mariah carey hat mich beklaut

Ausgerechnet diese nicht unentbehrliche Blähkuh.
Sie hat ein “Parfüm” rausgebracht (warum auch immer): “M has top notes of marshmallow and sea breeze accord, a heart of Living Tahitian Tiare and gardenia and a drydown of sheer amber, patchouli and Moroccan incense.”
Das Werbefoto sieht so aus:

m

Die Inspritation hat sie ganz klar von hier:

winde

Ich wette, daß ihr Gebräu auch genauso riecht wie mein Handfeger.

(via The Produzentin)

das amt, der lucky und die menschenwürde

Wie Herr Lucky also erfuhr, braucht er eine Bescheinigung von verhaßten Führerscheinamt, damit er auf der schönen Insel nicht nur am Flughafen sitzen bleiben muß.

Flugs begab er sich in die unglückseligen Hallen, und nach nur 3x falsch geschickt werden betrat er einen Flur, der Kafkas kranken Gedanken entsprungen sein muß. Ca. 25 Türen, der Zuständigkeit halber, Bre-Dab, Dac-Ert usw sortiert. Der Flur signalisiert ‘Lasset alle Hoffnung fahren’, deutlicher noch prangt das rote Schild und sagt: ‘Maßnahmen gegen Führerschein-Inhaber’. Kein falsches zeitgemäßes Dienstleistungsgeschwurbel hier.

Ebenfalls im Sinne Kafkas finden sich 90% der Türen fest verschlossen, auf die jeweilige Nachbartür verweisend.
Endlich eine offene zuständige Tür erwischt, deren Bewohner gleich beim ersten Anblick dringliche Unzuständigkeit vermittelt.

Der stark sächselnde zeitlos 60Jährige begegnet meinem Anliegen, noch bevor ich zu Ende gesprochen habe, mit Inbrunst: ‘Sowas gibts gornet’
Mein Einwand, ich hätte telefonisch eine andere Auskunft erhalten, erntet den Standardabwehrschritt ‘Jo des müssense schriftlich beantragen, dann bekommense eine Aufforderung zur Zahlstelle, dann wird ihnen das POSTALISCH zugestellt.’
Ich glaube nicht, daß der Mensch sich schon mal die Homepage seines Amts angeguckt hat, welches Bürgerfreundlichkeit simuliert. In seinen ewigen 60ern gibt es keine Homepages.

Mein Einwand, das könne er mir nicht antun, mein Flug gehe am Samstag, erntet einen verständnislosen Blick und die Auskunft, das ‘ginge sowieso net, weil die Akte im Archiv eingelagert ist, und erst angefordert werden muß’.
Meinem Blick auf seinen Rechner auf dem Schreibtisch folgt er mit hilflosem Blick. Das sei nicht so einfach, er brauche nunmal die Akte, begegnet er meiner Überzeugung, das er sicher nur im Rechner nachschauen müsse, und das dauere Tage.

An der Wand hinter seinem Schreibtisch hängt neben der wohl amtlich vorgeschriebenen vergilbten Sansevierie ein handgemaltes Bild mit Fotos von Familienangehörigen, in der Mitte ein Portrait meines Unzuständigen, mit der Unterschrift in buntem Enkelkinderfilzstift: Herr Schlaumeier.

Das ist der Moment, an dem Herr Lucky seine Murmeln verliert und seine Menschenwürde abgibt. Er wird laut, er fuchtelt, er rauft sich die Haare, er verteilt sich über den ganzen Raum. Fragmente wie ’60- bis 80-Stunden-Woche’ ‘nur eine einzige Woche Urlaub’ ‘Sie zerstören mein Leben’ füllen das enge Büro, der Ausbruch wird in seiner Heftigkeit von Herrn Lucky mühsam in letzter Minute in Richtung Heulkrampf gelenkt. Speichel hängt aus seinen Mundwinkeln und korrespondiert mit den Panikschweißtropfen auf der kahlen Stirn des Sachnichtbearbeiters.

