lady with butterflies and bees

Schaut mal, wer da aus der Versenkung aufgetaucht ist:
Siouxsie ohne Banshees!
Eine wirklich hübsche ArtWork, auch wenn sich die Songs jetzt genauso anhören, als ob sie mit Banshees, aber wurscht.

Es gibt 3 kleine Clubdates in Berlin, Köln und München, auch relativ günstig, 26,- kostet ihr Konzert im SO36, also wirklich eher im intimen Rahmen. Eine Institution, die Dame, auch eine Stilikone, wenn auch vielleicht nicht so kaleidoskopisch wie Ms. Lennox.
Jedoch, wer da einfach nur ‘Gruftietante’ denkt, der täuscht sich gewaltig und hat was verpaßt.

Gut schaut die Lady aus, mit ihren 50 Jahren, ich finde aber eh, daß sie erst richtig schön geworden ist ab der Zeit, als sie ‘Face to Face’ zum Batman Returns-Soundtrack beigesteuert hat. Und es scheint so, daß sie sich seitdem auch viel besser bewegt. Oder sie schneiden die Viedos besser…
Wer aber denkt, daß sie in ihrer 30jährigen Karriere in den letzten 10 Jahren weg vom Fenster war, täuscht sich, denn er hat die Creatures verpaßt, ein Seitenprojekt von Siouxsie und ihrem Mann Budgie, und mindestens 3 Alben von denen sind richtig gut.

last night a zombie saved my life

Der Tag gestern hielt, was der Morgen versprach. Schön, wenn man sich auf etwas verlassen lann.
Lucky war nicht in der Lage und Laune, sich etwas bieten zu lassen, und siehe da: Sätze wie ‘Ich fürchte, dann müssen wir unsere Zusammenarbeit beenden’, ‘Das geht nicht und das mache ich nicht’, ‘Was glauben Sie denn, daß wir das hier umsonst machen?’ wirken magisch in Sachen Kundenbindung und Kundenwillensbildung.

Dennoch, so zu sein, macht nicht glücklich.
Die Erlösung kam dann abends mit 28 Days Later, einem wunderbaren gewalttätigen aber intelligenten Zombieslasher aus 2003 (die aktuelle Sequel kann man sich glaub ich sparen). 2 Trailer hier
Besonders bestechend sind die unglaublich spukig-schönen Bilder von einem menschenleeren London oder auch einer paradiesisch unbewohnten englischen Landschaft im Kontrast zu den wirklich wirklich krassen Action-Szenen, die nichts für schwache Gemüter sind. Aber ausgezeichnet zur Psychohygiene nach Tagen wie diesen taugen.
Besonders faszinierend wie meist das Gesicht von Cillian Murphy, mit seinen weichen weiblichen Zügen, die irgendwie ins Seltsame, gar Abstoßende abgleiten, truly sickeningly beautiful. Dem Mann kann man auf ewig zuschauen, ich empfehle dazu u.a. auch Red Eye für einen spannenden Abend.

ton in ton

The summer has ended and we are not yet saved
(irgendwo in der Bibel und auch bei Jeanette Winterson)

‘aarg, yeah, let’s fuck this day’
‘too late, it already started fucking us. and it is not ready to turn over’
(Glam and Lucky im morgendlichen Chat)

“I’m bitter? Who’s drunk and shouting at a dead woman?!”
(Lisa, dead, to Brenda, drunk in a not glad way & newly married, Six Feet Under)

Draußen regnet der November und die verbliebenen Blüten auf der Terrasse schaffen es vor Frösteln und Triefen nicht einmal mehr, entrüstet zu blicken.
Es ist Montag, es ist kalt, und der Sommer ist vorbei.
Zeit, die Schlauchboote einzulagern, Glam.
Mit fällt grade auf, daß ich diesen Sommer niemand auf meine Terrasse eingeladen habe. Carpe Diem. My Ass!
Apropos – ach, lassen wir das.
Beim Aufstehen macht es Zing!, und das sind nicht The Strings of my Heart, sondern die Lendenwirbelsäule. Herrlich, so ein halber Hexenschuß am Morgen. Hauptsache man spürt sich.
Gut, daß sie Nina Ruge gefeuert haben, mit ihrem “Alles wird gut!” Haben wohl genug Leute rausgefunden, daß sie lügt. Sonst könnte sie jetzt rechts und links eine von mir geschallert bekommen.

