Monthly Archives: July 2007

kapert den freitagstexter!

Herrschaften, Sie hatten doch neulich so viel Spaß hier beim Freitagstexter, den ich vor Zeiten mal bei der Weltregierung errungen und in dieses schwule Plüschheim gebracht habe.

Sie haben nun erneut die Schangse, gehen Sie zum Freitagstexter bei der Weltregierung, texten Sie und kapern Sie, der ehrliche Wettstreit könnte nämlich etwas Frischblut gebrauchen, schieben ihn sich dieselben 5 oder 6 Leutchen ansonsten bis Weltuntergang gegenseitig zu.

Mir selber fällt nur grad nix ein. Da müssen halt Sie ran.

we are family

wearefamily

Vorfreude ist die schönste Freude, hat wohl mal jemand gesagt, und das zeigt, daß derjenige keinen blassen Schimmer hatte.

Jedenfalls hat der Herr Lucky ab morgen schon wieder Urlaub, und damit er diese Zeit nicht wieder unnütz, reizarm und desorientiert auf dem Sofa verbringe, hat der liebe Gott eine Familiengala im ganz großen Kreise der buckligen Verwandtschaft verhängt: der 80ste der Luckyschen Matriarchin (nicht rechts im Bild) steht am 5.8. an.

Leider hat ein anderer Gott (die Absprache im Universum scheint nicht richtig zu funktionieren) veranlaßt, daß der Herr Lucky sich gerade mit fachfraulicher Unterstützung mit dieser großen Eiterbeule Mutterbeziehung befaßt.

Real bad timing.

Euch bloggenden und mitlesenden Müttern sei gesagt, daß ihr euch eigentlich keine Sorgen machen braucht. Vom psychologischen Standpunkt könnt ihr eigentlich gar nichts richtig machen. Seid ihr immer für eure Brut da, wird sie später wegen Unterdrückung und emotionalen Mißbrauchs auf der Couch sitzen. Haltet ihr einen gesunden Abstand und sorgt trotzdem gut für sie, dann passiert dasselbe wegen Abwesenheit eines prägenden Elternteils.
Teilt ihr eure Gefühle und Zustände mit der Brut, werden sie später wegen emotionaler Überforderung sitzen, haltet ihr euch kindgerecht zurück, werden sie später in Rollenspielen erlernen müssen, Gefühle zu haben und diese zu demonstrieren.

So gesehen ein echter Scheißjob. Für beide, Mütter und Kinder.

kollektivgedächtnis

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
an einem Sieb.
(Ringelnatz)

Wenn hier irgendjemand glaubt, ich schrübe hier zu Ihrer kollektiven Erheiterung respektive Depriminierung, dann täuschen Sie sich zumindest halb.
Einer der großen Vorteile des Schreibens im Internet ist nunmal die Tagebuchfunktion, oder wissen Sie noch, womit Sie sich beispielsweise am 2. Montag des Dezember 2006 beschäftigt haben? Na eben!

Und so wurde ich durch einen Link in die Vergangenheit beim werten Herrn Pheerce in den Kommentaren an ein wenig ruhmreiches Ereignis erinnert, das ich schon komplett und erfolgreich verdrängt, aber für alle ewige Weltöffentlichkeit dort gebeichtet hatte.
Für mich und alle anderen, die denken, im Hause Lucky käme es nie zu Untenrumhandlungen (irgendwelcher Ausprägung). Und für mich als Memento Mori. Nämlich wie es ausgeht, wenn es dazu kommt.

nice while it lasted

Vielleicht die kürzeste Verliebtheit überhaupt. Anderthalb Stunden. Trennungsgrund: Modem abgeraucht.
Wahrscheinlich zu heftig angetreten, und dann mangels Internetverbindung nicht mehr relativieren können.
Meine Message, die ich gestern geschickt habe, ignoriert der Herr beflissentlich und beharrlich.

