rituelle demütigung

ist schon was Feines.
In diesem Blümchenblog wird es als rituelle Selbstdemütigung ja ganz gerne hier und da mal eingesetzt. Erhöht die Fiktionalität. In Wirklichkeit ist der Herr Lucky ja Anfang 20, schlank-muskulös und groß gewachsen, Nichtraucher und Teetotaller, auch sonst von asketischem Lebenswandel und immer gut gelaunt, wie alle wissen, die mich bisher live getroffen haben.

Aber auch bei uns in der Firma hat es sich prima durchgesetzt, wenn der werte Kollege X gerne mit ‘Na, Mops!?’ begrüßt wird. Setzt sofortige Entspannung frei, da der Punkt ja nun auf dem Tisch ist und nicht mühsam umschifft werden muß. Der rosa Elefant kann benannt werden.
Andere Kollegen, schmerzhaft dürr, werden mit einem herzlichen “Iß doch mal was!” empfangen. So fühlen sich alle gut umsorgt.
Eine heitere liebevolle Atmosphäre, die Älteren mobben die Jungen, die Dicken die Dünnen, und umgekehrt, die Schwerhörigen werden liebevoll ‘Täubchen’ genannt, der niedliche kleine Admin entert das Büro zum Ruf “Hat wieder jemand die Katzenklappe aufgelassen!?” und meist gibt es ein erklärtes Ziermobbing-Opfer der Woche, der oder die kriegts dann von allen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Aber immer persönlich.
Hach, wie Disneyland, meine kleine Welt.

Suchanfrage des Tages (habs grad passend): Liegefalten Gesicht

7 Gedanken zu „rituelle demütigung

  1. Antiteilchen (Gast)

    Tausend kleine Wunden sticht man sich jeden Tag, weil man sich so lieb hat, weil man sich so mag!

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  2. luckystrike

    REPLY:
    Hach!
    Das wär doch mal ein schickes Motiv für so ein klassisches Sofakissen, vielleicht in Kreuzstich! So mit stilisierten Disteln drumrum!
    Kann wer sticken? Ich hab doch im Oktober Geburtstag!?

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  3. pheerce

    REPLY:
    alle feuern! und langzeitarbeitslose rückkehrmütter einstellen. die haben wenigstens noch demut vorm kollegialen soziokonstrukt.

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