Archiv für den Monat: März 2008

Österreich…

… 70 Jahre und zweieinhalb Wochen später, und nix gelernt:

anschluss

Dabei weiß man doch, daß nix im Leben umsonst ist! Tsts.

(Ich gebe zu, der ist von ganz ganz unten. Konnt ich mir aber nicht verkneifen. Wir haben uns jedesmal totgelacht, als wir dran vorbeikamen. Verzeihen’s, bittschön.)

Edit: Und kaum bin ich schon mal dort, hab ich schon die ersten Suchanfragen am ArschHals: “Donauinselfest ohne Höschen”. Doll.

Wech

Keine Sorge, ich bin nur mal 4 Tage wech, bin nach Wien eingeladen, da war ich noch nie.
Wie immer irre schlecht gelaunt, wenn ich verreisen muß, aber wird dann doch immer schön.
Nur ein ein bissel schlechter Zeitpunkt zum Verreisen. Naja, vielleicht ist es auch ein guter, um den Kopf frei zu kriegen, mal sehen.
Dann sag ich mal leise ‘Servus’, bis dann!

Kündigungskunde

Das mit der Kündigung von letzter Woche, egal wie grundsätzlich erfreulich, ist ja nicht ganz so einfach, es hängen ja auch Arbeitsplätze daran.
Um genau zu sein, 3 mal Vollzeit in der Außenstelle, ein bis anderthalb in der Verwaltung, und 4-6 Teilzeitstellen in der Zentrale.
Natürlich will ich niemanden entlassen, obwohl wir im Sommer kaum Einkünfte haben.
Das heißt, ich muß jetzt möglichst viele von den Kooperationspartnern aus dem Geschäft ins eigene Boot kriegen, neue Kunden an Land ziehen, und neue Arbeitsfelder auftun für die Betroffenen.
Und natürlich hart und schlau die fetteste Abfindung aller Zeiten verhandeln, um alle über den Sommer zu kriegen.
Na, mal sehen, was der Anwalt heute sagt.

Falsch verbunden

Schon seit Tagen bekomme ich teils lüsterne, teils nette Zuschriften von kontaktfreudigen “Sie”s aus Süddeutschland, die mich unbedingt kennenlernen wollen, und total begeistert sind von meiner Anzeige. Auch einer gemeinsamen Zuknft steht anscheinend nichts im Wege.

Naheliegend war erst einmal Spam und Emailfishing, aber dafür waren die Mails dann doch zu echt im Ton. Und auch nicht aus Russland oder Ghana.

Jetzt hab ichs rausgefunden, in einem süddeutschen Stadtmagazin hat ein junger Bursche inseriert:

“Ich süßer Bengel – 30 J. 172 cm schlank studiert humorvoll reiselustig und für jeden Spaß zu haben. Suche Dich süßen Engel der mich mit seinen Augen verzaubert: NRin 2531 J. bis 170 cm sportlich attraktiv intelligent unternehmungslustig zum Kuscheln und die Welt entdecken. Bild wäre toll XXX@gmx.net”

Die Emailadresse war meine, eine ganz alte, seit Jahren nicht benutzte. Ob er jetzt sehr traurig ist, daß sich so gar niemand bei ihm meldet?

Edit: Ultimonativ meint, ich soll die Zeitung kontaktieren, hat er eigentlich recht.
Oder Frau Feinstrick meint, ich soll die Frauen weiter vermitteln. Irgend jemand Interesse an blonden sportlichen Um-die-30-Jährigen aus dem süddeutschen Raum?

17 Millimeter

… und wenn wir schon dabei sind, können wir auch gleich noch die Fotokiste durchsortieren.
Macht jetzt auch keinen Unterschied mehr. Leider ist der Campari-O jetzt alle alle. Britt?

On the Upside: bis auf 1 (na gut, anderthalb) sahen alle meine Exe wirklich gut aus. Die würde ich alle wieder nehmen.
Und, so im Retrospekt, sah ich selber früher auch wirklich gut aus, fast scharf.
Schade, daß ich es damals nicht gemerkt habe.

Daß es gut war, wie es war,
das weiß man hinterher,
daß es schlecht ist, wie es ist,
weiß man gleich.
17 Millimeter fehlten mir zu meinem Glück
und schon warfs mich meilenweit zurück

Schnauze, Hilde, hast ja Recht.

Giftschrank

Kardinalfehler.
Beim ersten Kaffee rief der Kramschrank danach, geräumt zu werden, eifersüchtig wegen der Aufmerksamkeit, die der Kleiderschrank bekommen hatte.
Nun muß man wissen, daß ich persönliche Schnipsel niemals wegwerfe, die kommen in einen Schuhkarton, der, wenn er voll ist, unbesehen fest zugeklebt wird und weggestellt wird. Früher war das einer für ein oder zwei Jahre, der aktuelle hält schon über 10 Jahre vor, weil nicht mal ich so bekloppt bin, meine Emails auszudrucken und dort abzulegen.

