Heavy hangs the Head
that yesterday wore the Crown.
or:
The Hangover that won’t quit.
Heavy hangs the Head
that yesterday wore the Crown.
or:
The Hangover that won’t quit.
Gestern kam er dann, der Anruf von der Ausländerbehörde.
Sie habe sofort zu erscheinen, und 30 Euro mitzubringen. 30 Euro, das bedeutet neue Fotos, also ein Visum.
Ich hatte sie zum 24.10. entlassen müssen, da ihre Arbeitsgenehmigung dann auslief, und wir keine Meldung vom Amt bekommen hatten.
Dem war aber nicht so. In einem Zimmer mit Trennscheibe teilte man ihr mit, daß mein Antrag abgelehnt sei, und überreicht ihr ein auf den 12.10. rückdatiertes Schreiben. Die Argumentation der Ablehnung ist so, daß ich dagegen nichts unternehmen können werde.
Der angebotene Job sei nicht mit der Qualifikation der Antragstellerin zu vereinen. Dagegen kann man nicht sagen. Obwohl in Deutschland sehr viele Magister und Magistras der Literaturwissenschaft in CallCentern arbeiten. Müssen.
Der Ton der Sachbearbeiterin ist gereizt und wird zuweilen sehr laut. Höhnisch wird ebenfalls darauf hingewiesen daß man sich “den ganzen Wirbel auf den verschiedenen Ämtern” hätte sparen können, sie hätte sowieso keine Verlängerung bekommen.
Sie wird darauf hingewiesen, daß sie zwei Wochen Zeit habe, rechtlichen Widerspruch einzulegen, der aber mit Sicherheit scheitern werde. Und daß sie dann auf jeden Fall kein Touristenvisum bekommen werde, falls sie einmal als Besucher nach Deutschland einreisen wolle.
Ihr Personalausweis wird ihr abgenommen wie einer Verbrecherin, und sie muß 10 Euro für die Aushändigung eines Ausreise- und eines Passierscheins bezahlen. Den Personalausweis bekomme sie dann am Flughafen zurück.
Eigentlich verwundert es einen, daß sie nicht gleich mit Bullenwanne an den nächsten Flughafen gebracht und deportiert wird.
Deutschlands Gastfreundschaft hat, wenn man aus dem falschen Land kommt, eine harte kalte Brust. Und die Erfüllungsgehilfen scheinen in Stil und Ausführung ihre Arbeit in guter alter deutscher Tradition zu verstehen.
!!!
(Foto courtesy of www.alnatura.de)
Montag, 22.10. Nachdem ich den Herrschaften auf dem Ausländeramt nun 10 Tage Zeit gelassen habe, und auch der übergeordneten Behörde, dem Senat für Inneres, die mir beide versprochen haben, daß der Vorgang nun bearbeitet würde, haben weder S. noch ich Antwort auf meinen Antrag zur Erteilung eines Aufenthaltstitels für S. bekommen.
Große Leistung, Herrschaften!
Herr Glam hat schon vor einem Jahr entdeckt:
Nach Wochen des aus-dem-Fenster-lehnend-Rauchens bin ich ziemlich sicher, wie der Wasserspeier erfunden wurde. Hässliche Bauarbeiter in Kathedralen mit Rauchverbot.
Aber wir alle wissen ja, der Mann strotzt vor Genitalität.
Schon immer, aber besonders seit “Snakes on a Plane” bin ich ja ein großer Fan von Katastrophenfilmen, besonders Flugzeug-Absturz-Filmen, weil dort das Repertoire an Handlungsmöglichkeiten und deren Variation so begrenzt ist. Und die Umsetzung deswegen umso spannender.
Bei meinem Billigfilm-Shopping-Spree bei Amazon hab ich mir dann “Airport ’75” geholt, zu deutsch “Giganten am Himmel” (indeedy). Eigentlich nur, weil es Gloria Swansons definitiv letzter Film ist, nach über 60 Jahren im Job. You don’t know who G.S. is? Go hang yourself or watch “Sunset Boulevard” by Billy Wilder. Subito!
Sie spielt sich selbst, und das gut. Sogar der Stuntman, der die Notrutsche am Ende runterrutscht, spielt sie gut.
Ein herrlicher billiger 70er-Jahre Film, cheap thrills, ein bissel ranzig, und star-studded, wie man das damals so hatte. Man kann Myrna Loy sehen, die eigentlich durch die 40er Serie “The Thin Man…” berühmt wurde, aber hier spielt sie eigentlich Bette Davis, also im Prinzip ein Film mit Gloria Swanson und (fast) Bette Davis zum Preis von nur einem.
Charlton Heston, ebenfalls Hollywood-Dinosaurier, spielt den männlichen Retter. Das war zwar vor der Zeit, als er zum rechtskonservativsten Arschloch diesseits des Papstes mutierte, aber auch damals hatte er schon zu viele (sehr gelbe) Zahne für nur ein Gesicht.
Zwei Nonnen gibts zeitgemäß auch, und Nancy Olson, die Betty Schaeffer aus Sunset Boulevard, erkennt man gereift wieder. Sie spielt die Mutter von Linda Blair, die, anscheinend vom anstrengenden Exorzistentum gebeutelt, neue Nieren braucht. Sie hatte aber auch eine ungesunde Hautfarbe in den Filmen.
Den Part der Stewardess, die das Flugzeug nach Abgang der Piloten fliegen muß, spielt Karen Black. Karen Black war für amerikanische Filme der 70er das, was Prilblumen für deutsche Küchen waren: überall, ärgerlich, nichtssagend, charakterlos, und schwer zu entfernen. Aber erstaunlich, wie wenig Wind in dem immerhin geplatzten Cockpit zur Verfügung stand, um ihre Frisur wenigstens ein wenig mehr dramatisch durcheinander zu bringen.
