… daß seine Freundin auch ein Arschgeweih hat?

(ein’n hatte ich noch)
… daß seine Freundin auch ein Arschgeweih hat?

(ein’n hatte ich noch)
So, erfolgreich Koffer packen in die letzten Minuten verschoben, so daß wieder Panik angesagt ist.
Schnell noch eine Mix-CD gebrannt fürs Jubelpaar. Sie heißt “Marriage is for Old Folks” nach Nina Simone. Kommt sicher gut an.
Und für Sie, Herrschaften, habe ich eine Hausaufgabe, damit Ihnen nicht langweilig wird (auch für die, die hier nur lesen und nie schreiben!).
Schreiben Sie doch bitte in einem Satz auf, wie Sie dieses Zierblog jemandem beschreiben würden, so á la
“Lucky Strike ist das Blog von einem wunderhübschen 17jährigen, der leider im Körper eines 40jährigen gefangen ist, und dort geht es meist um Blumen, kein Sex und seltsame Lieder”
Verausgaben Sie sich! Ich bin gespannt! Bis Sonntag abend!

(Abbildung ähnlich, Copyright beim Ex)
Zwei Hochzeiten und ein Todesfall, bisher, dieses Jahr.
Und das mir, der ich, ich habe extra nachgezählt, Hochzeiten seit genau 30 Jahren boykottiere, seit der Hochzeit meiner mittlerweile auch verstorbenen Schwester. Womit ich mir den Zorn und die Verachtung der halben Verwandtschaft zugezogen habe, wenn ich ihnen sagte, daß es ja schön sei, daß sie heiraten, ich aber leider nicht kommen könnte, weil ich nichts davon halte.
Jedenfalls, die erste Hochzeitfeier war phänomenal, und das Paar auch. Und morgen muß ich nach Schweden, wo meine alte alte Freundin Gunilla, die übrigens auch nichts vom Heiraten hält, eben – heiratet. Aber nur, weil ihr Vater bald stirbt und sie ihm die Freude machen will. Ich finde allerdings auch, daß es Zeit wird, daß ihr französischer Mann nach 10 Jahren und zwei Kindern ein ehrbares Mädchen aus ihr macht, in ihren Mittvierzigern. (Das ist der, der immer mit leuchtenden Augen sagt, daß er mich haben wollte, wenn er Gunilla nicht schon hätte – in ihrem Beisein. Kein Wunder, ich hab ja auch die größeren Brüste. Sie findets lustig.)
Gunilla hat vor Urzeiten zwei Ölbilder von mir gemalt, die in ihrem Wohnzimmer hängen, eins, wie ich nackt (!) in meiner alten Wohnung auf dem Bett liege, eins wie ich im goldenen Kleid hübsch geschminkt mit großen Augen gucke. Das dürfte zu einigen peinlichen Situationen führen, wenn man den anderen Gästen vorgestellt wird. Ich habe ihr geraten, das fein zu umschiffen, ich weiß da nämlich sonst auch noch ein paar sehr dunkle sehr schmutzige Geschichten von ihr, aus dem Kumpelnest zum Beispiel. Ihre Kinder kennen die sicher noch nicht.
Also geht es morgen mit Flieger und Auto und dem leicht wahnsinnigen Ex von vor 15 Jahren (also meinem Ex, jetze) und dessen Freund nach Barnens Ö, der sogenannten Kinderinsel. Na, vielleicht fällt ja eins für mich ab. Man hat für die Feierlichkeiten ein Ferienlager gemietet, für die anreisenden 80+ Schweden plus Kindern, Alkohol hortet man schon seit einem Jahr, und so steht den Festlichkeiten scheints nichts im Wege.
Wer mich kennt, weiß wie ich Reisen hasse, und Anderswosein, besonders, wenn ich sowas höre wie Ferienlager, wenn ich nicht weiß ob ich zu zweit oder zu viert oder zu vierzigst in einem Schlafsaal schlafen muß (oder gar ganz intim mit Ex und dessen Gatten), die Bettwäsche selber mitbringen darf und mindestens noch 4 Flaschen Wodka. Wenn ich nicht weiß, ob ich Winterpulli einpacken muß oder Badehose oder beides, nur das Mückenspray scheint unabdingbar. Und ein Wochenende mit fast hundert Schweden und Schwedinnen, die wahrscheinlich von Donnerstag bis Sonntag dauerbesoffen und dauerkotzend sind.
