Vielleicht die kürzeste Verliebtheit überhaupt. Anderthalb Stunden. Trennungsgrund: Modem abgeraucht.
Wahrscheinlich zu heftig angetreten, und dann mangels Internetverbindung nicht mehr relativieren können.
Meine Message, die ich gestern geschickt habe, ignoriert der Herr beflissentlich und beharrlich.
Romeo und Julia? Pah, das war gestern.
Mr. Shakespeare, suck on this!
wuerde jetzt sagen “Kind, das sollte so sein.”
Ich bin ohnehin mehr fuer Byron als fuer Shakespeare.
Wenn sich das SO
http://jekylla.twoday.net/stories/1703803/
anfuehlt, dann kann Shakespeare nach Hause gehen.
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komplette übereinstimmung meinerseits.
REPLY:
in jedem kleinen Tod liegt auch ein kleiner Anfang, auch das ist wahr.
REPLY:
Stimmt schon. Aber wer weiß.
REPLY:
Sie Goldamme(r), Sie!
REPLY:
I love the Romantic Poets!
Music, when soft voices die,
lingers in the memory.
Odours, when sweet violets sicken,
live within the sense the quicken.
Rose leaves, when the rose is dead,
are heaped for thy beloved’s bed.
And so thy love, when thou art gone
Love itself will slumber on.
John Keats
(war jetzt aus dem Gedächtnis)
Doch du, Ungläub’ger, sollst dich ringen,
Wenn Monkir wird die Sense schwingen;
Sollst, wenn du seiner Qual entflohn,
Umwandeln Eblis düstern Thron;
Glut, ungestillt und nie zu stillen,
Soll dir im Herzen endlos quillen,
Es kann kein Mund mit Worten malen
der innern Hölle Folterqualen.
Zuerst, als Vampyr umzugehn,
Soll aus der Gruft dein Leib erstehn;
Dann schleich als Scheusal in dein Haus,
Und saug das Blut den Deinen aus;
Um Mitternacht entströmt das Blut,
Des Kinds und Weibes Lebensflut.
Doch deinem Leichnam graß und fahl,
Soll ekel werden dieses Mahl;
Dein Opfer selbst, es es verblich
Erkenn als seinen Vater dich –
Am Stamm welkt deiner Blumen Leben,
Dir, so verflucht, den Fluch dir geben.
Doch eine soll als Opfer fallen,
Die jüngste, liebste dir von allen,
Die soll dich segnend Vater nennen -,
Dies Wort wird dir im Herzen brennen!
Doch würgen mußt du sie und sehn
Der Wange letztes Rot verwehn;
Den letzten Blick, der glasig stiert,
Da leblos drin das Blau gefriert.
Dann reiße mit verruchter Rechte
Vom Haupt herab die blonde Flechte,
Von der ein Löckchen sonst, ein Haar,
Ein süßes Pfand der Liebe war.
Dir soll es jetzt ein Zeichen sein
Der grauenvollsten Todespein!
Es triefe dir von Zahn und Mund
Das beste Blut aus deinem Bund!
Dann tappe nach dem Grabe stumm,
Treib mit Dämonen dich herum,
Bis diese Schar, vor Schreck erbleicht,
Dir dem verfluchtern Unhold weicht.
(das war abgeschrieben – aus dem Kopf wäre es aber sicherlich lustiger geworden…)
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bei Keats schmelze ich in einer 0,5 cm dicken Schicht ueber den Boden… danke fuer diesen!
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haette mich jetzt auch interessiert. Das erinnert mich an “Wild Roses” (Nick Cave mit einer bezaubernd verstorbenen Kylie). Fragen Sie nicht, warum.
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jesses, was ist denn das!? 4-hebige Jamben, die ganz schön knitteln. Das kenn ich gar nicht, wer ist denn der Urheber dieser grausigen Verse?
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über shelley & keats hab ich meinen magister gemacht – über obiges gedicht hatten damals erst 3 leute überhaupt geschrieben.
love the romantics, and the 1920s, very much.
Und Lyrik überhaupt, wenn ich auch gar keine mehr lese.
Mönsch, verkommen wir hier noch zum Bildungsblog mit Niwo!?
wunderbar… vom abgerauchten modem zu shakespeare…
>>Liegt junger Männer Liebe
Denn in den Augen nur, nicht in des Herzens Triebe.<<
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der paßt aber jetzt mal aber sowas von hallo!
(ist literaturwissenschaftler-speak)
vielen dank, ich glaub den laß ich mir auf ein t-shirt drucken!
(obwohl, beim text von herrn rob bleiben die leute deutlich länger stehen. und man kann größere t-shirts tragen)
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ein bisschen in Sie verliebt, Herr Lucky 🙂
The fountains mingle with the river,
And the rivers with the ocean;
The winds of heaven mix forever
With a sweet emotion;
Nothing in the world is single;
All things by a law divine
In another’s being mingle–
Why not I with thine?
See, the mountains kiss high heaven,
And the waves clasp one another;
No sister flower could be forgiven
If it disdained its brother;
And the sunlight clasps the earth,
And the moonbeams kiss the sea;–
What are all these kissings worth,
If thou kiss not me?