Romeo und Julia? Pah, das war gestern.
Mr. Shakespeare, suck on this!

haaaalllllooooo

Sie müüüüssssennn jeeeetzt gaaaaaanz lannnng-saaam mit miiiir spreeeecheeennn, ich haaabe miiir im Schweeeeiiissse meiiinees Aaaangeesiiichtssss eeiiine Deee-Eeef-Üüüü-Veeerbiiinduuunnnggg aannngeeleeegt.

Haaaaauuptsaaachee daaabeeeeiiii!

notstand!

Nach einem überaus reizenden Samstag, den ich zwar äußerst übellaunig begann, einige überaus reizende Menschen getroffen und viel Lustiges und viel Unsinn gemacht.
Einige Erkenntnisse gehabt. Viel Schönheit an mehreren Menschen gesehen, innen und außen. Wußten Sie zum Beispiel, daß Mme. L die schönsten Augen überhaupt hat und wir zusammen ein gutes Paar beim “Toucha – toucha – toUch me, I wanna feel dirty” ergeben? Sie mehr durch die Stimme, ich mehr im, äh, Ausdruck. Mangels Stimme.

Sonntag dann ein willkommener Regentag, perfekt zum chillen.
Herr Lucky tut sich nebenher in der blauen Welt um. Eine Message trifft ein. Theoretisch und praktisch ist Herr Lucky zur Zeit nicht am Inhalt solcher Messages interessiert. Der Profilinhaber trägt zum Schmucke desselbigen eine schmucke Unterhose, was nicht abendfüllend wäre für Herrn Lucky, legt aber der Nachricht einige überaus akzeptable Portraitfotos bei.
Von der ersten direkten Abfuhr läßt sich der Herr nicht irritieren, ein Austausch ergibt sich, dessen Niveau in diesem Medium bisher nicht gekannte Höhen erreicht.

Herr Lucky wächst über sich hinaus, und erzählt dem fremden Herrn von seinen größten Ängsten und Unzulänglichkeiten, die ihn dazu bewegen, solche Anfragen von vornherein abzuschmettern.

Der Herr ist erstaunlicherweise immer noch freundlich interessiert, verlangt aber verständlicherweise weitere Fotos, um sich eine Meinung zu bilden, ob Herr Lucky mit seiner Einschätzung recht hat oder spinnt. Panisch liefert Herr Lucky, das Herz klopft bis zum Hals, denn es hat laut und vernehmlich PING gemacht. PING went the strings of my Heart. Herr Lucky bleibt gespannt auf die Reaktion. Er zittert.

Und dann geschieht das Unfaßbare:
DAS DSL-MODEM RAUCHT AB!!!
KEINE INTERNETVERBINDUNG!!!
HERR LUCKY IST VON DER WELT ABGESCHNITTEN!!!

Auch Stunden wilden Herumprobierens und das Hinzuziehen eines fachmännischen Nachbarns bringen keine Lösung. Außer, daß mehrere Äderchen in Herrn Luckys Gesicht geplatzt sind. In der Seele wahrscheinlich auch.

Herr Lucky möchte sterben. Diesmal für wirklich. Dann kommt er in die Hölle, denn die hat auch bestimmt keinen Internetanschluß. Und keine verständnisvollen Herren in hübschen Unterhosen.

Wenn ick ma tot bin

Wenn ick ma tot bin
und in weißem Seidenkleid
im meinem Sarje lieje mit Bescheidenheit,
denn fällt die Schule aus
denn jehts zum Kirchhof raus
die janze Klasse kommt bei mir ins Trauerhaus,
die wolln ma alle sehn!

Wenn ick ma tot bin,
wenn ick ma tot bin,
ah! det wird so scheen!

Wenn ick ma tot bin
kommt ooch Pastor Eisenohr
der liest ‘n schönen Vers aus seine Bibel vor:
Wer ohne Schuld tut sein,
der schmeiß den ersten Stein
auf Liesken Puderbach,
det liebe Engelein!
Doch ick, ick lieg janz still.

