die ich für Unvorhergesehenes im Kühlschrank horte (ich finde Milch eklig und meide sie), hört auf den Namen “TUFFI”.
Hört sich irgendwie sehr GAY an.
die ich für Unvorhergesehenes im Kühlschrank horte (ich finde Milch eklig und meide sie), hört auf den Namen “TUFFI”.
Hört sich irgendwie sehr GAY an.
(Nein, nicht der Film mit Cher)
Als ich klein war, gab es im Haushalt eine alte Till Eulenspiegel-Karnevalsmaske, vor der ich panische Angst hatte. Eine lange geschwungene Nase, joviale rote Wangen, ein spöttisch grinsender Mund und manisch heitere hervortretende Glubschaugen.
Die Maske wohnte in einem Schrank unterm Dach, und schon der Gedanke daran konnte mir schlaflose Nächte und Alpträume bescheren: das Böse lebte unterm Dach, sozusagen lebendig begraben. Sich einfach mal die Treppe zum Dachboden hochtrauen und das Ding einfach wegzuwerfen, das hätte ich mich nie getraut.
Das Problem war außerdem, daß in einem Nachbarort ein Mann wohnte, der der Maske unglaublich ähnlich sah, er war sehr groß und dünn, etwas verwachsen und seine Gesichtszüge schienen denen der Eulenspiegelmaske nachgeschnitzt. Der Mann war geistig behindert, hatte einen wilden Blick und mußte, wohl auf dem Weg zu seiner Behindertenwerkstatt, denselben Bus nehmen, den ich als Schulbus nutzen mußte.
Qualvolle halbe Stunden voller nackter archaischer Angst mehrmals die Woche. Was hätte ich damals für ein Unsichtbarkeitscape gegeben.
Schon allein deswegen, geht mir weg mit Karneval. Es ist nicht die Art von Spaß, den ich verstehe.
Von mir aus kann die BVG ruhig streiken, ich bestreike die ja auch. Sind wir quitt.
Dachte ich.
Was ich nicht bedachte, ist daß meine kleine runde süße Hausperle so den Weg in meine große eckige schmutzige Butze nicht findet, und ich heute Haushalt machen muß.
Der schönste Moment der Woche, am Freitagabend nach Hause zu kommen, die Woche im Rücken, und alles blitzt und blankt und riecht gut und alle losen Enden sind irgendwo versteckt und verstaut, und das Bett ist gemacht – nüschte. Meine eigene Verwahrlosung gähnt mir mit ungeputzten Zähnen ungeduscht entgegen.
Ich finde so einen spontan angekündigten Streik menschenfeindlich. Auch wenn man an all die armen Pendler denkt.
Herrschaften, wenn ich dieser Tage tiefe dunke Schatten unter den Augen trage, flüchtigen Blicks auf die Uhr schaue oder nach dem Ausgang suche, dann hat das nichts mit Ihnen zu tun, dann heißt das nur, daß ich dringend nach Hause muß, um mir mit ein paar scharfen Burschen die Nacht um die Ohren zu schlagen.
Hatte ich neulich noch gesagt, daß Prison Break, die erste Staffel das spannendste ist, was ich jemals gesehen habe? Vergessen Sie’s!
Prison Break, die zweite Staffel, vom heißgeliebten Glämmerdick importiert, ist das spannendste (und sexieste!) was ich seit langem gesehen habe.
Die acht Jungs sind immerhin mittlerweile aus dem Knast raus, aber so richtig weit sind sie noch nicht gekommen. Knackige Jungs, verliebte Jungs, gefährliche Jungs, einer der weltbesten Schurken namens T-Bag (auch wenn das mit dem Wiederannähen der abgehackten Hand etwas fadenscheinig war) und ein tumb-süßer Latino namens Sucre (der mich an eine Ex-Affäre von mir erinert, mir wird mmer ganz warm und geborgen ums Herz.) Dazu kommt noch ein gefährlicher pill-popping Chefermittler vom F.B.I. Wentworth Miller verliert ein klein wenig in der zweiten Staffel, dafür gewinnt sein Filmbruder Lincoln deutlich an… äh, Format.
Also konnte man mich abwechselnd mit heraushängender Zunge vorm Fernseher knien sehen, wenn ich es nicht grade vor Spannung nicht aushalten konnte und auf Pause gestellt habe, um dreimal ums Haus zu rennen.
Wie gesagt: stellen Sie sich den spannendsten Film vor, den Se jemals gesehen haben, aber dann nicht in 90 Minuten, sondern in über 20 Folgen á 45 Minuten. Ach was, das können Sie sich gar nicht vorstellen, schauen Sie es sich einfach an!
Wie schon geschrieben, arbeite ich ja an einer Kosmetikserie mit dem Arbeitstitel ‘Out of Bed’
Da fiel mir beim Duschen ein, daß ich mal ein angeblich wachmachendes Duschgel hatte, wo auch Koffein drin sein sollte.
