahren mal einen Gefallen getan habe, den sie nie vergessen hat. (Aber ich, ich hatte es vergessen.)