Monthly Archives: January 2008

mitteilung an meine nichtrauchenden leser

Werte nichtrauchenden Leser und Kommentatoren,
wenn ich mir auf MEINEM Blog die Freiheit nehme, MEINE persönliche Lebenssituation und die für MICH sehr großen Verluste an Lebensqualität und Sozialleben durch ein komplett unnötiges flächendeckendes Rauchverbot (eine freie Wahl nach Raucher- und Nichtrauchetablissements hätte es völlig getan, wenn hier nicht ideologisch entschieden worden wäre) darzustellen, dann tue ich das in der Annahme, daß es meine Leser zumindest prinzipiell interessiert, wie es MIR PERSÖNLICH geht, sonst würden sie ja hier nicht lesen.

Es freut mich, daß es anderen durch eine solch für mich unangebracht harte Regelung besser geht, das können Sie mir glauben.
Den Aspekt darzstellen, daß andere dafür auch zumindest für sie unzumutbare Verluste hinzunehmen haben, finde ich dabei durchaus nicht unangebracht, und das nehme ich mir in MEINEM BLOG heraus.

UNERWÜNSCHT sind hier in MEINEM persönlichen Blog dagegen feixende, triumphante oder ideologisch gefärbte Bemerkungen, die nicht einmal auf meine persönlich dargestellte Sitation einzugehen geruhen.
Mir reicht es schon, mittlerweile auch in der Kälte auf der Straße rauchend stehend von irgendwelchen vorbeilaufenden Idioten blöd angemacht zu werden.
Wer sich darüber freut oder gerne einfach mal nachtreten kommt, hat weder in meinem Leben noch auf meinem Blog etwas verloren.

Herrschaften, dies ist ein RAUCHERBLOG, und sie müssen den nicht lesen, und hundertmal nicht kommentieren, wenn Sie MEINE PERSÖNLICHEN GEFÜHLE nicht respektieren können oder wollen und damit VERLETZEN.

Gehen Sie dann doch einfach zum nächstbesten Nichtraucherblog weiter und lassen Sie sich dort unter Ihresgleichen aus.

Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit.

bleibt dann wohl mein geld

Die Welt will mich ja nu nicht mehr haben, ok, dafür habe ich Verständnis. Gesundheit geht vor.
Früher, also letztes Jahr, traf ich mich oft und gerne, manchmal 4x in der Woche, mit Freunden und Bekannten in netten Restaurants, lecker essen, lecker trinken, ausgiebig reden und rauchen.
Mittlerweile habe ich sogar auch den ein oder anderen Laden aufgetan, der mich noch toleriert, und die Bedienungen haben immer ganz erschreckt geguckt über die Höhe des Trinkgelds, den ich aus Verzweiflung und Dankbarkeit gegeben habe..
Im Großen und Ganzen jedoch ist mir das Ausgehen komplett vergällt.
Um ein wenig Kontrolle übers Geld zu haben, hole ich mir für jede Woche einen bestimmten Betrag von der Bank. Neuerdings komme ich mit demselben Betrag über zwei Wochen.
Das fehlt dann wohl meinen ehemaligen Lieblingsrestaurants. So ein paar Hundert Euro im Monat.

Ich werde dann wohl zwar einsam und zuhause an Lungenkrebs sterben, aber als reicher Mann.

Icke wieder voll vorm Trend!

Jahrelang konnte man ja keine Jeans kaufen, die nicht vorher schon Designer-verlöchert oder -beschmaddert waren.

An Haarstylingprodukten gibt es eine Menge, deren Ergebnis frisch verwuschelt und grade aufgestanden simulieren soll.

So here’s my plan:
Ich werde für eine große Kosmetikfirma eine neue Linie an Gesichtspflegemitteln entwickeln, Arbeitstitel “Out of Bed”
Vorbei mit dem mühsamen Kaschieren von Tränensäcken, Wegcremen von Kopfkissenfalten, die nicht aufploppen, und dem Massieren verbeulter Kinnlinien.
Ab sofort ist das der Trend, und ich muß mich nicht mehr die ersten 3 Stunden am Tag verstecken, denn dann siehts so aus wie gewollt. Ein großer Markt, die Ü-35-Jährigen!

unbequemer satz

“Sagen Sie nicht ‘ich kann nicht’, sagen Sie stattdessen ‘ich will nicht’!”
Sagt die Heidi immer zu mir.
Das ist hart, aber recht hat sie schon. Wenn man wollte, könnte man schon.
Kann aber auch nach hinten losgehen, und manche Leute sind dann beleidigt, wenn ich sage ‘Ich will nicht.”