Was auffällt im Gegensatz zum 00er “Snakes on a Plane”: Heutzutage hat der Verbraucher enscheinend mehr zu sagen, im 75er Airport pochen die Passagiere noch nicht so sehr auf ihr Recht auf Erfüllung der Dienstleistung und Information und lassen sich selbst in der größten Turbulenz noch mit Minibarportionen von Bourbon abfinden.
Und Karen Black darf das Flugzeug noch nicht alleine landen, denn damals gestand man Charlton Heston noch eine Existenzberechtigung zu. Heutige Stewardessen in Katastrophenfilme können ihre Flugzeuge schon auch selber landen.
(oops, welch peinliches timing, fast genau 30 jahre nach der landshut. sorry.)
Nun gönne ich mir also einen Krank-Tag und gebe mich pudelwohl in mein Elend. Kann ungeniert husten, niesen, schneuzen, eine Pyramide aus Taschentüchern aufbauen, und wenn die Knochen weh tun, drehe ich mich eben in eine andere Position.
Während draußen ein goldener Oktober tobt und in mein Zimmer scheint.
Soll mir keiner vorwerfen, ich würde mich nicht gut um mich kümmern. Gottseidank hatte ich am Wochenende einen meiner seltenen Shopping-Anfälle bei Amazon und habe einen großen großen Stapel Filme hier zu liegen.
Hach, was gehts mir schlecht!
Herrschaften, vorgestern Nacht muß es passiert sein, und hinterhältige kleine Aliens haben das Hirn und alle Organe hinter meinem Gesicht mit einer großen Masse Schleim ersetzt.
Der Blick ist trüb, die Gedanken stecken in verstopften Gängen fest, die Nase rot und der Hals ist rauh. Alle Knochen tun weh.
Deswegen ist hier grad nix Gescheites zu erwarten. Lesen Sie doch einfach die alten Sachen, oder kennen Sie die schon alle?
Manchmal ist es ja wie bei einer Einladung: Erst die geschickte Gästezusammenstellung macht einen gelungenen Abend (nicht daß das bei mir oft klappen würde, bin nicht so ein versatiler Gastgeber.)
Jedenfalls, die neue Annie Lennox kann ich mir nicht am Stück anhören, zu viel gepreßte Schwermut mit zu viel gepreßter Stimme, ein paar wunderschöne, auch ein paar ärgerliche Songs dabei (singt sie wirklich auf “Womankind” in echt “Rhubarb”? Dann wäre es sicher eins der ersten Lieder, in denen Rhabarber vorkommt.)
Per Zufall über die ‘Zuletzt hinzugefügt’-Funktion aber im Mix mit der neuen CD von Roisin Murphy paßt es phantastisch. Miss Murphy in ihrer ganzen Kühle und gewollten Unsympathie (oder fühle nur ich das?) bietet einen hervorragenden Gegenpunkt. In der ganzen Disco-Prächtigkeit gefaäält mir besonders “Cry Baby” mit einem original High-Energy-Sample von Divines “Shoot your Shot” oder sowas.
Jedenfalls spielen die beiden herben Damen schon den ganzen Nachmittag hervorragend miteinander in diesem meinem kleinen sonnendurchfluteten Wohnzimmer.
(In dem heute zum ersten Mal seit vier Wochen die armen Pflanzen gegossen wurden, aus lauter Bewegungsdrang.)
Ring Ring Ring goes the telephone
the lights are on but there’s no one home
TAFKAM
Damit das hier nicht noch zu einem Polit- oder Engagements-Blog verkommt, heute mal nur Flachsinniges. Hab ich mir aber auch verdient.
Gestern meine Waage erschossen, also virtuell, habe ja keine Knarre, *und das ist auch gut so*. Wenn man dann die Hosen paar Nummern größer kauft, fühlt man sich nur noch halb so fett und jetzt ist wieder Luft für noch ein paar Kilo. Not!
Das wird ein Wochenende: 2x Geburtstagsparty und eine Premiere. Weiß noch nicht, wie ich das überstehe.
Überhaupt Geburtstagsmarathon. 5x in 8 Tagen, das ist schon heftig. Muß mir mal andere Sternzeichen aussuchen, zum Entzerren. Andererseits, ich liebe meine Geburtstagskinder schon sehr, Schwester, Godi, Susebene, Bartelbie, LMB. And more to follow. Aber ab Mitte November ist wieder Ruhe bis Ende Januar.
Auch schön, wenn man von der Therapeutin gelobt wird. Dabei ist sie es, die heiliggesprochen gehört, bei so viel Fortschritt in bisher erst 14 Sitzungen. Hätte ich nur schon vor 10, ach, was sag ich, 20 Jahren angefangen.
Blöd bin ich aber immer noch. Sonst hätte ich gestern den Süditaliener, mit dem ich vor 2 Jahren mal ein Affärchen hatte, mit seinem fetten DingDong nicht so schnell abgewimmelt. Er ist so schön einfach gestrickt, kaum sieht er ein Po-Foto aus günstigem Winkel geschossen, ist er in Fahrt und ignoriert alle anderen ungünstigen Zustände. Eigentlich perfekt für ReHa und Wiedereingliederung. Vielleicht hat er das mit den konsequenten Safer Sex in den letzten beiden Jahren ja auch endlich dazugelernt.
Also, have yourself a nice little weekend!
Lovely Greetings from the Valley of the Dulls.
Lucky