Ein Messer namens Irmgard

Das Messer mit dem Wellenschliff, unglaublich scharf, mit dem roten Plastikgriff, wenn ich es benutze, und das ist jeden Morgen, hallt in meinem Kopf jedesmal die Warnung meiner kürzlich verstorbenen Tante, die es mir mal schenkte: “Aber paß auf damit, die sind scharf wie der Teufel.”

Das andere Messer, das ich täglich benutze, ist ein kleines Solinger Schälmesser mit Windmühlenemblem. Ein Muttermesser, ebenfalls scharf wie der Teufel, aus dem Haushalt meiner Mutter mitgenommen, und dabei fällt mir immer ihr Messer gleichen Fabrkats ein, das nach Jahrzehnten Kartoffelschälens und Pflaumenentkernens so abgenutzt ist, daß die Klinge nur noch eine kleine dunkel verfärbte Sichel ist, so scharf und so dünn, daß die Klinge mit dem Auge kaum noch wahrzunehmen ist.

4 Gedanken zu „Ein Messer namens Irmgard

  1. kittykoma

    ah! scharfe messer sind ein segen. aus dem haushalt meiner urgroßtante habe ich messer geerbt, die hat ihr mann noch zu hoher gefährlichkeit geschliffen.
    von meiner mutter werde ich nur stumpfe gurken erben, sie haßt scharfe meser und hat angst vor ihnen.
    und dabei ist messerschleifen so eine herrlich entspannende tätigkeit.

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  2. wortschnittchen (Gast)

    Meine Messer sind auch fast alle von Oma. Und deren Spruch “Messer, Gabel, Schere, Licht – sind für kleine Kinder nichts” habe ich bis heute verinnerlicht. Warte nur darauf, bis ich das dereinst als weißhaarige Tante anbringen kann.

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