Zeit fuer ein mit Rosenblaettern dekoriertes Schaumbad 😉
tja… irgendwie dachte ich, das könnte herrn lucky wohl gefallen;-)
und von dem shirt hätte ich gern ein fotto…
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Wie von Jekylla gewünscht, Herr Byron…
(heißt das verzerrte Wort wirklich “fluck”?)
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und während wir hier dem schönen und wahren frönen, suchen die leuts hier auf dem blog ‘porno ärsche’, ‘bauer bumsen’ und ‘willemsen nutten’.
hätten die romantiker internet gehabt, wäre die literaturgeschichte auch anders verlaufen…
noch ein rosenblatt, bitte
O Rose! Thou art sick.
The invisible worm
that flies in the night
in the howling storm
has found thy bed
of crimson joy,
And his dark secret love
does thy life destroy.
(William Blake)
(halb aus dem kopf, mußte nachschauen)
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Didn’t you know?
Byron, ok. Hatte ich ehrlich auch vermutet, wegen der arabischem Motive. Aber weder im Original noch übersetzt kenne ich das.
Mir ist übrigens eingefallen, warum ein 4-hebiger Jambus heute gar nicht mehr geht. Es ist das Versmaß der Büttenrede. Probieren Sie’s mal an dem Stück Lyrik aus, auf meenzerisch und stellen sie ab und an einen Tusch ein. Tut mir sehr leid, auch für die Dichtkunst.
ich fluche langsam drüber. diese instant-love. wenn das heiße wasser nicht zum richtigen zeitpunkt da ist, passiert nichts.
wir machen uns vor, wir hätten die wahl unter hunderten. was für ein luxus gegenüber früheren zeiten. nur es kann sich so gut wie nichts mehr entwickeln.
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das tut es in der tat, merci!
Wo ist es denn her, ich hätte es ja schon lieber im original?
bisher habe ich nur das zu bieten an t-shirt:
und ich kann nicht wirklich sagen, das es geholfen hat.
die zeilen wurden mir als zitat aus ‘romeo und julia’ untergeschoben. die vollständige originalausgabe habe ich leider gerade verliehen. und das reclamheft verlegt…;-)
(das shirt ist klasse!!!)
das modem mag ja abgeraucht sein, aber dafür kam der andere motor da wieder zum tuckern.
(“lone” soll ich hier tippen)
äusserst frustrierend, wenn plötzlich ein olles Modem das Zepter in die Hand nimmt und über gut und böse bezüglich des weiteren Verlaufs des Abends entscheidet.
In diesem Fall ja eher für böse.
KEINE MACHT DER TECHNIK!!!!
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mist! die waren ja nu nachher alle dod. hat also nicht geholfen, der einwurf.
freenet und nicht die Nachtigall…
Wie in stille Kammer
heller Sonnenschein,
Schaut in stille Herzen
Mild die Lieb herein.
Kurz nur weilet die Sonne,
Schatten brechen herein,
Ach, wie so schnell entschwinden
Liebe und auch Sonnenschein.
Storm war auch kein Schlechter. Der unterbehoste Romeo hat seine Chance gehabt und das Abkacken des Modems war ein Zeichen, dass du deine Gunst dem Falschen in den Rachen geschmissen hättest. Sieh’s esoterisch!
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Eine Romanze, wir haben eine Blog-Romanze!
Herr Lucky, wenn ich noch ein altes hätte, ich würde sofort vorbeikommen und Ihnen helfen. Haben Sie mal im Technik-Museum gefragt?
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ich habs ja eigentlich eher mit yoga und mittefinden und so, wie der herr rakete weiss. doch hier für sie mein herr auch ein poem. in der fränkischen mundart meiner jugend.
Foddschridd
Zu seim Wegger brauchder bloß schdobb soong
dann härder auf zum Schelln
Edz ieberlechder dauernd wie er die Elleggdronigg
in die Käbf vo seine Kinner griechd
(Günther Hießleitner)
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Die Dinger sind jetzt glaube ich auf einer Wanderausstellung “Technik zum Staunen”
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herr ulti, ich glaube ms. J hat ihre prinzenrolle schon vergeben, wie Sie ja eigentlich wissen müßten 😉
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wieso, was ist denn so altertümlich an einem dsl-modem?
oder sprechen die herren von mir?
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das mach ich auch gern
mit dem Herrn UltiAch ja, Maenner, die Klavier spielen koennen, gehen auch sehr gut. Und Kochen koennen ist auch fein.
Hach jaaaa… 🙂
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ich kann gut essen, ist das auch was?
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always a chance for a romance 🙂
Ich sehe die romantischen Dichter unabhängig von einem ursächlichen Zusammenhang und in Männer, die eine Affinität zu Shelley, Keats und Byron haben, bin ich grundsätzlich immer ein bisschen verliebt. Mein grosses Herz, verstehen Sie?
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@ mogga: ich glaube nicht an die kräfte des feng shui, aber das gedicht ist aber doch sehr hübsch!
@ pheerce: das hat jetzt aber ewigkeiten gedauert, das zu verstehen – ihre mündliche herkunft ist ja noch grauenvoller als meine!
REPLY:
das weiß ich doch, daß sie ein großes herz haben, ms. j. ich wollte nur den herrn ulti ein wenig foppen.