Sichtlich beeindruckt und überfordert von diesem emotionalen Ausbruch eines erwachsenen Mannes versucht der Beamte, Abstand zu schaffen und wieder gewohnten Sicherheitsbereich zu betreten, er öffnet einen Ordner mit Vorlagen, füllt ein Formular aus und schickt Herrn Lucky erstmal zur Zahlstelle.

Der aber ist viel zu schnell wieder zurück samt bezahltem Zahlschein, und wird wortlos, nur mit Armgeste, erst mal wieder auf den Flur hinausbefördert. Eine Viertelstunde dauert es, bis der nunmehr per Zahlschein Zuständige sich in seiner Stube gesammelt hat, er tritt heraus, schließ sorgfältig seine Türe, und bedeutet Herrn Lucky stumm und Blickkontakt vermeidend, bloß auf seinem Stuhl zu verbleiben.

In der Dreiviertelstunde, in der Herr Lucky nun auf seinem angewiesenen Stuhl im Flur des Kafka verbleibt, erschließen sich ihm die Geheimnisse der veschlossenen Türen. Die Sachbearbeiter bekämpfen die drohende Sansevierien-Vereinsamung ihrer Amtsstuben, indem sie sich wechselseitig zu zweit oder zu dritt in ihren Stuben besuchen und gegenseitig den gebrauten Kaffee probieren. Zweimal in der Dreiviertelstunde wurde hierzu eine neue Kaffeemaschine aus der Materialverwaltung angefordert. Beim Wechsel der Büros über den Korridor gelingt es den Sachbearbeitern nur müham, einen amtsgemäß beschäftigten, abweisenden Gesichtsausdruck herzustellen, der jedoch nicht mit den Gesprächen korrespondiert, die vorher aus den verschlossenen Türen drangen.

Endlich aber erscheint Luckys Sachbearbeiter wieder auf dem Flur, er ist heldenhaft selbst ins Archiv gestiegen und hat die Unterlagen besorgt, womit er wahrscheinlich zum ersten Mal in seiner 45-jährigen Karriere gegen mindestens 23einhalb Dienstvorschriften verstoßen. Wortlos verschließt er sich nach Sitzenbleiben-Geste in seinem Büro und übergibt nach weiteren 20 Minuten mit glasigem Blick ein Blatt Papier, das bestätigt, daß Herr Lucky schon einmal einen Führerschein hatte, 20 Jahre lang seit 1986. und daß er für diese Amtshandlung € 12,80 bezahlt hat.

Davon, daß Herr Lucky auch über eine Stunde auf die Ausübung seiner Menschenwürde verzichtet hat, indem er sich komplett mit Blut, Herz, Hirn und Gedärm über diese Amtsstube ergossen hat, steht nichts in dem Dokument.

mehr diskriminiert als ein massenmörder

Angenommen, man ist seit 20 Jahren Inhaber eines Führerscheins, und ist seitdem ohne größere Unfälle oder grober Verstöße gefahren.
Angenommen, man mußte eben jenen Führerschein wegen eines Problems für 12 Monate abgeben.
Angenommen, man bekommt das Ding nach abgeleisteter Zeit und gehöriger Geldsrafe zurück.

Man sollte sich doch denken, daß man dann rehabilitiert ist?

Mitnichten!

Auf dem neuen Führerschein steht als als Beginn der Inhaberschaft das Wiedererlangungsdatum.
Wenn das erst ein halbes Jahr her ist, kann man damit z.B. im bevorstehenden Urlaub keinen Mietwagen mieten.

Der Führerschein scheint markiert. Einer Freundin, die wegen Trunkenheit abgeben mußte, passiert es bei jeder einzelnen Verkehrskontrolle, daß sie ins Röhrchen blasen muß. Einmal bemerkte sogar der Bulle: “Na, sindwa heut mal nicht besoffen!?”

Jeder Kinderschänder und Massenmörder kann nach abgeleisteter Strafe zurück in die Gesellschaft, um dort unmarkiert sein Leben fortzusetzen.

