Werter Kollege aus der blauen Welt, “Schleim aus der Keule rubbeln” ist jetzt nicht die Wirtwahl, die mich in einen Zustand der Erregung versetzt oder eine Phantasien beflügelt. Bjäch!
Taschentuch?
Krichste Krissel
Und wenn wer schon dabei sind: Bevor man irgendwelche möglicherweise nicht mehr ganz taufrische Körperteile nackt fotografiert, entferne man die Unterwäsche einige Zeit vorher, insbesondere solche, die hier und dort ein wenig kneift oder sonstige Preßspuren hinterlassen könnte.
Man sollte dann auch möglichst nicht sitzen oder liegen, und wenn, dann möglichst auf krisselfreien Oberflächen.
Mönsch, das wissen wir doch spätestens seit Calendar Girls!
Happiness (Extended Bonus Track Version)
Nach einem vollendeten Segeltag am Samstag heute wieder ein klassischer und heißersehnter Schlauchboottag auf dem Schlachtensee.
Nichts anders brauche ich, kein Mittelmeer, keine Schicki Strandbar (wir hatten wirklich genug zu trinken bei), keine Premiumflüge, und Monaco oder was kann sich gehackt legen.
Ich brauche genug Schlauchboote (heute waren sie luftmäßig alle ein wenig tückisch) für den Freundeskreis, vielleicht noch ein, zwei mehr, und eben den Freundeskreis, Everglam und unseren heutigen Gaststars. Mehr braucht man nicht, und dazu noch den dunkelflaschengrünen See, sachte Wellen, auf denen das Licht tanzt, und die richtige Temperatur. Besonders freundlich heute der Himmel, der sich bei über 30° zart verhangen hat, damit man nicht gleich ganz verbrennt.
Und wenn dann alle Freunde weg sind, und du noch ein wenig geblieben bist, weil du nicht gewußt hättest, wie du Auto hättest fahren sollen die Stille noch ein wenig genießen willst, du dich ganz nackt gemacht hast auf deinem Boot, mitten auf dem See mit den besten leider weit entfernten Freundinnen telefoniert hast, löst du den Anker und ruderst, weil dir das gefehlt hat.
Zuerst ruderst du Richtung Fischerhütte, was dir schwer fällt, dann ruderst du zurück Richtung seltsame Gräfin und dann bist du im Dschumm und willst gar nicht mehr aufhören zu rudern. Also ruderst du weiter Richtung Sonnenuntergang und es fängt an, ganz sachte zu regnen, klitzekleine Nadelstiche auf deiner aufgeheizten hungrigen Haut.
Das fühlt sich großartig an, und du ruderst auch weiter, als die Tropfen dicker werden. Du bist alleine unterwegs, die anderen Menschen, die rudernd oder schwimmend unterwegs sind, lächeln dir freundlich zu und du lächelst selig zurück.
Ein Marienkäfer landet entkräftet auf deinem dicken Zeh und du hast die Verantwortung, ihn zurück an Land zu bringen, denn egal, wie oft er seine Flügel aufpumpt, er kommt nicht weg. Ehrensache.
Ein kleiner Wind kommt auf, langsam wird es dunkler, und der Wind macht Wellen, die mit dir spielen wollen. Dir ist danach zumut und du läßt dich von ihnen über den nun finsteren See treiben, im leichten Sommerregen, und nutzt die Pause, um eine zu rauchen. Dann ist das genug und du testest deine Ruderkräfte unter den neuen Bedingungen, beobachtest einen wunderschönen Mann,wie er unglaublich zaghaft ins Wasser steigt, bis er endlich laut juchzend ganz eintaucht.
Nach einer Weile ruderst du zum Ufer, der wunderschöne Mann lächelt dich an, ekstatisch von seinem kleinen Wassererlebnis, du lächelst ekstatisch zurück, woraufhin der sich so erschreckt, daß er dir nur noch den Rücken zudreht. Egal, der Moment war magisch. Und der Hintern auch hübsch.
Deine fürsorglichen Freunde haben dir eine SMS geschickt, daß sie deine FlipFlops unter dem linken Vorderreifen versteckt haben, und so pflückst du dein Boot vom Wasser, setzt den Marienkäfer ins Gebüsch und gehst barfuß mit dem Boot auf der einen Schulter, den Taschen auf der anderen, die Böschung hoch, barfuß.
An diesem magischen Abend fügen sich Steine, Asphalt, Kiefernnadeln, Scherben zu einem sanften Teppich unter deinen zartrosa Fußsohlen, und so gelangst du zum Nonnenstift, in dem deine Mutter immer bei Schwester Dionysia (!) gewohnt hat, wenn sie in Berlin war, wo dein Auto steht und du langsam die Luft aus dem Boot läßt, immer noch in dem zärtlichen Sommerregen.
