Das mit der Kündigung von letzter Woche, egal wie grundsätzlich erfreulich, ist ja nicht ganz so einfach, es hängen ja auch Arbeitsplätze daran.
Um genau zu sein, 3 mal Vollzeit in der Außenstelle, ein bis anderthalb in der Verwaltung, und 4-6 Teilzeitstellen in der Zentrale.
Natürlich will ich niemanden entlassen, obwohl wir im Sommer kaum Einkünfte haben.
Das heißt, ich muß jetzt möglichst viele von den Kooperationspartnern aus dem Geschäft ins eigene Boot kriegen, neue Kunden an Land ziehen, und neue Arbeitsfelder auftun für die Betroffenen.
Und natürlich hart und schlau die fetteste Abfindung aller Zeiten verhandeln, um alle über den Sommer zu kriegen.
Na, mal sehen, was der Anwalt heute sagt.
Category Archives: auch scheisse
madonnas schenkel
umfassen aktuellwie immer hochglänzend, weil plastiniert und stramm aktuell Justin Timberlake. Frischzellen? Wohl kaum. Tja, so hört man den neusten Song, wenn man bei Utube Madonna eingibt, und nach neusten Beiträgen sortiert (die Madonna-Copyright-Polizei sucht das alle 10 Minuten ab und läßt es dann sperren, bis der nächste was online stellt, gähn)
Ja, und das war schon das spannendste, was es dazu zu sagen gibt. Doppel-Gähn.
Immerhin scheint die ablaufende Uhr ihr immer präsenter zu sein, auch hier singt sie auch andauernd dazwischen tic-toc, tic-toc. 4 Minuten, die Welt zu retten. Oder was anderes gibts nicht mehr in ihrem Kopf. Und aus ihrem Kopf.
Go home. Stay home.
Schande
Es ist eine Schande, daß man nicht so genau weiß, wer von den Bekannten hier mitliest, und wer nicht, und wer möglicherweise was auf sich beziehen würde.
Sonst hätte ich hier heute einen Artikel niedrigster und niederträchtigster Art geschrieben, aber so bleibt er mir im Halse stecken. Förmlich.
K-ch K-ch.
Itch’n Scratch
Außerem habe ich ein großes Jucken an mittlerweile entzündeten Stellen überall am Körper.
Dachte erst Allergie oder so.
Aber ist wahrscheinlich simpler: Am Wochenende war hier ein Hund zu Besuch. Es sind wohl Flöhe.
Wie der Scheißköter heißt? Lucky!
Scheißname! Für so nen Köter.
(Ob ich doch wohl besser mit Twittern anfange?)
Weiß jemand wie man unschuldig empfangene Flöhe los wird?
mein hering ist explodiert!
Im Ernst!
Stehe ich grade vorm Kühlschrank und will mir ein Frühstücksmüsli (pscht, nicht weitersagen!) machen mit dem Vanillejoghurt, denke ich, warum klebt denn der Joghurt außen am Glas, wenn es doch noch zu ist, lecke meine Finger ab und denke, Moment, der Vanillejoghurt schmeckt aber nach Fisch!
War dann auch Fisch, verdorbener. Bjäch, spuck! Der Sahnehering, der seit Wochen auf die Pellkartoffeln wartet, muß über Nacht explodiert sein. Der ganze Kühlschrank ist vollgeschmodddert.
Dabei war er noch haltbar bis genau heute.
Ich sachs Ihnen, dieses Leben ist gefährlich, wenn sogar schon Sahneheringe im Kühlschrank Selbstmordattentäter spielen…
Nachtrag: komische Wortbildung: Attentat -> Attentäter. Eigentlich unlogisch, sonst gäbs doch auch Moritat – Moritäter, Thermostat – Thermostäter, und so.
Umd umgekehrt: Alligator – Alligat, was ist das?
Jetzt bin ich verwirrt, ist verdorbener Fisch eigentlich ein Nervengift?
bleibt dann wohl mein geld
Die Welt will mich ja nu nicht mehr haben, ok, dafür habe ich Verständnis. Gesundheit geht vor.