Unbesehen, das war das magische Wort. Durchgucken, der Kardinalfehler. Don’t mess with your Giftschrank.
Ermunternde Post von Absendern, an die ich mich nicht erinnern kann. Einladungen von mittlerweile Toten, die ich nicht wahrgenommen habe. Thus quoth the Raven: Nevermore! 50 Euro auch, in einer Geburtstagskarte. Fotos, auf denen ich mich selbst kaum erkenne.

Und die Kopie einer Karte die ich wohl mal jemandem geschickt habe, aber ohne Adressaten, und ohne Jahr. Ich weiß nicht mehr wem und wann und aus welchem Anlaß:

Mein Lieber!
Bedenke: Die Liebe mag zwar daherkommen wie ein Schmusekätzchen, in Wirklichkeit aber ist sie ein gefährlicher Panther. Sie ist schön, geschmeidig, warm und einfühlsam, ihr Fell glänzt.
Aber man muß damit rechnen, daß sie manchmal unerwartet Wunden schlägt oder auch mitten ins Wohnzimmer auf den Teppich kackt.
Das muß man wissen.
Und sich dann wieder dafür entscheiden.
XXX

Da mußte ich kurz bei einem Campari-O (courtesy of Brittbee) innehalten.
Und gleich wird der Karton ganz ganz fest zugeklebt.

Hackfleisch-TV

Eine echte Alternative zu DSDS, TUUVFDSFA-wasweißich, und sicher auch für Splatter-Fans geeignet, vergeßt Real-Life-Soaps, Lost und Prison Break, hier kommt eine neue Dimension:
Hackfleisch-TV

Ich weiß leider auch nicht, ob das ein Kick-Off aus den Vorrrunden von DSDS ist, und die ausgeschiedenen Kandidaten dort ihre mediale Resteverwertung erleben.
Und anscheinend muß man hinfahren, um es dort live auf dem TV zu erleben, schade, daß sie es nicht ins Netz stellen, wäre bestimmt DER Renner.
(via schwadroneuse)

Achso: Frohe Ostern allerseits!

-zig Kilo weniger in nur 4 Stunden!

Karfreitag dreht sich um Schmerz und Demütigung, Dornenkrone und Holzkreuz, Entsagung und so. Stundenlanges demütigendes Zurschaustellen des geschundenen Körpers.

Da ich nur ein Hohlkreuz habe, zog ich gestern beste Freundin Paula Sau dazu, ihrerseits Expertin im Entrümpeln von Messie-Wohnungen und praktischerweise gleich Trödelladenbesitzerin dazu.

Schon lange vorgehabt, und ebenso lange verschoben, war die Entrümpelung des Luckyschen fastbegehbaren Kleiderschranks dran.

In über 4 Stunden mußte der Herr Lucky nackt oder halbnackt über 20 Hosen, ca. 120 Tshirts, 30 Pullis, 60 Hemden, 50 Schlüpper anprobieren. Was sich eben so ansammelt, wenn man das letzte Mal vor 8 Jahren umgezogen ist.
“Die Hose ist sehr schön und sexy geschnitten, aber kriegst du sie auch ganz hoch oder nur bis zu den Knien?”
“Aha, dein Lieblingsschlüpper. Schickes Eierschalebeige, und SOLLEN die Eier raushängen?”
“Aha, das T-Shirt mit der Aufschrift SOLO vom letzten Annie-Lennox-Konzert. An sich schön. Wenn ich dir da eine Borte drannähe, und ein paar Fransen, dann reicht es auch über die Plauze rüber. Vielleicht sticke ich dir dann noch auf die Borte: “Und hier sehen Sie, warum solo!”
“Wenn du bei dem Anzug das Hemd draußen läßt, dann sieht man nicht, daß die Hose nicht mehr zugeht, und wenn du beim Hinsetzen ein wenig aufpaßt, dann kannst du den gut und gerne noch ein paar Jahre tragen.”

Die Ausbeute: 4einhalb blaue Müllsäcke voll Altkleider, und ein wieder begehbarer Kleiderschrank. Und man braucht eigentlich auch nur 3 Hosen, die dann aber passen.
Und irgendwie ist es auch ok, sich einzugestehen, daß man aus ‘S’ herausgewachsen ist.
(Ich hatte das aber auch vorher mit der Therapeutin besprochen, die die Aktion sehr befürwortet hat, steht sie doch auf dem Standpunkt, ich sei gar nicht zu dick, möglicherweise seien meine Klamotten aber etwas zu klein. Ich halte das aber nach wie vor für einen billigen psychotherapeutischen Trick. Das nächste Mal mach ich meine Drohung wahr und zeig ihr meine Plautze.)