Category Archives: auch scheisse

Motley

Dafür, daß es leider einfach nicht dazu reicht, daß ich meine vierfarbigen Bartstoppel mal ab und an zu einem ordentlichen Bart heranzüchten kann, wenn mir danach ist, ist es doppelt ärgerlich, daß die wenigen Stoppeln dann aber bis an ie Augen ranwachsen, so daß ich mir ab und an sogar die Tränensäcke rasieren muß.

Furche

So langsam kommt man in das Alter, wo man sich nicht sicher ist, ob das im Gesicht des möglicherweise attrakitven Manns gegenüber noch Grübchen sind, oder schon Magenfalten.

Urlaubsgefahren

Wenn man also Ungewohntes tut, wie zum Beispiel das tapfere Fahrrad auszumotten, um sich die Gegenden mal was genauer anzuschauen, im Auto kriegt man ja nix mit.
Und ja, das Kabelschloß ist schon in den letzten Jahren seltsamerweise immer enger geworden, aber wirdschon, also nach Aufschließen des Rads ein wenig mehr den Bauch einziehen und zuschnappen lassen.
Und wenn man dann den Bauch wieder aufschnappen läßt, und es dann ganz arg zwickt, und man fast 10 Minuten, mittlerweile blau im Gesicht, braucht, um das verf*ckte Schloß wieder aufzukriegen, dann ist man am Ende doch sehr sehr dankbar, daß man in dem Zustand nicht die nächstbeste Schlosserei (wo gibts sowas?) oder den nächsten semiprofessionellen Fahrraddieb im Görliter Park suchen muß.

Gibts diese Schlösser eigentlich auch in unterschiedlichen Bundweiten?

Dinge, die man an einem Samstagabend in der Schlesischen Str. einfach nicht mehr tun kann

Mit den verwi ungewasch ollen Sweatpants und ohne Schlüpper und mit Flipflops und unfrisiert nur mal eben schnell zu dem gottvergessenen Asiaten rüber gehen, um Abendessen zu holen, weil der ja vielleicht auch liefern würde, aber nicht kann.
Der gottvergessene Asiat, wo sonst kein Mensch ist/ißt, ist nämlich knüppelvoll mit englischen Prolljungmenschen, die sich über ihre gestrigen Komasauferlebnisse austauschen, und deswegen dauert es ewig, und man kann in den 10 Minuten vor dem Laden Hunderten, ach was Tausenden Touris, frisch geduscht und beduftet und gestylt und mit Erwartung im Blick und bis zu drei Travelling Beers in der Hand bei ihrem Gang ins Nachtleben zuschauen, und den wenigen, leicht zu erkennenden Einwohner, wie sie genervten Blicks bloß versuchen, von A nach B zu kommen. Und bis man dann wieder auf der anderen Straßenseite angekommen ist, ist das Essen auch schon fast wieder kalt.

Angekommen?

So, physisch schon mal angekommen, in der Eifel. Nur warum ich eigentlich hier bin weiß ich nicht, hätte ich mir vorher wohl mal Gedanken machen sollen.
Eine unglaublich anstrengende und sehr seltsame letzte Woche – nicht jede idee ist auch eine gute Idee, mehr will ich dazu nicht sagen.
HIer jedenfalls, glücklich, auf der Terrasse einen ganz dünnen Faden Mobilinternet gefunden zu haben, um SIe wissen zu lassen, dass es mich noch gibt und das Blog nicht verwaist, auch wenn es die Hölle ist auf diesen ***xperia zu tippen.
Leider das Musikdock für den IPott vergessen, jetzt erstmal dafür sorgen, dass es hier Musik und ein wenig Netz gibt.
Und dann wohl die todkranke Nachbarin besuchen, ganz krebszerfressen soll sie sein, die letzte der Grde der alten Kniffelweiber, bald vorbei vorbei.
Es ist ja nicht so, dass jedesmal jemand stirbt, wenn ich hier her komme. Nein, höchstens jedes zweite Mal.

Vorsicht – alles auf die Bäume!

Mein Horoskop für heute:
Diese Zeitqualität wirkt stimulierend auf Ihre geschlechtlichen und schöpferischen Kräfte. Eine sexuell harmonische Beziehung wird insofern davon profitieren, als Sie und Ihre Partnerin Ihre sexuellen Energien jetzt wirklich freisetzen können. Andernfalls könnten Schwierigkeiten auftreten. Wenn man seine Sexualität nicht äußern kann, verwandelt sie sich in Konfliktstoff. Falls Sie keine Beziehung haben, könnten Sie sich jetzt von fast jedem Menschen, dem Sie begegnen, sexuell angezogen fühlen.