Ich wünsche Ihnen allen eine wunderbare Woche!

Bjäch, jetzt hat mir der “49jährige” Leder”boy” bei Gayromeo auch noch einen Tapsen “knuddelig” gesetzt. Ich kotz gleich.

alles von gestern

Mal wieder nach vielen Jahren auf dem Flohmarkt Straße des 17. Juni gewesen. Unfaßbar, daß es grundsätzlich derselbe Plunder wie schon vor Ewigkeiten ist, der da feilgeboten wird. Ich könnte schwören, daß ich den identischen Nippes schon vor 5 Jahren da nicht haben wollte.

Außerordentlich gut ins Ambiente paßten auch die Unmengen verpeilter Lederkerle, die es in verschiedenen Aggregatzuständen von Folsom-Wochenende dorthin gespült hatte.

Alles olles Zeug.

Krönender Abschluß: Der Anblick des Ex-Ex, des 3tklassigen Kabarettisten. Wo wohl? Richtig, am Schwulenecken an der Siegessäule. Fehlte unbedingt. Hat mich im Auto aber nicht erkannt. Glück gehabt.

hirschfänger

Auch schon immer gewundert, warum die Fahrer von diesen peinlich-unnötigen Riesen-City-Jeeps (wer braucht bitte einen Jeep in der Stadt wozu?), gerne auch mit zweckfrei vornedran montierten Hirsch- oder Hummerfänger, so superbekloppt aggressiv fahren, was dicht auffahren, schneiden, Vorfahrt nehmen und so weiter angeht?

Hier die Erklärung:
Es liegt an der reziproken Wahrnehmung der eigenen Penisgröße.

Also: Normalerweise schätzen sie ja den eigenen Penis sehr viel größer ein, als er wirklich ist, und wundern sich dann, wenn sie damit nicht überall so hinkommen, wie sie sich das vorgestellt hatten.

Diese Erkenntnis führt dazu, daß sie denken, auch ihr Auto sei analog zu ihrem Penis sehr viel kleiner als sie sich das vorstellen, und deswegen fahren sie damit so aufdringlich.
Capisce? Eigentlich logisch!

vandalismus willkommen

Anfang der Woche sah der Herr Lucky ja blutrot, weil sein schönes Auto von Aufklebern dieses Ekelrappers *ushido zugekleistert war.
Richtig unter der Decke hing er. In der auch sonst sehr schmerzhaften Woche hatte Lucky keine Zeit, sich um seinen Anwalt zu kümmern, und umgekehrt. Die Aufkleber ließ er als mögliche Beweismittel kleben und kriegte jedesmal einen Haß, wenn er sie sah.
Was soll ich sagen, in Kreuzberg ist alles gefährdet, was nicht festgenagelt ist, und so muß eine Horde jugendlicher Vandalen vorgestern sehr gelangweilt gewesen sein, jedenfalls hat irgendjemand über Nacht alle Aufkleber fast säuberlich abgeproddelt.
Sag noch einer was gegen die Jugend von heute…

stay friends? I’d rather not!

Lucky im Selbstversuch: 20 Jahre nach dem Abitur ist man gelegentlich neugierig, wie dick und oder glatzköpfig die ehemaligen Schulfreunde geworden sind, ob z.B. dieses CDU-Klassensprecher-Streber-Arschloch eine schöne Karriere in der Partei hingelegt hat, oder doch noch zu Sinnen gekommen ist.
Dazu habe ich mir eben ein Profil bei Stay Friends angelegt und mal schnell geguckt. An und für sich eine schöne Idee, so eine Plattform. Nur:
Die, die dort angemeldet waren, waren eben diese Personen, um die man schon in der Pause einen großen Bogen gemacht hat, weil sie ziemlich blöd waren. Die, neben die man sich zur Strafe setzen mußte, wenn man was angestellt hatte. Die immer aus dem Raucherecken weggejagt wurden. Die, die immer versuchten, einen auf Parties in der Ecke festzuquatschen, so daß man garantiert den Spaß verpaßte.
OK, ich war selber ein Freak damals, aber die waren auch noch langweilig.
Und da möchte ich doch auf gar keinen Fall kontaktiert werden, daß sie mich jetzt auch noch mit ihrem langweiligen Erwachsenenleben anöden, nee nee. Und am besten noch einen Berlin-Besuch mit der ganzen Familie ankündigen.
Anscheinend kann man ein angelegtes Profil nicht löschen, also hab ich es bis zur Unkenntlichkeit verfremdet. Puh!