Andererseits, und da siehe Serviervorschlag oben, Schweden! Sommer (hoffentlich) in Schweden! Am See! Rudern! Und Angeln vom Boot aus (hoffentlich fang ich nix, ich könnte es nicht totschlagen)
Und Gunilla und Nicolas, eine alte alte schöne Freundschaft, bei der es nichts ausmacht, ob man sich ein oder zwei Jahre nicht gesprochen oder gesehen hat, man fühlt sich sofort vertraut und geborgen. Und da finde ich es richtig, diese unwahrscheinliche Ehe zu feiern, die ein kleines Wunder ist, wie sie zustande gekommen ist, und wie sie überlebt hat.
Ein Liebesdienst, hinzufahren, der Freundschaft zuliebe, der Liebe zuliebe, dem Prinzip Hoffnung zuliebe.
Und deswegen werde ich die nächsten 24 Stunden damit verbringen, mich von verschissenen Schlafsälen, regennassen Gebüschen bei 5°, Kotzepfützen an Bootsstegen, Mückenstichen und Schlägereien zwischen dauerbesoffenen schwedischen Gästen abzulenken.
Ich channele einen großen Himmel, einen herrlichen ewig währenden Sonnenauf- und untergang. Licht, das auf Wellen tanzt, die herrlichen schwedischen Trinksprüche und tiefe bewegende Gespräche in warmem Abendlicht. Kleine Spaziergänge zu zweit oder dritt und der morgendlche Sprung in den See vor dem Lachsfrühstück. Brom- und Himbeeren frisch aus dem Wald, und Grillengesänge in den Büschen. Janssons Frestelse (?) zum Abendbrot und dann in Decken gemummelt am Lagerfeuer sitzen.
Ja goer sa att Blommorna blommar!
Happy Birthday, liebe Mom.
Dein erster Geburtstag ohne Dich. Nach 81 Jahren für Dich und 40 Jahren für mich.
Wie gut, daß du letztes Jahr nochmal so richtig zugelangt hast. (Nicht, daß das jetzt meine liebsten Erinnerungen wären.)
Luzia, was ein schöner Name. Schade, daß ich keine Tochter habe, die ich so nennen könnte.
Just being alive
it can really hurt.
These moments given
are a gift from time.
Just let us try
to give these moments back
to those we love
to those who will suvive.
(Kate, wer sonst)
und heißt Hedy, zu Ehren von Hedy Lamarr, aber nicht weil sie den Vorläufer des Handys erfunden hat, sondern weil diese Fotos sich so perfekt in die Glamschen und Luckyschen Wasserbilder einreihen.
Wir hätten Hedy auch mit an Bord genommen, sind aber auch nicht auf sie angewiesen, bevölkern doch eine ganze Reihe reizender Geschöpfe unsere Flotilla, darunter ja auch einige der reizendsten Bloggerinnen.
Ich bin gespannt, wann der Tag kommt, an dem Glam und Lucky mehr Bloggerinnen an Bord hatten als Don Dahlmann Bloggerinnen, äh, sonstwo.
Jedenfalls, Hedy ist der neuste Neuzugang zur Flotte, klein, grau mit gelb und sehr flott und wendig. Wieder Platz für 2 Gäste mehr.
(inspiriert durch den ersten Satz hier beim reizenden Herrn Spango)
Ich sitze bei meiner heißgeliebten Heidi und wehre mich redlich:
“Ich verstehe nicht, wo hier das Problem sein soll!? Ich habe diesen Körper, ich füttere und tränke ihn, wasche, creme und kleide ihn, manchmal bewege ich ihn, und einige Teile davon mag ich ganz gerne!”
“Haben? Wäre es nicht besser, Sie sagten, sie SIND Ihr Körper!?”