Monthly Archives: February 2008

mein hering ist explodiert!

Im Ernst!
Stehe ich grade vorm Kühlschrank und will mir ein Frühstücksmüsli (pscht, nicht weitersagen!) machen mit dem Vanillejoghurt, denke ich, warum klebt denn der Joghurt außen am Glas, wenn es doch noch zu ist, lecke meine Finger ab und denke, Moment, der Vanillejoghurt schmeckt aber nach Fisch!

War dann auch Fisch, verdorbener. Bjäch, spuck! Der Sahnehering, der seit Wochen auf die Pellkartoffeln wartet, muß über Nacht explodiert sein. Der ganze Kühlschrank ist vollgeschmodddert.

Dabei war er noch haltbar bis genau heute.

Ich sachs Ihnen, dieses Leben ist gefährlich, wenn sogar schon Sahneheringe im Kühlschrank Selbstmordattentäter spielen…

Nachtrag: komische Wortbildung: Attentat -> Attentäter. Eigentlich unlogisch, sonst gäbs doch auch Moritat – Moritäter, Thermostat – Thermostäter, und so.
Umd umgekehrt: Alligator – Alligat, was ist das?
Jetzt bin ich verwirrt, ist verdorbener Fisch eigentlich ein Nervengift?

Lesen Sie doch mal woanders

Heute mal kein eigener Mist, nur ein paar Verweise:

Eine wunderschöne und erotische kleine Geographieminiatur zu den vier Flüssen Serbiens finden Sie hier bei Bomec.
Gut, das Bild mit dem ‘Kosovo deiner Schamhaare’ ist vielleicht ein wenig schief, aber das ist die heutige Unabhängigkeitserklärung wohl auch.

Eine herrliche Verrißliste der beliebtesten amerikanischen Liebesschmonzetten finden Sie bei der immer punktgenauen und immer herrlich zu lesenden Sunset Gun unter den Titel Loathe actually (wofür sie andernorts über 500 wüsteste Beschimpfungen kassiert hat)

Und die viel zu wenig beachteten Umstände um die Wiederbelebung der wohl voll schwulen bzw. vollpfostigen ‘Du bist Deutschland’-Kampagne finden Sie hier und hier bei Deef.

In diesem Zusammenhang möchte ich vor allem meine neueren Leser auch nochmal auf meinen Knopf heute vor 2 Jahren verweisen, aber für meinen Beitrag zur Kampagne waren die Werbeagenturen wohl noch nicht weit genug damals. Heute paßt es vom Niveau her schon besser.

Enjoy!

bionik ist ein alter hut…

… mit wahrscheinlich nilgrüner Schleife!

Sie wurde schon in den 60ern von einer deutschen Chansonsängerin erfunden.

Hier der Beweis:

raupe

raupe1

Der Legende nach soll die Künstlerin bei einem Sommerspaziergang mit ihrem Lebenspartner eine Raupe gefunden haben. “Guck mal, wie interessant”, sagte sie, und dann “Paß mal auf, was ich jetzt mache! Mach mal ein Foto!” Beim Betrachten der Fotos soll sie dann zu ihrem berühmten Stil gefunden haben.

Hartnäckige Gerüchte, die Diseuse habe auf dem Höhepunkt ihrer Karriere um ein Haar die Ausrottung der Schmetterlingsart “Brauner Bär” verursacht, können nach heutigen Erkenntnissen nicht bestatigt werden.

(aus unserer Reihe Bionik für Dummies)

My Valentine – a gift he made himself!*

Auch meine kleine verwahrloste Person ist am Tag der Liebenden bedacht worden.
Mit einem selbstgemachten, sehr persönlichen Geschenk! Ich bin gerührt.
Das kam so: ich stehe im Auto an der Ampel am Görlitzer Bahnhof, habe das Fenster halb geöffnet, weil das Auto fast der einzige Ort ist, wo ich noch ungestört Kette rauchen kann (und nicht mal ich Hartgesottener es ohne Fenster auf aushalte).

Da macht es schwer, naß und phlegmatisch BLOB:

valentine

Ein dicker saftiger Gelber landet an meiner Scheibe und folgt gemähclich der Schwerkraft meine Scheibe herab. Er kommt vom U-Bahnhof über mir. Knapp war es, und er wäre durchs offene Fenster auf meinen Mantel.

Nun kann es sein, daß dies ein Angriff der Spango’schen Choke-Women war, in Reaktion auf die Rauchschwaden, die aus meinem Auto drangen, aber ich bevorzuge die Vorstellung, daß ich an diesem Valentinstag nicht vergessen oder übersehen wurde.
Man klammert sich ja mittlerweile an alles.

*Den zweiten Teil des Titels habe ich einem Porno von Falcon Studios entliehen. Nicht aus einer Muttertagsbroschüre.