Der Untergang des Abendlandes

…oder: Lebt denn der alte Holzmichel noch?

War grade eben gucken, ob es das Second Life noch gibt. Gibts noch. Sieht jetzt ein bißchen aufwändiger aus, aber die Bevölkerung übt sich immer noch in Sexsimulation und versucht ansonsten, Geld als Straßenfeger oder Gogo zu verdienen. Süchtig sollte es machen, Realitätsverlust fördern. Stimmte auch, aber nur für höchstens 2 Wochen, dann simuliert man seinen Sex doch lieber selber zuhause, und 1-Linden-Jobs sind wie im wahren Leben auf Dauer eher deprimierend.

Ostdeutsche Mütter haben aufgehört, ihren Nachwuchs umzubringen und in Tiefkühltruhen oder Blumenkübeln aufzubewahren. Die weitreichende Debatte hats denen aber ganz schön gegeben! Stellungnahmen und Forderungskataloge von Regierung und Opposition haben das Problem, pardon the pun, im Keim erstickt. Nur noch ganz vereinzelte Nachzüglerinnen, den den Schuß nicht gehört haben. Gut, daß wir drüber geredet haben.

Die Klimakatastrophe ist abgewendet, seit unsere Kanzlerin bei jedem Auslandsbesuch den bösen Potentaten ordentlich ins Gewissen redet. Muß so sein, sonst käme doch was in den Nachrichten.

Die Maßnahmen zur Sicherheit der Nation tragen erste Früchte: dank Videoüberwachung konnte pünktlich zum Wahlkampfjahr die Jugendkriminalität als letztes Übel herauskristallisiert werden. Weitreichendes Aufschreien und Forderungen nach mehr Härte werden die Übeltäter in Kürze, spätestens bis Ende des hessischen Wahlkampfes, eines Besseren belehren. Gut, daß wir verglichen haben.

Ich weiß gar nicht, warum die Menschen so pessimistisch durch die Welt gehen, die Probleme sind doch durch eine großangelegte Medienhysterie prima in den Griff zu kriegen!

Sonst würde man doch immer noch davon hören?

Marilyn Manson hat wahrscheinlich privat das Stricken für sich entdeckt, und Rammstein machen eigentlich auch nur etwas voluminösere Volksmusik.
Das Abendland ist unversenkbar.
Oder ist es?

ich bin ein jugendlicher gewalttäter

holt mich hier raus!

Konsequent, Herrschaften, alle Achtung!
Ich finde es nur richtig, jugendliche Gewalttäter in ein Bootcamp zu schicken, es war ja auch nicht mehr mit anzusehen, wie dilletantisch und ungeordnet diese Überfälle immer ablaufen, kein geordneter Rückzug, alle kloppen immer einfach auf die vollen, das geht doch besser!
Ausbildung und Disziplin ist das Zauberwort, jawoll! In diesem Fall paramilitärisch, da lernt man richtig und gezielt mit seiner Körperenergie umzugehen, und nicht nur ungezielt drauflos zu schlagen. Unterordnung und Gehorsam, wichtig für eine Straßengang – wo kämen wir denn da hin, wenn man dem Anführer zum Schluß nur noch eine blutige Masse zum Draufhauen übrig läßt?
Logisch, und konsequent. Ich fordere darüber hinaus einen Chemie-Grundkurs für Zündler und Drogendealer, ein Praktikum bei Mister Minit für überzeugte Einbrecher und einen Grundkurs Anatomie für Körperverletzer, damit sie auch wirklich da hin gehen, wo es weh tut.

Am besten man legt das gleich mit dem Dschungelcamp von RTL zusammen, die Zuschauer können abstimmen, wer länger drin bleben darf, so eine Art DSDJG, und zur Abschreckung müssen die Jungs Kurse bei Lisa Fitz in Robustheit und bei Desiree Nick in Abhärtung nehmen. Ausdauer lernen sie, wenn sie Bata Illic die Warzen aus dem Gesicht lutschen müssen. Doh!

size does matter after all!