Früher, also letztes Jahr, traf ich mich oft und gerne, manchmal 4x in der Woche, mit Freunden und Bekannten in netten Restaurants, lecker essen, lecker trinken, ausgiebig reden und rauchen.
Mittlerweile habe ich sogar auch den ein oder anderen Laden aufgetan, der mich noch toleriert, und die Bedienungen haben immer ganz erschreckt geguckt über die Höhe des Trinkgelds, den ich aus Verzweiflung und Dankbarkeit gegeben habe..
Im Großen und Ganzen jedoch ist mir das Ausgehen komplett vergällt.
Um ein wenig Kontrolle übers Geld zu haben, hole ich mir für jede Woche einen bestimmten Betrag von der Bank. Neuerdings komme ich mit demselben Betrag über zwei Wochen.
Das fehlt dann wohl meinen ehemaligen Lieblingsrestaurants. So ein paar Hundert Euro im Monat.
Ich werde dann wohl zwar einsam und zuhause an Lungenkrebs sterben, aber als reicher Mann.
jetzt aber
Hui, jetzt aber.
Noch alle Weihnachtsgeschenke besorgen. Kennt jemand einen Laden ohne Kunden? Schön leer und nicht überheizt? Sollte ich mir vielleicht doch eine Liste machen?
Auch noch schnell das große Angebot schreiben, vor demich mich schon seit zwei Wochen drücke.
Vorher einkaufen oder hinterher?
Oder gar nicht?
kürbiskutsche
Ich habe eine Creme, die absolut herausragend gegen Falten wirkt. Kaum 5 Minuten nach dem Auftragen sieht man fast absolut glatt, straff, frisch und 10 Jahre jünger aus.
Die benutze ich gerne, wenn ich abends mal wieder zu irgendwas Festlichem und Repräsentativen muß.
Das Problem: nach einer bestimmten Zeit ist es mit der Wirkung aber auch sowas von vorbei. Die Augenringe sind schlimmer als vorher, alles hängt. Die Strafe folgt auf dem Fuß.
Aus Cinderellas sechsspänniger Prinzessinnenkutsche wird nach Ablauf von 3-4 Stunden wieder der mäusezerfressene Kürbis. Erneutes Auftragen nützt dann auch nichts mehr.
Leider habe ich bis heute nicht geschafft, die exakte Ablauffrist herauszufinden, um noch einen würdigen Abgang hinzukriegen, egal, ob ich nun noch einen Schuh auf der Treppe hinterlasse oder nicht.
milliarden für die hässlichkeit der mittelmässigkeit
Wie man eine ganze ehemals schöne Halbinsel mit Expo2000- und Europageldern verschandeln kann, sieht man auf Stralau. Einen kleinen begleitenden Rundgang kann man hier auf dem Stralaublog unternehmen.
Auf der Südseite gehts ja noch, schön, die weißen Häuser gegenüber dem Hafen der weißen Flotte. Gut, ein wenig Sozialneid kommt auf, aber man muß auch gönnen können. Oder vielleicht anfangen zu sparen.
Etwas ärgerlich, daß der Uferweg nicht in Gänze zu begehen ist, ob wegen Baustelle oder Bösartigkeit, wird nicht klar.
Weiter zur alten Kirche und dem wirklich niedlichen Friedhof, so ein Urnengrab mit Wasserblick, das hat schon was. Nur die Häuser werden auf dem Weg dorthin werden langsam häßlicher und liebloser, Wasserblick ist eben doch nicht alles, wenn man möglichst viele Parzellen mit Ein-Zwei-Zimmer- Eigentumswohnungen möglichst dicht bebauen will.
An der Spitze der Halbinsel kippt das immer noch vorhandene Wohlwollen: Eine Mietanlage als Hochsicherheitstrakt, komplett mit Videoüberwachung und doppeltem Schutzzaun.