Lieber Hauptstadtblog

jetzt muß ich aber doch mal was sagen.
Per Titel nehmt ihr ja für euch in Anspruch, die Hauptstadt bloggerisch zu vertreten. In gewisser Weise schafft ihr das auch, leider oft nur die sozusagen Britzer und Marienfelder Horizonte, wie mir scheint.

Grundsatzlich seid ihr fast allesamt grundsympathische und begabte Autoren, und ganz besonders zu schätzen weiß ich die Miniaturen, kleine Kuriositäten, gefunden beim Erkunden irgendeiner Ecke der Stadt. Sehr schön auch immer wieder mal einfach ein eindrucksvolles oder auch nur schönes Foto aus unserer Stadt.
Auch eure Ausflüge in die lokale Geschichte oder Testberichte wie den von den studentischen Führungen in Museen sind für mich eine Bereicherung.

Bei der Presseschau fängt es dann aber schon an: Oft zitiert ihr nicht wirklich relevante und interessante Nachrichten, sondern den x-ten Beitrag über Feinstaub, oder ob in Pankow wieder dreieinhalb Bäume gefällt werden mußten. Das finde ich nicht Bürgerservice oder ‘politisch interessiert’, sondern – langweilig und irrelevant.

Fahrradständer und Feinstaubbelastung scheinen euch mehr zu interessieren als was in der Stadt wirklich passiert.

Beispiel: Aus den Hauptstadtblog würde man jetzt nicht wirklich erfahren, daß zur Zeit Berlinale ist, und jetzt gerade und gerade jetzt hier die halbe Welt zu Gast ist, Stars und Monster, Dokumentarfilmer und Fans.
Genau 2 Berlinale-bezogene Artikel gibt es: einen Hinweis auf eine Ausstellung über Patti Smith, und einen darüber, daß man während der Berlinale am Potsdamer Platz keine Fahrräder an die Absperrungen anschließen darf (sic!)
Mich wundert, daß nicht über Mad Onna berichtet wurde, die ja sicher die Feinstaubbelastung (!) aufs Gefährlichste hochgepegelt hat, als sie mit ihrem Privatjet in Tempelhof (!) landete.

Und: seit eurer Renovierung fehlen einige Blogs auf eurer Blogrolls, für mich am schmerzlichsten Glamourdick. Das ist ein absolut subjektives, ich-bezogenes Blog aus, in und um Berlin. Das kann man mögen oder nicht, es ist manchmal albern, manchmal pathetisch, manchmal witzig, manchmal profan. Eins ist es aber immer: unverwechselbar und einzigartig. Und eine Berliner Stimme, die niemandem, der sich für die Hauptstadt interessiert, vorenthalten werden sollte. Das Blog gehört in die Blogroll des Hauptstadtblogs wie der Fernsehturm in eurem neuen Layout.

Was ich mir wünschen würde, daß ihr ein wenig die sicher aus journalistischem Seriositätsstreben entstandene Erstarrung und Biederkeit abstreift, mutiger werdet, hin und wieder mal einen polarisierenden, gerne auch satirisch überzogenen, völlig subjektiven Artikel veröffentlicht, euch auch ein wenig dem Glamour und Rummel und den Eitelkeiten der Stadt widmet, die nämlich den anderen Aspekt der Faszination Berlins ausmachen.

Berlin besteht aus Britz und Mitte, aus Molle & Korn und Schickimicki, aus Größenwahn und Kleingartenkolonie, aus Schnelligkeit und Lethargie. Drei Damen vom Grill und Berghain oder Cookies.
Dann könntet ihr euch Hauptstadtblog nennen, alles andere wäre Reinickendorf, wie es die Mädels aus Prinzessinnenbad nennen würden.

So, und jetzt hoffe ich, daß ich nicht aus der Blogroll fliege, obwohl mein Blog nicht wirklich unbedingt eins der Highlights dieser Stadt ist.

Nachtrag: Grade bei Sven den Blogbutton gefunden: Hauptstadtblog.de – die bloggen Berlin.
Also, der Anspruch ist schon selbstformuliert und nicht eine verfehlte Erwartungshaltung meinerseits.

Cruising Cruz – All of Them

oder: Andere Mädels haben auch schöne Brüder.

Vorgestern nchmal “Volver” von Almodovar geguckt, und diesmal sogar ganz gut gefunden.

Penelope Cruz könnte ich stundenlang zuschauen.
Dieses kleine Gesicht mit den viel zu großen dunklen Augen, dem viel zu großen Mund, der viel zu großen Nase, der kleinen Warze am Auge und den viel zu großen Kronen. So süß!