PS: Den CDU-Klassenprecher-Streber-Typen hat zu Fall gebracht, daß er sich etwas zu sehr um die Parteijugend gekümmert und nicht nur beim Zeltaufbauen Hand angelegt hat. Bei den Jungs ausgerechnet. Aber das weiß ich von meiner Mutter, die mich mit den Zeitungsberichten des ersten Pädo-Falls der Region versorgt hat, der in einer regelrechten Monsterjagd ausgeartet ist.
Und sowas erfährt man eh nicht bei Stay Friends.

die spirale der gewalt dreht sich

Gewalt erzeugt Gegengewalt, ganz klar.

Herr Glam kämpft mit Hell-is-Alice, die seine ein-und ausgehenden Daten versucht, in Isohaft einzusperren, und droht mit uneingefettetem Modem.
Herr Lucky kämpft neben einigen anderen Frustrationen jedesmal mit seinem Magen, wenn er sein armes von diesem Prollrapper geschändetes Auto aus dem Bürofenster sieht.

Das Gewaltpotential ist hoch, die Aggro hängt unter der Decke.

Und dann sind da diese Anstreicher außen am Büro, die häßliches Grün an die Außenwand schmieren sollen, aber jedesmal vor männlicher Erregung fast vom Gerüst fallen, wenn ein weibliches Wesen den Hof betritt. Primaten werden nachgeahmt, und so manche arglose Frau muß sich auf dem Weg zum Eingang mehr Explizites anhören, als sich ein eventueller Partner jemals trauen würde. Dabei scheint es egal, ob sie 12 oder 92 ist. Müssen Coupé-Leser zu sein, bzw. werden sie sich kapazitätsbedingt wohl nur die Bilder angucken.

Jedenfalls, die beiden Gerüstaffen betreiben ebendort ein elektrisches Gerät, welches per Verlängerungskabel unten im Hausflur angestöpselt ist.
Da ist es doch für Lucky und Glam ein leichtes, gelegentlich mit dem Aufzug kurz runter und wieder rauf zu fahren, und unten ganz anonym den Stecker zu ziehen. Machen die bei Alice doch ganz genauso.

Der Schaden ist, mal abgesehen von zwei beim Klettern von 4 Stockwerken fluchenden Anstreichern, ansonsten gering, aber der Erheiterungsfaktor bei unseren beiden Helden des Alltags im Vergleich doch sehr groß, und so manches angestaute Frusthormon löst sich in Gelächter auf, bevor es zum Amok-Gen mutieren kann.

Früher haben wir in den Schulen ja auch mehr Streiche gespielt, bevor es Waffen gab.

Hilfe! Auto gespammt!

Ziemlich zeitgleich zur Kreuzberger Anti-Werbung-Spam-Aktion, die ich eigentlich eher blöd finde, mußte ich am eigenen Auto eine wesentlich ärgerlichere erfahren:
Irgendwelche Arschlöcher haben mir mein Auto mit diesen DIN A5-großen Aufklebern zugepflastert:
spam
Und es sind keine Aufkleber, die sich leicht entfernen lassen, sondern solche, die sich beim Abziehversuch zerfetzen und man kann Stunden dran rumschrubben. Und macht dabei den Lack kaputt.
Sorry, das finde ich nicht witzig oder kreativ oder alternativ oder sonstwas, sondern Sachbeschädigung, und übel und zum Kotzen.

Ich brauche eure Hilfe: wer erkennt das Logo von dieser Band, eine Homepage oder sowas ist schlauerweise nicht angegeben, es ist Werbung für eine Platte, die am 31.8. rauskommt?
Und denen möchte ich eine saftige Rechnung schreiben, über Nutzung von Werbefläche und fachgerechter Entfernung der unerwünschten Werbung.