we are family

wearefamily

Vorfreude ist die schönste Freude, hat wohl mal jemand gesagt, und das zeigt, daß derjenige keinen blassen Schimmer hatte.

Jedenfalls hat der Herr Lucky ab morgen schon wieder Urlaub, und damit er diese Zeit nicht wieder unnütz, reizarm und desorientiert auf dem Sofa verbringe, hat der liebe Gott eine Familiengala im ganz großen Kreise der buckligen Verwandtschaft verhängt: der 80ste der Luckyschen Matriarchin (nicht rechts im Bild) steht am 5.8. an.

Leider hat ein anderer Gott (die Absprache im Universum scheint nicht richtig zu funktionieren) veranlaßt, daß der Herr Lucky sich gerade mit fachfraulicher Unterstützung mit dieser großen Eiterbeule Mutterbeziehung befaßt.

Real bad timing.

Euch bloggenden und mitlesenden Müttern sei gesagt, daß ihr euch eigentlich keine Sorgen machen braucht. Vom psychologischen Standpunkt könnt ihr eigentlich gar nichts richtig machen. Seid ihr immer für eure Brut da, wird sie später wegen Unterdrückung und emotionalen Mißbrauchs auf der Couch sitzen. Haltet ihr einen gesunden Abstand und sorgt trotzdem gut für sie, dann passiert dasselbe wegen Abwesenheit eines prägenden Elternteils.
Teilt ihr eure Gefühle und Zustände mit der Brut, werden sie später wegen emotionaler Überforderung sitzen, haltet ihr euch kindgerecht zurück, werden sie später in Rollenspielen erlernen müssen, Gefühle zu haben und diese zu demonstrieren.

So gesehen ein echter Scheißjob. Für beide, Mütter und Kinder.

18 thoughts on “we are family

  1. blogger.de:kittykoma

    wie wahr. ich hab vor allem manchmal das gefühl mich nicht autoritär und nervig genug verhalten zu haben. das kind hat so gar keinen impuls, sich abzunabeln und sein eigenes ding zu machen.

  2. luckystrike

    REPLY:
    Ich trau mich noch nicht mal an ein Haustier ran. Meine Pflanzen habens schon schwer genug, sind aber gottseidank willensstark.

  3. glamourdick

    jetzt muss ich gestehen, dass auch die glamutter nächste woche ihren geburtstag feiert und ich mich auf die paar tage auf dem land freue. aber ich nutze den aufenthalt auch immer zum ansatzblondieren und so ist ein wohlfühleffekt garantiert.

    btw.: tod browings “freaks” (see picture) ist sehr empfehlenswert.

  4. luckystrike

    REPLY:
    sie ist nicht wirklich bösartig, sie hat nur umfassende mittel und wege, die welt um sich herum nach ihrem willen zu gestalten 😉

  5. blogger.de:kittykoma

    REPLY:
    jut, wenn das kind das erste mal das studium schmeißt, kommt sie in kinderlandverschickung 😉
    und das mitgefühl – gebe ich zu – resultierte weniger aus der vermeintlichen horrorvorstellung, die ich von lucky-mum habe, als aus meiner ewigen gluckerei aufm kind.

  6. spango

    wie immer viel wahres bei ihren family-thoughts. dachte ich gerade: mensch! son sohn wie dich, den könnteste du kaum ertragen. andererseits: derjenige, der wirft, muss auch fangen.

  7. larousse

    Vorbild zu sein. Und wenn es nicht anders geht, dann eben ein schlechtes”
    Einstein, Albert.
    Ich fand den Mann schon immer gut!
    Schönen Urlaub, soweit die Umstände das zulassen.
    Und für ein Spontanglas bin ich immer zu haben, sollte Ihnen mal nach Abwechslung sein!! (o;

    PS und ich habe nicht auf die uhr geschaut! (o;

  8. luckystrike

    REPLY:
    Das haben Sie (und er) schön gesagt. Ich würde mir diese Verantwortung nciht zutrauen. Aber wahrscheinlich gehts eh nur mit Augen zu und durch.
    Das wäre sehr sehr fein, ich behalte das im Hinterkopf, befürchte aber, daß mich die Festlichkeiten komplett auffressen werden.

  9. Ultimonativ

    Fast hätte ich geschrieben, “Wie, schon wieder Urlaub?”, aber als Sie dann die Familiengala… Also Arbeit kann auch schön sein.

  10. schnurzelpups (Gast)

    Auf den Punkt gebracht, Herr Lucky!! Das ist für mich auch Grund, auf eigene Kinder zu verzichten. Wenn ich so arg mit mir und der Aufarbeitung der Verhältnisse zu meinen Erzeugern beschäftigt bin, brauch ich doch gar nicht erst zu versuchen, es besser zu machen?!?

  11. luckystrike

    REPLY:
    glaumse mir, egal was ich mir bei ihnen vorstellen kann, es bleibt harmlos im imaginären vergleich. hoffe ich sehr für ihr kind

  12. madison

    das mit der vorfreude ist gar nicht so falsch.
    meine elternbeziehung ist inzwischen soweit sortiert,
    dass zumindest das bevorstehende grossfamilientreffen eine gewisse vorfreude auslöst.
    wochenendbesuche bei meinen eltern tun das sonst eher nicht, obwohl ich beginne, mich ganz für mich, mit ihnen zu versöhnen. also, behalten sie hoffnung!

  13. luckystrike

    REPLY:
    meine hoffnung geht eher dahin, daß ich eine entsprechend laminierte persona finde, an der alles abperlt und die freundlich lächelt – man will den leuten ja nicht in ihren feiertag spucken.
    ist aber auch erst nächstes wochenende, kann mich also noch vorbereiten.

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