bleibt dann wohl mein geld

Die Welt will mich ja nu nicht mehr haben, ok, dafür habe ich Verständnis. Gesundheit geht vor.
Früher, also letztes Jahr, traf ich mich oft und gerne, manchmal 4x in der Woche, mit Freunden und Bekannten in netten Restaurants, lecker essen, lecker trinken, ausgiebig reden und rauchen.
Mittlerweile habe ich sogar auch den ein oder anderen Laden aufgetan, der mich noch toleriert, und die Bedienungen haben immer ganz erschreckt geguckt über die Höhe des Trinkgelds, den ich aus Verzweiflung und Dankbarkeit gegeben habe..
Im Großen und Ganzen jedoch ist mir das Ausgehen komplett vergällt.
Um ein wenig Kontrolle übers Geld zu haben, hole ich mir für jede Woche einen bestimmten Betrag von der Bank. Neuerdings komme ich mit demselben Betrag über zwei Wochen.
Das fehlt dann wohl meinen ehemaligen Lieblingsrestaurants. So ein paar Hundert Euro im Monat.

Ich werde dann wohl zwar einsam und zuhause an Lungenkrebs sterben, aber als reicher Mann.

8 Gedanken zu „bleibt dann wohl mein geld

  1. luckystrike

    REPLY:
    stellen Sie sich mal vor:
    als ich neulich aus gründen mal u-bahn fahren mußte, furzte doch der neben mir stehende einen ordentlichen stinker.
    ich finde flatulenzträger sollten ebenfalls der öffentlichkeit verwiesen werden.

    was ich auf meine etwas ordinäre art ausdrücken wollte: eine ganze bevölkerungsgruppe anhand eines ekelhaften einzelexemplars aburteilen zu wollen, kann durchaus gefühle verletzen.
    bei anderen bevölkerungsgruppen hält man sich doch auch an gewisse standards.

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  2. kittykoma

    ja, irgendwie sind kneipenbesuche derzeit was komisches.
    für mich ist die ganze raucherei ja nicht das thema, ich habs anfang dezember sein gelassen. nach der ungefähr fünften sinusitis in einem jahr. (wobei das das einzige in meinem leben sein wird, was ich mir so einfach abgewöhne, ich würde lieber das fressen sein lassen)
    aber die cleane atmosphäre. dieser nichtgeruch, den vorher qualmgestank überdeckte. dieses klare hohle licht, wo früher schaden waberten. dieses leistungsorientierte gestopfe und gesaufe, wo früher immer mal ein zigarettchen zum verpusten dazwischen geschoben wurde. diese nüchternheit zwischen den menschen wie nach einem one night stand.
    da wird mir doch ganz existenzialpoetisch zumute.

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  3. Hühnerschreck (Gast)

    da einem (in diesem fall. mir, nicht rauchend) dann sowas wie unten in restos/kneipen/whatever nicht mehr passieren kann, werd an deiner stelle dann ich – über das (in sachsen leider erst noch kommende) rauchverbot hüpfend und jubilierend – meiner oma ihr klein häuschen im resto oder in der kneipe versaufen.


    “Am Nachbartisch saß einer, der rauchte – und der tauschte nach einer Weile seinen dreckigen Aschenbecher ohne irgendeinen Kommentar gegen den auf meinem Tisch stehenden, sauberen – und stellte seinen vollgeaschten praktisch vor meine Nase auf meinem Tisch ab.”

    (ehrenwort: das ist mir absolut genau so passiert.)

    aber wart’s mal ab, die raucherzimmer in resto usw. werden schon noch kommen. zu unseren lebzeiten.

    n schönen tach wünsch ich dir :o)

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  4. Hühnerschreck (Gast)

    REPLY:
    okay, lucky, das stimmt, da hamse völlig recht. ich gebe zu, dass das ziemlich überspitzt formuliert ist.

    generell hab ich auch nix gegen laster der anderen, wenn man mir bitte meine eigenen auch lässt. es ist halt nur blöd, wenn man sich ins gehege kommt, was ja in nem netten und gut frequentierten kleinen resto schon mal passieren kann – der eine will jetzt seine geliebten gitanes ohne filter rauchen und die andere ihr grüntee-eis genussvoll verputzen.
    da kollidieren dann die interessen, und bisher hat meistens die rauchlose fraktion verloren. egal, ob die frage nach vertagen (und nicht mal unterlassen!) des blaudunstenden genusses freundlich oder eher weniger so gestellt wurde.

    allgemein finde aber auch ich es richtig scheiße doof, dass uns der staat wirklich allesallesalles reglementiert. und immer mit dem verweis auf die gefährdete allgemeinheit. (… wie war das doch gleich nochmal mit der überbevölkerung der welt?)
    aber wenn ich darüber jetzt auch noch schriftlich nachdenke, komm ich heut gar nicht mehr zum arbeiten.

    das kann man ja dann mal bei nem kaffee (und ihrerseits nem zigarettchen oder zweien) diskutieren ;o))

    n schönen tach noch!

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  5. Frau A. (Gast)

    Ach lieber Lucky, Sie wissen ja wie positiv ich einem generellen Rauchverbot gegenüberstehe. Trotzdem finde ich die Vorstellung, dass Sie vereinsamt mit dem Gesicht im überquellenden Aschenbecher in ihrer Wohnung verbleichen (?sehr undeutscher Satz?) so schrecklich, dass ich Ihnen glatt ein aufblasbares Raucherzimmer schenken würde, wenn es denn sowas gäbe. Dann könnten Sie wie Bubble Boy durch Ihre Lieblingslokale rollen und sich sozialisieren und sich dabei ordentlich einen wegqualmen. :)

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  6. raketenprinz

    REPLY:
    der prinz wird sich mühen, den rauchklientenkonsum zu kompensieren – er traut sich nämlich jetzt wieder verstärkt in die nicht-verrauchte öffentlichkeit. auf das die gatro nicht allzusehr leidet.

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