I mean, you can’t spell “class” without “ass”
Gespräche mit Galina
Ach, Luckychen, hab ich wieda große Problem!
Oh, Galina, was ist denn jetzt?
Hat meine Freund, der aus Irak, meine Personalausweis genommen, und gibt nicht wieder her!
Warum das denn?
Chat er mit meine Freundin geschlafen, war ich beese, aber sagt er, braucht er Frauen, viele Frauen, bin isch ausgezogen und wohne jetzt bei andere Freundin. Da chat er Ausweis genommen, und sagt er, krieg ich erst wieder, wenn ich zu ihm zurück gehe.
(Das sind dann so die Momente, wo man auch nichts mehr sagen kann)
Sie putzt weiter, später:
Ach, die griene Kiste, kenn isch, ist von Harry, oder?
Ja, das ist Harrys alte Dildokiste, die war randvoll damit.
Oh!? Hat sich hier auch Dildo?
Ja, klar, aber nicht in der Kiste.
Ach Luckychen, brauch ich bald auch Dildo, wenn das mit Freund so weitergeht.
Wann hast du denn Geburtstag, das wär doch was!
Hihiiihihi, Lucky!!! Hab ich Geburtstag nächste Woche!
Ok, welche Größe bräuchtest du denn? Und weche Farbe, rosa, für Mädchen?
Hihi, ach Luckychen, schau mir, bin ich ganz klein!
Ja, aber auch ganz breit, also, was meinst du?
(Galina lacht sich schlapp)
Ich schenk ihr aber doch wohl keinen Dildo, lieber gute Lotion für ihre arme Allergiehaut. Dann kann sie sich mit schöner Haut einen anderen Kerl suchen. Der dem einen aufs Maul haut und den Ausweis wiederbesorgt.
Aus der Quarantäne
Herrlich, so vier Tage in Quarantäne – wegen irgendwie grippiger Situation hatte ich mich aus dem Verkehr gezogen, ein wenig Schüttelfrost und Fieber, aber vor allem ein mindestens baseballgroßes leeres schwarzes Loch gleich hinter den Augen – nun, ersteres ist weg, zweiteres blieb.
Egal, ich geh heute mal gucken, was die Welt macht. Also jenseits vom Bildschirm.
Japanische Zurückhaltung
Ein Freund war einmal auf Konzertreise in Japan, und besuchte dort auch einen etwas abgelegenen Tempel, den man mit dem Bus erreichte.
Am späten Nachmittag, als alles besichtigt war, wollte die kleine Gruppe mit dem Bus wieder zurück in die Stadt, also erkundigte man sich im Touristenbüro, wann denn der nächste ginge.
Freundliches Lächeln, eifriges Blättern in den Kursbuchern, nur leider keine Antworten. Auf wiederholtes Nachfragen weiterhin freundliches Lächeln, und eifriges Blättern, nach 20 Minuten wurden auch noch einige Kollegen hinzugezogen, die ebenfalls ergeben lächelten und eifrig mitblätterten.
So ging das eine Ewigkeit, bis der Reisegruppe von selber auf die Idee mußte, daß wohl an den Tag kein Bus mehr ginge, und daß sie selber schauen müssen, wie sie wieder in die Stadt kommen.
Anscheinend war es denn Touristenberatern nicht möglich, das mitzuteilen, weil es unhöflich gewesen wäre, man sagt auf eine Bitte nicht Nein und maßt sich nicht an, unangenehme Wahrheiten zu verkünden.
Man hätte also noch ein paar Tage damit verbringen können, dem Personal beim ergebenen Lächeln und eifrigen Blättern zuzuschauen.
Nun kann ich nicht beurteilen, ob das wirklich so stimmt, aber wenn ich mir die Pressekonferenzen zum GAU in japan so anschaue, macht es doch wahrhaft Sinn.
Offensichtlich muß die Welt schon selber drauf kommen, daß der (Super?)GAU schon längst passiert ist.
