bloss nicht gucken!

Diese ärgerliche Schmonzette (nicht daß ich sonst etwas gegen Schmonzetten hätte!) ‘Wo die Liebe hinfällt’, im Original ‘Rumour has it’.
Angefangen von der untragbaren Fehlbesetzung der Hauptdarstellerin Jennifer Aniston, die aussieht als ob ein dreijähriges Kind ein Gesicht malen soll (Punkt, Punkt, Komma, Strich) und dieses auch nur gelegentlich fernsehserientauglich verziehen kann, über die völlig dämliche und uninteressante Handlung bis dahin, daß man Kevin Kotzner eigentlich auch nie wieder in einem Film sehen wollte. Immerhin müssen die beiden miteinander schlafen, was ja irgendwie paßt.

Ärgerlich die Ausführung der eigentlich interessanten Grundidee, was wäre, wenn es die Familie in der ‘Reifeprüfung’ wirklich gegeben hat, und wie ist es weitergegangen? Die Rolle der Mrs. Robinson mit Shirley MacLaine zu besetzen, ist eigentlich erstmal gut, und es freut daß die alte Un-Dame mal wieder mehr Filme produziert. Traurig dagegen, daß sie im Gegensatz zu ihrer Rolle in ‘In her Shoes’, wo sie tatsächlich auch schauspielert, hier nur versucht, die Charge zu wiederholen, die sie vor 20 Jahren einmal gewinnbringend für sich eingeführt hat. Nur leider gerät ihr das hier lediglich mumienhaft, und der immer gleiche Alkoholikerwitz in Variationen ist das einzige, was sie zu sagen bekommt.
Wenn Aniston also mit Kotzner schlafen muß, bliebe als erfreuliches Ergebnis Marc Ruffalo übrig. Nur leider sieht der glattrasiert gar nicht gut aus, dabei kann er sonst doch so sexy. Wer auch immer in der Maske beschlossen hat, ihn glattzurasieren, dem gehört jedes einzelne Sackhaar mit der Pinzette ausgerupft.
Fazit: Soviel kann man gar nicht nebenher trinken, um sich diesen Film schön zu gucken! Dann lieber in eine verstaubte Zimmerecke starren.

scheisse sieht das gut aus!

wenn der tag sowieso schon ruiniert ist, dann kann man ihm auch gleich die kante geben, und z.b. die fliesen an die wand in der küche machen. längst überfällig.
rote klitzekleine mosaik-glasfliesen.
und es sieht echt verdammt gut aus und hat anscheinend sogar geklappt (wenn sie nicht morgen wieder alle untenliegen) – jetzt ist mir doch schon deutlich besser.

verdriesslich!

heute bin ich, warum weiß ich nicht, so schlecht gelaunt, daß ich vor lauter schlechter laune ab und zu gänsehaut bekomme.

ich bin verdrießlich, weil ich verdrießlich bin
bin ich verdrießlich, ach so verdrießlich.
sonne scheint gar zu hell, vogel schreit gar zu grell,
wein ist zu sauer mir, zu bitter ist das bier
honig zu süßlich, ich bin verdrießlich.

dort wird musik gemacht,
dort wird getanzt, gelacht,
dort wirft man gar den hut,
wie mich das ärgern tut!

ist nicht ersprießlich, ist nicht in meinem sinn,
weil ich verdrießlich bin, ach so verdrielich bin.

wo ich auch geh und steh,
ich meinen schatten seh
immer verfolgt er mich,
ist das nicht ärgerlich!?

oh, wie mich das verstimmt,
oh wie das mich ergrimmt,
wie das ins herz mir brennt,
himmelkreuzsakrament!

ist nicht ersprießlich,
ist nicht in meinem sinn,
weil ich verdrießlich bin,
ach so verdrießlich bin.
(dank an cora frost)

Landei-wochen bei lucky

Ankündigung:
Ab Dienstag werde ich ein paar Tage im Schoße der buckligen Verwandtschaft verbringen. Ich denke da wird sich einiges ergeben für hier von dort, wo die Kühe schöner sind als die Mädchen, die Jungs strenger riechen als Irish Moos, und wo ein fetter Arsch noch ein Statussymbol ist, egal für welches Geschlecht.
Falls am Ende des Tages genug von mir übrig ist, um das Ganze auch noch ins Hochdeutsche übersetzt zu verbloggen.

berufswünsche

Mein erster Berufswunsch war: Zoodirektor. Nein, nicht Pfleger, gleich Direktor. Aber als ich das erste Mal den Hühnerstall oder meinen Meerschweinchenstall ausmisten sollte, hat sich das aber so ganz schnell gegeben.
Mein nächster Berufswunsch war Rentner. Das fanden dann alle ganz putzig.
Seitdem ist mir nichts mehr eingefallen, berufswunschmäßig. Doch, pubertätsbedingt, mal kurz Popstar. Mangels Musikalität eingestellt.
Bleibt also immer noch Rentner.

(edit) Bei etwas Nachdenken fällt mir auf, daß ich doch sowas wie Zoodirektor geworden bin. Mehr so in einem Streichelzoo.

ich nichtschwimmer

Als ich 9 oder 10 war, nahm mein Vater mich mit ins Hallenbad, das erste Schwimmbad meines Lebens. Und wahrscheinlich der erste Ausflug meines Lebens mit meinem Vater. Sonst war halt immer meine Mutter zuständig gewesen.
Jedenfalls war ich mächtig beeindruckt von den Vorgängen, Umkleidekabine, Dusche usw., und auch, daß mein Vater eine Badehose besaß.
Und weil ich nicht so weicheiig erscheinen wollte, dachte ich, probiere ich das mit dem Schwimmen geradeaus, also einfach rein ins Wasser, wird schon gehen.
Mein Vater, sowieso schon schwer überfordert mit dem ganzen Unterfangen, brauchte einige Zeit, mich wieder aus dem Wasser zu ziehen. Vielleicht, weil er auch gar nicht so richtig schwimmen konnte.
Und damit war das gegessen. Trotz etlicher Schwimmkurse habe ich halbwegs Schwimmen erst vor 3 oder 4 Jahren im See gelernt, und bis heute hasse ich Hallenbäder und den Chlorgeruch der Angst.

die boating-saison ist eröffnet

flusspferdchen

Zugegeben, das Foto ist aus einem der letzten Sommer, aber trefflich geschossen vom Glämmerwet
Aber immerhin, Ende Juni, und man kann doch noch schon mit Glämmerdick und Schlauchboot auf und in den Schlachtensee.
Ein neues Schlauchboot übrigens, ‘Tornado’ ist sein Name, riesengroß, nur nicht so schnell wie sein Name verspricht, nachdem pünktlich zum Ende der letzten Saison das schöne alte blaue nach vielen Jahren treuer Dienste eben jenen quittiert hat. So ist die neue Saison eben rot-silber-schwarz. Und geräumiger.
Und leider etwas zu viel Sonne abgekriegt, ich sehe aus wie ein gekochter Hummer. Deswegen heute kein See für mich.

geständnis too

hab dies zwar grade schon bei choc gestanden, aber hier paßt es so hübsch in die reihe:
ich habe einmal bei einem ehemaligen freund während seiner party auf seine zahnbürste gepinkelt. weil ich auf ihn sehr sauer war.
eigentlich hatte ich seine häßliche gaultier-parfüm-flasche im visier, aber dann war mir die geste dann doch zu groß. und die einfüllmöglichkeit zu klein.

so, und jetzt werde ich wahrscheinlich nie wieder irgendwohin eingeladen.