Alkohol ist ja in den meisten solcher Sachen eh drin, damit die Haut spröder wird und man mehr Creme kaufen muß, jetzt ist mir das letzte fehlende Ingredient eingefallen:
Meine Gesichtspflegeserie ‘Out of Bed – for a distinctly bedraggled and abgefeiert Look’ wird neben Alkohol, Koffein natürlich auch Nikotin enthalten müssen, damit die Grundversorgung gewährleistet bleibt.
Die Creme für den Ü-35jährigen, dem man nicht ansehen soll, daß er seit Jahren abends zuhause vorm Fernseher liegen bleibt und schon lange keine wilde Nacht mehr erlebt hat!
Neulich trug er ein T-Shirt mit der Aufschrift: “Bad Motherf*cker”.
Und wer kümmert sich um die guten Mütter?
(aus der Rubrik: manchmal hab ich nur Scheiße im Kopf und warum soll ich da alleine drunter leiden!?)
(Alternative Rubrik:
An der Ecke steht ein Kind
mit der Aufschrift ‘Gänzlich blind.’)
Auch schön: an einen völlig blöden Post einfach immer noch was Blöderes dranhängen!
You give me Fever
Fever in the morning,
Fever all through the night
(Cole Porter)
From a lack of community property
And a feeling she’s getting to old
A person can develop a bad, bad cold!
(Adelaide’s Lament)
Nach 6 Tagen in Bett und auf Sofa ist es nun wohl wieder soweit, sich in die Reihen der werktätigen Bevölkerung zu gesellen. 6 Tage intensives Nichtteilhaben an direkter persönlicher Interaktion lassen einen ein wenig logik- und realitätsfern zurück. Schwitzen, Schüttelfrost, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, gepaart mit einem simulierten Leben per Internet und TV.
Ekelskandale, Jugendgewalt, Wahlkampf und -krampf. Bei der ultimativen Ekelprüfung am Sonntag verlor immerhin der Hesse Koch sein unattrakives Gesicht und darf ab in den Dschungel, während die kleine Kreische Ross jetzt wohl Hessen regieren muß und migrationshintergründige Jugendliche mit Maden und Känguruhhoden bewerfen darf. Wenn ich alles richtig verstanden habe.
Während die Nichtraucherschützerfraktion nun auch öffentlich Kontur bekommen hat: es geht nicht um die Volksgesundheit, sondern darum, wie pensionierte hessische Postboten Deutschlands berühmtesten Kettenrauchern Loki und Smoki (so nennts der Tagesspiegel niedlicherweise) den letzten Qualm nicht mehr gönnen, kleinliche, biederste, frustrierteste Denunzianten. Man will nicht wissen, wen die und ihre Artgenossen vor 70 Jahren wo gemeldet hätten.
Die Unverschämtheit an einer Woche Krankheit: nicht ein Gramm abgenommen. Hätte ich bloß Magen-Darm gehabt!
Gut, daß ich wenigstens noch rauche. Sonst hätte ich sicherlich noch 10 Kilo zugenommen.
Ich wundere mich gelegentlich, wie Kolleginnen der strickenden Zunft hierherfinden.
Jetzt hab ich es raus: per Suchanfrage ‘lucky strick’
Well, if you can’t fix it, Jack, you gotta stand it.
For how long?
For as long as we can ride it.
There ain’t no reins on this one.
Im Memory of Ennis Del Mar
Jeanne Moreau, vielleicht die beeindruckendste Schauspielerin der Welt, wird heute 80. Bon Anniversaire, belle Jeanne!
Eine Unabhängige, eine Unbeugsame, eine Sphinx, ein Solitär, eine Intelligente, ein Universum für sich, eine Unerschrockene, eine Förderin junger Talente, eine Kämpferin, eine Neugierige, eine Institution, eine Königin, eine Wunderschöne, eine Rätselhafte, eine Professionelle, eine Grande Dame, eine Diva, eine Hure, eine Unverwechselbare, eine Raucherin, eine Schmollende, eine Spöttische, eine Rachsüchtige, eine Liebende, eine Verletzte, eine Ungehemmte, eine Konsequente, eine Verletzliche, eine Sture, eine Unfaßbare, eine Unanfaßbare, eine Spöttische, eine Verbitterte, eine Mutige, Stimme wie Reibeisen, Blick wie Röntgenstrahl, eine wie keine.
Was soll oder kann man schreiben?
Les Amants, Jules et JIm, Fahrstuhl zum Schaffott, La Notte, Querelle, Le Temps qui Reste, La Vieille qui marchait dans la Mer, Mademoiselle, Tagebuch einer Kammerzofe, Die Braut trug schwarz, und so weiter, mehr muß man nicht sagen.