(ich krieg mich kaum ein vor Lachen…)

Boah eh

Geht gar nicht, mit dem Älterwerden. Am Samstag so besoffen gewesen, daß ich im Roses aufm Klo (immerhin) gekotzt habe. Und da hab ich zwar schon allerlei gemacht, aber noch nie gekotzt, ischwör, Alter. An sonst was kann ich mich nicht erinnern.
Bis gestern abend war mir noch schlecht. Früher hatte man beim ersten Kaffee ein wenig Übelkeit, und dann war das, äh, gegessen.
Und auf Arbeit ist mir seit Wochen sooo langweilig, wenn das so weitergeht, fang ich noch an zu twittern. So weit isses schon.

Japanische Zurückhaltung

Ein Freund war einmal auf Konzertreise in Japan, und besuchte dort auch einen etwas abgelegenen Tempel, den man mit dem Bus erreichte.
Am späten Nachmittag, als alles besichtigt war, wollte die kleine Gruppe mit dem Bus wieder zurück in die Stadt, also erkundigte man sich im Touristenbüro, wann denn der nächste ginge.
Freundliches Lächeln, eifriges Blättern in den Kursbuchern, nur leider keine Antworten. Auf wiederholtes Nachfragen weiterhin freundliches Lächeln, und eifriges Blättern, nach 20 Minuten wurden auch noch einige Kollegen hinzugezogen, die ebenfalls ergeben lächelten und eifrig mitblätterten.
So ging das eine Ewigkeit, bis der Reisegruppe von selber auf die Idee mußte, daß wohl an den Tag kein Bus mehr ginge, und daß sie selber schauen müssen, wie sie wieder in die Stadt kommen.
Anscheinend war es denn Touristenberatern nicht möglich, das mitzuteilen, weil es unhöflich gewesen wäre, man sagt auf eine Bitte nicht Nein und maßt sich nicht an, unangenehme Wahrheiten zu verkünden.
Man hätte also noch ein paar Tage damit verbringen können, dem Personal beim ergebenen Lächeln und eifrigen Blättern zuzuschauen.
Nun kann ich nicht beurteilen, ob das wirklich so stimmt, aber wenn ich mir die Pressekonferenzen zum GAU in japan so anschaue, macht es doch wahrhaft Sinn.
Offensichtlich muß die Welt schon selber drauf kommen, daß der (Super?)GAU schon längst passiert ist.

Röchel

Fast wäre ich dran gewesen. Anderthalb Stunden habe ich gekämpft, schwitzend wie ein Schwein, mit zitternden Fingern und nassen Handflächen. Schon in den letzten Tagen mehrten sich die Warnzeichen, und heute morgen war es dann soweit.
Frau Koma hat gestern noch über die digitale Kluft philosophiert, und heute wäre es mir fast passiert: ein Leben Morgen ohne Internet. Blinde blanke Panik! Kraiiisch!
Irgendwo zwischen Router oder Modem oder wie sowas heißt immer wieder neu starten, und der unsäglichen Windows-7-Hilfe, die immer irgendwas rumrödelt und einem dann irgendwann sagt, daß das Problem nicht behoben werden konnte. Als Ultima Ratio kann man dann noch auf “Weitere Lösungsmöglichkeiten” klicken, und da steht dann tatsächlich “Einen Freund fragen.” Ehrlich. Alternativ könnte man noch die Online-Hilfe aufsuchen, wenn nicht – aaargh!

Letzten Endes war es dann auch ein weniger technisches Problem: In einem der vielen dunklen verwahrlosten Ecken des Lucky’schen Haushalts, da wo auch das ukrainische Putzinferno strengestes Reinemachverbot hat, winden sich Kabel, Käbelchen, Leitungen wie die sprichwörtliche Schlangengrube, in einem zarten, fragilen Arrangement.
Und irgendwo dort strecken sich zwei spirrelige, viel zu kurze Drähtchen aus der Wand, die lose in einer ehemaligen Unterputz-Telefondose gehören und sich dort auch nicht richtig dauerhaft befestigen lassen. Und ja, ich habe an Sekundenkleber gedacht.
Nach anderthalb Stunden jedenfalls hatte ich die Dingse anscheinend richtig wieder reingefrickelt, und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, mal Geld auszugeben für so ein richtiges Hightech-Endgerät wie eine ordentliche Telefondose.

Vertrauen in den Kiez und Wertstoffe

…und dann festgestellt, daß ich seit mindestens einer Woche mein Auto unverschlossen parke, weil die Beifahrertür nicht zu war, ging die Zentralverriegelung nicht.
Es zahlt sich also schon aus, wenn das Auto komplett zugemüllt voller Wertstoffe gepackt ist, Zigarettenpackungen der letzten xx Monate, Ruder für den Sommer, Papiere (hoffentlich keine wichigen), leere Flaschen (die Piccolos und Flachmännner von dem Ausflug mit Bomec im Sommer) und Kaugummidosen, und natürlich diverse aufblasbare Tiere für den Sommersee. Wenn das Auto dann auch außenrum seit 2 Jahren nicht gewaschen wurde, ist es wohl kein Gegenstand, den irgendjemand klauen oder anzünden will.

Die Tüte mit Pfandgut dagegen, die ich in den Hauseingang stellte, für Selbstabholer, die war in 45 Sekunden weg.