Weiter an der Nordseite offenbart sich die volle Hölle teuer geförderter postmoderner Architektur. Auf den ersten Blick freut man sich noch über das ein der andere ungewöhnliche Baudetail gegenüber des Hafens auf der Nordseite. Das wird dann aber schnell sauer, mit zweckfreien Dachüberhöhungen, Fassadenverzierung und häßlicher Stadtmöblierung. Wildgewordene Altenpflegeheimarchitektur für Jüngere.
Die Aussicht auf die beiden Inselchen Liebesinsel und Kratzbruch (die Namensgebung finde ich inspirierend!) müssen sich sehr viele Augen teilen. Zentimeterweise ist der Wasserblick griebig aufgeteilt, möglichst vielen Mietparteien soll Wasserblick zugestanden werden. Wie deprimierend, Wasserblick auf Stralau aus der dritten Reihe. Wahrscheinlich wachen die Anwohner täglich eifersüchtig, ob der Sommerflieder der weiter vorn wohnenden Nachbarn nicht ein Quäntchen des Blicks verdeckt.
Da mach ich mir doch lieber die Fußwanne voll und guck mir da das Wasser an.
Die einsetzende Dämmerung erlaubt dank der großen Glasflächen einen Blick in die jetzt erleuchteten Wohnungen, während so manches junge Elternpaar mit Dreiradbuggy nach Hause hetzt.
Augenscheinlich sind alle Wohnungen -ganz individuell, natürlich- mit Ikea möbliert. Jetzt erschließt sich, warum die ach so diverse Architektur so deprimiert: Sie ist genau wie der Ikea-Katalog ein Setzkasten, aus dem sich der Bürger seine höchst individuelle Identität zusammenstellen kann. Nichts Eigenes, nichts Originäres, nichts Gewachsenes oder Gefundenes.
Die Individualität der es sich leisten könnenden Kleinfamilie des beginnenden 21. Jahrhunderts besteht aus der multiplen Ikea-Auswahl ihrer preisgekrönten Projektarchitektur nebst Massenmöblierung, skandinavischer Zuteilungsmentalität.
Eine Augenweide sind noch der alte Palmkernölspeicher und der Flaschenturm, denn die sind noch nicht “restauriert”. Sie tun einem ein wenig leid, denn man kann sich vorstellen, wie aufgemotzt und häßlich sie enden werden.
Tröstlich, dann doch noch ein Beispiel geglückten Designs zu sehen: ein kleines Schiff, wie von Kinderhand gemalt, man wundert sich fast, daß es schwimmt. Immerhin komplett mit ‘King of the World”-Brücke. Wie es wohl heißt?

update 12:15
Nachdem ich selbsverständlich auf keiner Nebenstelle irgendjemand erreicht habe, kriegt ich zum Schluß die Amtsleiterin, die mir beschied, daß sie mit mir als Drittem über meinen Antrag (!) nicht sprechen könne. Sie habe aber mein Fax erhalten und mit den Kollegen gesprochen. Die Betroffene erhalte zu gegebener Zeit Bescheid.
Auf meinen Hinweis, daß ein solcher Bescheid gesetzlich schon vor zwei Wochen fällig gewesen sei, erntete ich hilfloses Schweigen.
Sie war aber immerhin bereit, mir die Ansprechpartnerin bei der übergeordneten Stelle, der Senatsverwaltung für Inneres und Sport (sagte ich, doch, das wird sportlich!) zu nennen, die ich auch gleich erreichte.
Die wiederum war perfekt in Beschwerdemanagement und Deeskalation geschult, versprach den Vorfällen nachzugehen und die Vorgänge zu beschleunigen.
Meine Beschwerde über die Vorgänge bat sie mich, schriftlich einzureichen, was ich dann auch tun werde. In CC dann den Ausländerbeauftragten und ein paar Kontakte in der Politik.
Lieber Raketenprinz, lieber Sabbeljan, könnt ihr mir da einen Ansprechpartner mit Adresse mailen? Wäre toll!