Archiv für den Tag: 11. August 2008

Schwedische Hochzeitsimpressionen

pussy
(genug Katzencontent für die nächsten 5 Jahre in einer schwedischen Kinderlandverschickungsdusche)

- Buddhistische Hochzeitszeremonien sind wesentlich entspannter als christliche. Auch wenn man nix versteht, da auf schwedisch mit französischen Untertiteln. Ommmh-Brummm-Klingel-Dong-oomh-Brabbel.

- Den Preis für die längste Anreise hatte die reizende Adelaide, die für 2 Tage aus Bangkok anreiste (ich hab ihr einen halben Heiratsantrag gemacht) und der Bräutigamsvater aus Kalifornien. Nationalitäten anwesend auf der schwedisch-französischen Hochzeit: Schweden, Franzosen, Deutsche, Belgier, Inder, Australier, Dänen.

- Homosexuellenquotient unter den Deutschen: 75%, ansonsten: 0%, Kinderanteil der Hochzeit: 40 von den 100 Gästen waren Kinder. Reizende Kinder.

- Meine Seele leuchtet in Schweden viel besser als hier.

- Alle Ehemänner werden irgendwann sehr zutraulich und erzählen ganz offen sehr viel Intimes, sie können ja auch sicher sein, daß das am nächsten Tag das Land verläßt.

- Die Ehefrauen tun das gleiche, allerdings einzeln und nicht zusammen mit ihrem Ehemann.

- Einige der jungen Erwachsenen konnten sich noch an meinen letzten Besuch erinnern, vor 15 Jahren. Da waren sie 4 oder 5.

- Der Mund von Jeanne Moreau war auch da. Zu Gast an einer Tante des Bräutigams.

- Morgens um 4 am Lagerfeuer kommt immer die obligatorische Fragerunde der Männer, was sie schon immer von Schwulen wissen wollten, sich aber nie getraut haben zu fragen. Ich habe sie dann überzeugt, daß sie alle auch ein Stück weit schwul sind. War aber auch einfach, die meisten waren ja Buddhisten.

- Wahrscheinlich der Grund, warum mich alle so liebten. Sie wollten bestimmt meinen Buddhabauch streicheln, von wegen Glücksbringer.

- Heten haben defnitiv andere Schönheitsmaßstäbe. So breche man auf keinen Fall dem hübschen Franzosen namens Raoul die Nase, wenn er ganz stolz ein heimlich gemachtes Foto von mir vorzeigt, wie ich nach einem Bad in der scheißkalten Ostsee nackt auf einem Stein am Ufer sitze. Ich sage “Oh, Buddha”, er sagt “Kleine Meerjungfrau, Kopenhagen.” Man muß auch andere Meinungen gelten lassen.
Ich hätte vielleicht auch mehr auf ihn eingehen sollen, als er fragte, ob ich Sex mag, so an sich.

- In Schweden stört es keinen, wenn man zum Buffet durch strömenden Regen muß. Man sollte aber aufpassen, daß man nicht auf die Kinder tritt, die in den Pfützen spielen.

- Es ist nach ein paar Stunden auch pottenegal, wo jemand herkommt, man unterhält sich dann eh mit allen in einem Englisch-Schwedisch-Französisch-Gemisch, paßt für alle.

- Wenn man morgens aufwacht,weil das ganze Haus vibriert und brummt wie ein Bienenstock, dann ist das kein Grund zur Sorge, sondern das Chanting der Buddhisten.