Wenn ick ma tot bin,
wenn ick ma tot bin,
mach ick wat ick will.

Wenn ick ma tot bin,
zündense jelbe Lichter an,
die stellense rechts und links
an mir janz dichte ran.
Denn fällt ein joldner Schein
auf mein verstorbenet Jebein,
und unser Lehrer, der fängt janz furchtbar an zu wein’.
Nur Tante freut sich sehr:

Wenn ick ma tot bin,
wenn ick ma tot bin,
denn eß ick doch nüscht mehr!

Wenn ick ma tot bin,
denn schick ich aus meim kleenet Grab
mein’ letzten Willen und wat ick zu vermachen hab:
Mein Püppchen ohne Kopp,
mein rotet Band vom Zopp,
und denn ooch noch den Perlmutterknopp,
den will ick Trude schenken.

Wenn ick ma tot bin,
wenn ick ma tot bin,
soll se an mir denken.

Wenn ick ma tot bin,
denn fängt erst mein Leben an,
wenn ick durchs Wolkenmeer in’n Himmel schweben kann,
Engel tiriliern, Jeigen jubiliern,
wenn zum Empfang von Liesken
alle uffmarschiern –
Mensch, machen die ‘n Krach!

Wenn ick ma tot bin,
wenn ick ma tot bin,
is mein schönster Tach!

Det hat dereinst der wunderbare Friedrich Holländer für die ehmso wunderbare Blandine Ebinger für ihrn Liederzyklus von die Currendemädchen getextet und ooch janz zauberhaft mit Musike bekleidet.
Und icke hab det beim Durchwühlen von meine CD-Regal ehmt jefunden, uffs Herrlichste interpretiert von die Meret Becker. Und det wollt ick jetze mit Ihn’ teilen. Koofense sich doch eimfach ooch so ne CD von der Meret, Noctambule heeßt die, oder ooch eine von die Blandine. Is wat janz Besonderes.

rituelle demütigung

ist schon was Feines.
In diesem Blümchenblog wird es als rituelle Selbstdemütigung ja ganz gerne hier und da mal eingesetzt. Erhöht die Fiktionalität. In Wirklichkeit ist der Herr Lucky ja Anfang 20, schlank-muskulös und groß gewachsen, Nichtraucher und Teetotaller, auch sonst von asketischem Lebenswandel und immer gut gelaunt, wie alle wissen, die mich bisher live getroffen haben.

Aber auch bei uns in der Firma hat es sich prima durchgesetzt, wenn der werte Kollege X gerne mit ‘Na, Mops!?’ begrüßt wird. Setzt sofortige Entspannung frei, da der Punkt ja nun auf dem Tisch ist und nicht mühsam umschifft werden muß. Der rosa Elefant kann benannt werden.
Andere Kollegen, schmerzhaft dürr, werden mit einem herzlichen “Iß doch mal was!” empfangen. So fühlen sich alle gut umsorgt.
Eine heitere liebevolle Atmosphäre, die Älteren mobben die Jungen, die Dicken die Dünnen, und umgekehrt, die Schwerhörigen werden liebevoll ‘Täubchen’ genannt, der niedliche kleine Admin entert das Büro zum Ruf “Hat wieder jemand die Katzenklappe aufgelassen!?” und meist gibt es ein erklärtes Ziermobbing-Opfer der Woche, der oder die kriegts dann von allen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Aber immer persönlich.
Hach, wie Disneyland, meine kleine Welt.

Suchanfrage des Tages (habs grad passend): Liegefalten Gesicht

reife?

So ein Appenzeller, der schon ein bissel oll sehr gut gereift ist, ist schon ein wenig sehr grenzwertig.
Wie krieg ich jetzt bloß den Gestank von den Fingern ab?