Die Vorsätze und die Steine, die man sich selbst oder die einem andere in den Weg, tsts.

Eigentlich sollte 2008 ja das Jahr werden, in dem sich Herr Lucky von seinem orangen Sofa hinabbegibt und sich ein Leben in der Welt da draußen sucht.
Nun ist das neue Jahr ja noch jung, aber die Prognose sieht düster aus.
In einem Anfall von technischer Großmannssucht hat Herr Lucky sich so einen riesenroßen Hartz4-Empfänger- Neuköllner-Großfamilien- Plasma-Volksempfänger angeschafft. (immerhin nicht von so einen Sau-Laden!) Natürlich völlig vergessen, daß die Dimensionen im Laden und zuhause doch unterschiedlich sind. Und peinlich ist es ihm schon auch, sehr eigentlich. Aber man gönnt sich ja sonst nix. Oder welch wohlfeile Ausrede man sich so einredet. Und Inches sind auch wichtig. 42 immerhin, da kommt keiner auf den blauen Seiten mit.

Jedenfalls hat das technische Großereignis auch seine beglückenden Neben- bzw. Haupterscheinungen, spült es doch reizendsten Sonntagsbesuch ins Haus, und man macht sich einen live dokumentierten Sonntagnachmittag bis -abend. Womit sonst sollte man die matte Scheibe einweihen als mit King Kong? Und Madame hätte als Gastgeschenk ja auch noch fast den esperantotätowierten Russen vom Kotti mitgebracht. Aber auch ohne wurde es ein bunter Abend. An dem auch zum allerersten Mal von meinem Klo livegebloggt wurde. Nein, nicht von mir. Ab sofort können mir also alle per Dekret rauchfreien Öffentlichkeiten gestohlen bleiben.

P.S. Und wenn Sie sowieso ja allen Empfehlungen des Herrn Glam Vertrauen schenken können, dann hier besonders: Stellen Sie sich einen extrem spannenden Film vor, Knastumgebung, tolle (und geile!) Charaktere, gutes Skript, ab Minute 10 so spannend, daß sie den Player immer mal wieder auf Pause stellen müssen, um einmal durch die Wohnung zu rennen vor Aufregung. Stellen Sie sich das dann nicht auf anderthalb Stunden vor, sondern in 20+ Folgen á 45 Minuten, mit Wentworth Miller in der Hauptrolle, dann macht das ca. 12 Stunden Hochspannung, und das ist nur die erste staffel. Einfach gucken: Prison Break
Aber Finger weg: DER ist für mich:
wentworth

die biergnymphe

Bei der wochenendlichen Lektüre bekloppter Gayromeo-Profiltexte stieß ich auf die Geschichte der Biergnymphe.

Bier-Gnymphe, da konnte ich mir sofort etwas drunter vorstellen, so eine Kreuzung zwischen Elfe und Gnom, kleiner süßer Bierbauch, Fluppe im Mundwinkel. etwas verwachsen und ungewaschen, mit dicken knubbligen Knien und runden roten Wangen.

Jedenfalls, die Geschichte mit der Biergnymphe ging in etwa so, daß sie sich unsterblich in jemand verliebte, der aber die Liebe nicht erwiderte, weil er zu beschäftigt war, sein Spiegelbild im Fluß anzuschauen, weswegen er von den Göttern zur Strafe in eine Blume verwandelt wurde.

Moment!?

Biergnymphe? Nein, ohne ‘i’, Berg-Nymphe stand da.

Was ein zuviel gelesenes ‘i’ , ein unvorbildlicher Lebenswandel und zuviel Neil-Gaiman-Lektüre so alles an selektiver Wahrnehmung in einem eh schon schrägen Hirn verursachen können…

(und hiermit beanspruche ich die indirekte Urheberschaft des schönen assoziationsreichen Worts “Biergnymphe” für mich)

der schuss

Der oder die hat den Schuß nicht gehört, der Ausdruck schälte sich neulich mal aus meiner Kleinhirnrinde oder wo sowas wohnt. Ich glaube im Zusammenhang mit Eartha Kitt.

Aber egal, ein fabulöser Ausdruck. Mein Lieblingsausdruck für das beginnende Jahr.

Und bekloppt, auch ein feines Wort, ich sollte eine solche Rubrik starten.