Monthly Archives: September 2007

last night a zombie saved my life

Der Tag gestern hielt, was der Morgen versprach. Schön, wenn man sich auf etwas verlassen lann.
Lucky war nicht in der Lage und Laune, sich etwas bieten zu lassen, und siehe da: Sätze wie ‘Ich fürchte, dann müssen wir unsere Zusammenarbeit beenden’, ‘Das geht nicht und das mache ich nicht’, ‘Was glauben Sie denn, daß wir das hier umsonst machen?’ wirken magisch in Sachen Kundenbindung und Kundenwillensbildung.

Dennoch, so zu sein, macht nicht glücklich.
Die Erlösung kam dann abends mit 28 Days Later, einem wunderbaren gewalttätigen aber intelligenten Zombieslasher aus 2003 (die aktuelle Sequel kann man sich glaub ich sparen). 2 Trailer hier
Besonders bestechend sind die unglaublich spukig-schönen Bilder von einem menschenleeren London oder auch einer paradiesisch unbewohnten englischen Landschaft im Kontrast zu den wirklich wirklich krassen Action-Szenen, die nichts für schwache Gemüter sind. Aber ausgezeichnet zur Psychohygiene nach Tagen wie diesen taugen.
Besonders faszinierend wie meist das Gesicht von Cillian Murphy, mit seinen weichen weiblichen Zügen, die irgendwie ins Seltsame, gar Abstoßende abgleiten, truly sickeningly beautiful. Dem Mann kann man auf ewig zuschauen, ich empfehle dazu u.a. auch Red Eye für einen spannenden Abend.

ton in ton

The summer has ended and we are not yet saved
(irgendwo in der Bibel und auch bei Jeanette Winterson)

‘aarg, yeah, let’s fuck this day’
‘too late, it already started fucking us. and it is not ready to turn over’
(Glam and Lucky im morgendlichen Chat)

“I’m bitter? Who’s drunk and shouting at a dead woman?!”
(Lisa, dead, to Brenda, drunk in a not glad way & newly married, Six Feet Under)

Draußen regnet der November und die verbliebenen Blüten auf der Terrasse schaffen es vor Frösteln und Triefen nicht einmal mehr, entrüstet zu blicken.
Es ist Montag, es ist kalt, und der Sommer ist vorbei.
Zeit, die Schlauchboote einzulagern, Glam.
Mit fällt grade auf, daß ich diesen Sommer niemand auf meine Terrasse eingeladen habe. Carpe Diem. My Ass!
Apropos – ach, lassen wir das.
Beim Aufstehen macht es Zing!, und das sind nicht The Strings of my Heart, sondern die Lendenwirbelsäule. Herrlich, so ein halber Hexenschuß am Morgen. Hauptsache man spürt sich.
Gut, daß sie Nina Ruge gefeuert haben, mit ihrem “Alles wird gut!” Haben wohl genug Leute rausgefunden, daß sie lügt. Sonst könnte sie jetzt rechts und links eine von mir geschallert bekommen.

Ich wünsche Ihnen allen eine wunderbare Woche!

Bjäch, jetzt hat mir der “49jährige” Leder”boy” bei Gayromeo auch noch einen Tapsen “knuddelig” gesetzt. Ich kotz gleich.

alles von gestern

Mal wieder nach vielen Jahren auf dem Flohmarkt Straße des 17. Juni gewesen. Unfaßbar, daß es grundsätzlich derselbe Plunder wie schon vor Ewigkeiten ist, der da feilgeboten wird. Ich könnte schwören, daß ich den identischen Nippes schon vor 5 Jahren da nicht haben wollte.

Außerordentlich gut ins Ambiente paßten auch die Unmengen verpeilter Lederkerle, die es in verschiedenen Aggregatzuständen von Folsom-Wochenende dorthin gespült hatte.

Alles olles Zeug.

Krönender Abschluß: Der Anblick des Ex-Ex, des 3tklassigen Kabarettisten. Wo wohl? Richtig, am Schwulenecken an der Siegessäule. Fehlte unbedingt. Hat mich im Auto aber nicht erkannt. Glück gehabt.

hirschfänger

Auch schon immer gewundert, warum die Fahrer von diesen peinlich-unnötigen Riesen-City-Jeeps (wer braucht bitte einen Jeep in der Stadt wozu?), gerne auch mit zweckfrei vornedran montierten Hirsch- oder Hummerfänger, so superbekloppt aggressiv fahren, was dicht auffahren, schneiden, Vorfahrt nehmen und so weiter angeht?

Hier die Erklärung:
Es liegt an der reziproken Wahrnehmung der eigenen Penisgröße.

Also: Normalerweise schätzen sie ja den eigenen Penis sehr viel größer ein, als er wirklich ist, und wundern sich dann, wenn sie damit nicht überall so hinkommen, wie sie sich das vorgestellt hatten.

Diese Erkenntnis führt dazu, daß sie denken, auch ihr Auto sei analog zu ihrem Penis sehr viel kleiner als sie sich das vorstellen, und deswegen fahren sie damit so aufdringlich.
Capisce? Eigentlich logisch!