Ob sie eine gute Schauspielerin ist, könnte ich gar nicht sagen, ich gucke ihr einfach zu, wie sie eine Schnute zieht, wie sie lacht, oder wie sie sich bückt oder was. Also ich gucke ihr ganz machomäßig und unschwul auf den Arsch und ins Dekollete.
Dafür schäme ich mich dann ein bißchen, denn wir Homos neigen ja dazu, Frauen ihre Mumu abzusprechen (außer Glam, der schreibt mindestens ein paar Mal im Monat über Mumus). Dabei ist ja eindeutig zu vermuten, daß Frau Cruz eine Mumu hat und auch ganz genau weiß, was sie damit anfängt. Sogar Herr Cruise war da schon dran, bjäch.
Also jedenfalls ist mir peinlich, daß ich Penelope Cruz sexuell anziehend finde (bei Cameron Diaz oder Julia Roberts oder wem auch immer passiert mir das nicht,) und daß das mir peinlich ist, finde ich auch peinlich, oberpeinlich sogar.

Verworren? Ja. Oder verwirrt?

Aber Abhilfe ist in Sicht, denn ich habe herausgefunden, daß die süße Penelope einen ebenso sexy Bruder hat, Eduardo Cruz, wenn Sie sich hier überzeugen wollen: (Frau Cruz synchronisiert hier mit ihrer Schwester Monica einen Porno nach, ist also für fast jeden was dabei):

(Uuuuuuuh! Und ja, ich weiß, die Musik ist total egal, aber Hauptsache, mein Weltbild wackelt nicht mehr und ich kann umprojezieren. Und es bleibt sogar in der Familie!)

Und jetzt geh ich duschen. Eiskalt, am besten.

Von Scheise befreit

sind Strom und Bäche.
(oder so)

(Die Bikinisaison steht wohl an, hatte die Suchanfrage “Brüste basteln”)

So ein sonntägliches Bloggerbrunch ist eine feine Sache, nur nächstes Mal würde ich mir den Spaziergang durch schwarzgraue Menschenschaden zum Mauerpark sparen. Wie eine Spontandemo, der Bevölkerungsbeteiligung nach zu urteilen für irgendwas mit Kleinfamilienförderung. Um genau zu sein, würde ich mir den ganzen erbärmlichen Mauerpark sparen. Aber ich hab ja Kreuzberg, sonst.

Auch sich die Premiere zu verkneifen führt zu einem gemütlichen Sonntagabend mit Prinzessinnenbad, Jodie Foster und der Fremden in ihr (ich dachte, sie sei seit Jahren fest vergeben?) sowie einem üppigen kalten Buffett in Sofareichweite.

Prinzessinnenbad ist jetzt auch auf DVD raus, wenn Sie es noch nicht gesehen haben, dann aber fix! Und wenn Sie es schon gesehen haben, dann auch fix, nochmal gucken!

Außerdem bin ich smitten. Smitten vom überaus charmanten, quicken Tod Spango, der ebendort Kontributor ist. Rauchen Sie weiter und ziehen Sie näher nach Berlin!
Außerdem fordere ich auch hier eine Ausweitung der ChokeWomen-Serie, gerne erst als Grahic Novel, und dann in Verfilmung mit Anjelica Huston und vielleicht Cher. Wenns sein muß auch Christiane Hörbiger und Ruth Maria Kubitschek, die hats allein schon durch den zickigen Namen verdient.

ick steh in volla blüte

christrose

Christrosen blühen von selber eigentlich eh nicht Weihnachten, würd ich auch nicht machen, wenn ich eine wäre. Fuck Weihnachten!

Jedenfalls, meine ist grade aufgewacht.

Ich liebe dieses reine Weiß von Christrosen, ein reineres gibts – außer als Nicole Kidman – nicht.

ich bin eine Immobilie

Es ist wahrscheinlich ein wenig ungewöhnlich, aber ich hab in meinem Leben erst 4 Jobs gemacht (außer Zuvieldienst), drei davon Studijobs, und in keinem von diesen habe ich oder wurde ich gekündigt, entweder war das Projekt zuende, die Firma am Ende, oder ich wurde weitergereicht an den nächsten Job.

Alle diese Jobs haben nicht das Geringste mit meiner Ausbildung zu tun.

Bewerben inklusive Bewerbungsgespräch habe ich mich in meinem Leben auch erst zwei Mal müssen, einmal davon nicht erfolgreich, da wäre ich heute mangels Erfahrung wohl reichlich aufgeschmissen. Aber glücklicherweise steht da ja auch nichts an.

Achso, und einmal wurde ich sogar geheadhunted, das war eine Erfahrung anderer Art, so eine Art Bewerbungsgespräch erster Klasse. Aber da ich ahnte, um welchen Job es ging, habe ich das Schmerzensgeld gleich mit in das Jahresgehalt einkalkuliert, und das war denen dann doch zu teuer (Im Nachhinein habe ich herausgefunden, daß selbst der Geschäftsführer nicht so viel verdient, wie ich haben wollte, gacker. War aber auch eine Phantasiesumme.)

Und umgezogen bin ich in meinem langen Leben auch erst dreimal.

Ich glaub, da kann man schon beständig sagen. Beständig bis zur Lähmung. Eine Immobilie.

Edit: und eine Klopselfe, wie ich grade eben erst herausgefunden habe. Was ich ganz unglaublich großartig finde.