Völlig nackt stehst du vor dem Nonnenstift, als du dir die kurze Hose anstreifst, eine Unterhose läßt man an einem solchen Abend natürlich weg, dann verstaust du dein Boot, öffnest das Cabriodach und fährst bis zur Autobahn offen im sanften Regen beseligt in die Stadt zurück, die dir das alles bietet.
Smooth Sailing
Gut, daß man das Schlimmste gleich zuerst hinter sich bringen muß.
Das Schlimmste ist, abolut schwindelig vom steg ins boot zu kommen, und dann die ekligen Spinnen (eine besondere Sorte, die es wohl nur am Wasser gibt), die im Segel wohnen, mit einen astrofarbigen Handfeger ins Wasser zu bugsieren (und im Folgenden daran zu hindern, wieder ins Boot zu klettern.
Dann muß man sich an spinnenverhangenen Stegen bis zu einer offenen Stelle vorhangeln, bis man die segel setzen kann, wobei man noch ein paar Schiffe rammt, und dann, aber dann geht es los!
Einfach eine irrsinnig schöne Bewegung, so einfach mit nix, nur dem Wind, voranzukommen, mal rasant, mal gar nicht, und was ich irgendwie nicht in meinen Kopf bekomme, wie man in die eine Richtung segeln kann, obwohl der Wind ganz unlogisch woanders hin bläst.
Ich bin angefixt, Käpt’n Iris!
Heute klassisch Berlinerisch
Pack die Badehose ein, kleines Schwesterlein, nüscht wie raus an’n Wannsee!
Ich glaub da war ich erst einmal. Und dann ganz was neues, heute wird gesegelt! Hab ich auch noch nie und ich bin top-gespannt, wie das so funktionert!
(Und ich hoffe, daß die Polizei heut gnädig ist.)
Beene
Zur Zeit fährt es sich recht gefährlich, ich bin nämlich immens abgelenkt durch die ganzen nackten Männerbeine, die Berlin zur Zeit so bietet. Lecker!
Contentment kills Content
Zufriedenheit ist anscheinend schlecht fürs Bloggen – hier ist alles im Grünen Bereich, übertreibts aber auch nicht.
Das ist dann wohl das Sommerloch.
Schöner Name
Pariah Carey
Steht fast auf einer Linie mit Pat Cemetery.
Muß ja nicht
“Derjenige, der wirft, muss auch fangen.”
Hat der wunderbare, leider verschollene Herr Spango heute vor x Jahren über einen Mutterbeziehungsbeitrag kommentiert.
Und grade festgestellt, daß ich an diesem Tag in allen 4 Jahren Blogbestehen fleißig was geschrieben habe, also muß ich heute nicht ran.
Lesen Sie doch einfach währenddessen mal die alten Sachen, die kennen Sie nicht oder haben sie vergessen – es gibt dafür unten rechts extra die Knöppe “heute vor x Jahren”, bedienen Sie sich!
Stadt der Blinden – Blindness
(Nein, kein Text über Radfahrer in Berlin)
Stellen Sie sich vor, es gibt eine neue hochinfektiöse Seuche, die sich rasant verbreitet, man erblindet, aber nicht so Black-out, mehr White-Out.
Die Regierung interniert die Betroffenen in einem verlassenen Krankenhaus, darunter auch die nicht erblindete, anscheinend immune Julianne Moore, die ihren Ehemann (Marc Ruffalo, hach) nicht allein lassen will.
Die Anstalt hat kein fließendes Wasser, und die Orientierungs- und Hilflosigkeit der Insassen läßt sie schnell zur Kloake verkommen.
Essen wird täglich in Kartons geliefert, jedoch ist die Anstalt sehr schnell sehr überfüllt und es entstehen Machtkämpfe um die immer unzureichenderen Rationen. Ein ehemaliger Barmann (Gael Garcia Bernal, hach) erhebt sich zum Führer von Station 3, schließlich hat er eine Knarre, und so überfüllt, wie der Laden ist, trifft man auch als Blinder immer irgendwen.
Also müssen die Gefangenen der anderen Stationen zuerst ihre Wertgegenstände gegen das Essen eintauschen, das von Station 3 beschlagnahmt wurde, und als die Wertgegenstände alle sind, müssen die Frauen sich gegen Essensrationen für ihre Gruppe vergewaltigen lassen, bis eine zu Tode kommt.
Die Internierungsstrategie der Regierung ist längst gescheitert, auch draußen sind alle erblindet, so daß bald gar kein Essen mehr kommt, und in der Anstalt eskaliert die Situation der Blinden weiter, so daß bald der einzige Trumpf, die einzige Sehende, Initiatve zeigen muß.
Ein sehr intelligenter Endzeitthriller, der mit seiner Versuchsaufstellung intellektuell immens stimuliert, großartige Schauspieler bis in die Nebenrollen, und dazu noch spannende Unterhaltung – Ansehen!
Hier gehts zum Trailer