Wo sollse denn herkommen, die Felicidad?
(aus der bezaubernden Collage “Jetzt hat sie’s” von Katharina Franck)
Nee im Ernst, ich frag mich, wo man das immer hernehmen soll, jeden Tag antreten, mild und freundlich sein, nur um dann wieder nach Hause zu fahren. Allein allein.
Und dann noch diese Arschlochnarzisse: Da kauft man so ein Töpfchen mit winzigen Trieben und Knöspchen, pflanzt es mit Liebe und Vorfreude ein, und was macht das blöde Stück: wächst und streckt sich, und steckt seine Blüten in die andere Richtung, dreht mir so den Rücken zu – was ein Arschloch!
(Edit: Oder es war doch nur das kleine Frühlingsgrippchen, das so runtergezogen hat – ich bleib heut mal mit dem Arsch zuhause, vielleicht hilft das)

Jehtoch!
Was in Ägypten und Tunesien ging, hat anscheinend in BaWü auch geklappt, sogar fast gewaltfrei – eine fast 60jährige Herrschaft zu beenden. Was sicher interessante Veränderungen besonders im mittleren und unteren Verwaltungsfilz bedeutet, der ja jahrzehntelang ungestört rumwuchern konnte.
Besonders freut es mich aber für Rheinland-Pfalz, meinem Heimatland. Wenn ich daran denke, wie ich, als ich das erste Mal wählen durfte, das Wahlergebnis der Grünen in meinem Dorf um 100% steigerte – da werden nämlich am nächsten Tag die Stimmen kontrolliert, und die andere grüne Stimme gehörte einer Frau, die als irre und “mit der spricht man nicht” schon seit Jahren aussortiert war. Da wurd man am nächsten Tag von vielen argwöhnisch angesprochen.
Und jetzt gehts auch dort nicht mehr ohne grün, auch wenn ich die eine Spitzenkandidation mehr als fragwürdig finde.
Die Taschentücher des Diktatoren
Ist Ihnen eigentlich auch schon mal aufgefallen, daß auf fast allen Fotos mit Gaddafi er entweder ein Papiertaschentuch in der Hand hat oder ein schicker Papiertaschentuchspender auf dem Tisch steht?
Was soll uns das sagen? Hat er Koksschnupfen oder wichst er gern mal heimlich zwischen Ansprachen und Interviews?
Fürsorglich aber neben dem Punkt
Luckychen, sagt meine frisch wieder eingeflogene ukrainische Putzperle mit besorgtem Blick, hab isch in Färnsehn gesehn, ist nich gäsund, wie du sitzt, mit Computer auf die Schoß! Macht Strahlen und macht, äh, Sperma kaputt!
Galinchen, sag ich ihr, mach dir da mal keinen Kopf drum. Ob mein Sperma links dreht oder im Dunkeln leuchtet, keiner wirds mitkriegen – und Kinderproduktion steht auch nicht an.
Hochmut kommt vor dem Phall
Erst kürzlich, also gut, vor mpffeinhalb Jahren, hatte ich auf die hochverehrte Doro verweisen und zitiert:
“das ist ja mit steigender lebenserfahrung ein allgemeines problem, man will ausgesucht werden und nicht einfach nur aufgrund des eigenen geschlechts so mitgevögelt werden.”
OK – nach mpffeinhalb Jahren: Ich gebe auf. Ich gebe klein bei, ganz klein. Haben und Soll, Vogel in Hand oder auf Dach. Sie verstehen.
Blond am Sonntag
Heute ab 15 Uhr ist übrigens Bloggerblondieren bei Lucky. Ansätze oder ganz – wie es beliebt, Herr Lucky wird selbst Hand anlegen an die Häupter der Besten. Nicht, ohne sich der Gefahren bewußt zu sein.
Also, wer braucht noch? Wer hat noch nicht?
(Und in ein paar Jahren mach ich dann vielleicht Botox-Parties für alle)