Das scheint bei kleineren Vergehen nicht so zu sein.

letzte insel vor dem moloch

Überwindung hats gekostet, monatelanges Zaudern verdoppelte den Flugpreis, aber weise und vorausschauende Freunde haben mir zumindest schon mal die Bettstatt in reizender Umgebung mit Sau, Hunden, Katzen geblockt. Ein neuer Nackthund soll auch dazugekommen sein, dessen Häßlichkeit durch einen schönen Charakter ausgeglichen sei.
Das hört sich nach passender Gesellschaft an für mich, außerdem gibt es ja noch Mowgli, den weltgrößten Hund mit dem Gemüt eines Meerschweinchens. Ein Hund wie ein Haus.
Und natürlich Kai und Silke und Andy.
Mich muß man ja meist zu meinem Glück zwingen, und wenn ich dann erstmal da bin, bin ich dann auch froh. Und hinterher glücklich, daß ich da war. Nur vorher – das war schon mal ein Trennungsgrund. Herr Lucky ist nunmal nicht gerne woanders, außer wenn er dann tatsächlich woanders ist.
Den Ausschlag aber hat das Wetter hier gegeben und die alptraumhafte Arbeitsbelastung, die die nerven blutig reißt, noch bevor die Saison überhaupt erst richtig losgeht.
Also: Von Samstag bis Samstag läßt Herr Lucky sein orangenes Sofa und den blauen Bürostuhl im Stich und ist stattdessen auf Ibiza zu finden, an Stränden, in Strandbars oder einfach ganz faul auf der Terrasse umgeben von -zig Hunden, Katzen und Amanda, dem Hausschwein. 27 Grad!

feet

mindesthaltbarkeitsdatum

Sarah Silverman ist ja schon ne harte Sau, sogar ich finde sie manchmal grenzwertig. Aber wo sie recht hat, hat sie recht. Wie über das arme Britney nach ihrem ziemlich mißglückten Comeback-Versuchs-Auftritt bei den MTV Awards (die Videos sind leider alle schon gesperrt im Netz (hier gibts noch einen kurzen Ausschnitt.)
Sie sagte in ihrer Moderation: Wow. Sie ist einfach erstaunlich. Sie ist 25 Jahre alt und hat schon alles erreicht, was sie im Leben erreichen kann.
Poor Thing.
Vielleicht sollte sie mit Eva Herman zusammenziehen. Apfelkuchen backen oder so.

erleichtert

Heavy hangs the head
that last night wore the crown

Erleichtert war ich, festzustellen, daß der Super-Mega-Killerkater, der nach gestrigen überaus reizenden Abend draußen mit Glammie und der Lieblingskollegin zu erwarten war, ausgeblieben ist, trotz mutwilliger Mischung der flüssigen Versorgung.
Dann aber feststellen müssen, daß ich noch ziemlich stockbesoffen bin, und der Kater sich dann wohl heute nachmittag einstellen wird.

auf’n sack

Kann es wirklich sein, daß mir alle meine zweitausendirgendwas auf It*nes geladenen Songs auf den Sack gehen?

Muß ich jetzt wirklich hinter die Palmen kriechen und mir die Vinyl-Sachen wieder rauskramen? Neues einkaufen ist viel zu frustrierend, letzten Samstag bin ich 3 Stunden willig und ausgabebereit durch einen der orangenen Sauläden gekrochen, und mußte letztendlich extrem frustriert mit leeren Händen nach Hause.

the dreaded question

So Jungs mit Dreadlocks, zur Palme oben oder zum Strauß hinten gebündelt, gibt es ja zuhauf hier in der Gegend, und ich finde, es sieht ziemlich niedlich aus.

Um mir die Peinlichkeit zu sparen, selber mal auf offener Straße an so nem Jungen riechen zu gehen, hier die Frage:
Riecht das nicht ganz schnell nach altem Pferd?

houseboy

Der junge Mann, der mir in Form meiner Kaffeemaschine jeden Morgen den Wachmacher kocht, heißt Russell Hobbs. Und ich hab mir die Maschine ausschließlich wegen des hübschen Namens und der damit verbundenen schönen Assoziationen gekauft.

(Indulge your Phantasy here)

(Gebloggt in der geheimen Rubrik ‘Wenn Sie sonst nur schreien müßten, dann schauen Sie auf die kleinen Details und lenken Sie sich ab, gefälligst!)