Archiv für den Tag: 20. Juli 2009

Fruchtfliegen

“Wenn ich allein bin
seh ich Fruchtfliegen”
singt Katja Ebstein zur Melodie von Dionnes “Heartbreaker”
(stimmt natürlich nicht, sie sucht “Fluchtwege”, aber es drängt sich auf.)

Jedenfalls, einer der Nachteile von Trennkost sind die vielen pflanzlichen Abfälle, die sich wiederbeleben, wenn man sie nicht schnell genug entsorgt. Einer der Vorteile dagegen ist, daß nun Halbzeit ist auf meiner Gewichtsskala, was dazu führt, daß man als schmaler im Gesicht wahrgenommen wird.
Und ersteres wird meine ukainische Putzbomberin wieder in den Griff bekommen, die diese Woche ihren Dienst wieder aufnimmt.

Irgendwie urlaubsreif, jeden Abend vor 12 im Bett, und trotz 10-12 Stunden Schlaf so übellaunig gewesen, daß ich gestern fast nicht mit zum See gekommen wäre. Gut, daß doch, denn die Laune hat sich auf dem Wasser und in der Gesellschaft schöner Menschen schlagartig gebessert,so daß den Ursprungszustand wohl fast keiner wahrgenommen hat. Und einen kleinen Sonnenbrand auf den Schultern ergattert, obendrein.

Abends dann Al Pacinos “Cruising” geschaut, ein Krimi aus den 70ern, der sich mit Morden in der New Yorker Schwulen-SM-Leder-Szene befaßt. Erstaunt gewesen, wie explizit und, ja doch, sehr erotisch, das dargestellt wurde (Lederkerle waren auch mal jung, damals, und sahen in Chaps und Jockstraps auch mal gut aus, damals), und wie das so langsam unter die Haut von Al Pacino geht, der sich dort undercover einschmuggeln muß. Lost Worlds.

Ich kann mich noch vage erinnern, damals – allerdings deutlich später als Al Pacino – als ich selbst noch hormongetrieben durch sommerabendheiße Straßen trieb, nur mit meinem eigenen Körper bewaffnet, in denen die Hormone der anderen wie die Vorahnung eines Gewitters standen.