Stadt der Blinden – Blindness

(Nein, kein Text über Radfahrer in Berlin)

Stellen Sie sich vor, es gibt eine neue hochinfektiöse Seuche, die sich rasant verbreitet, man erblindet, aber nicht so Black-out, mehr White-Out.
Die Regierung interniert die Betroffenen in einem verlassenen Krankenhaus, darunter auch die nicht erblindete, anscheinend immune Julianne Moore, die ihren Ehemann (Marc Ruffalo, hach) nicht allein lassen will.
Die Anstalt hat kein fließendes Wasser, und die Orientierungs- und Hilflosigkeit der Insassen läßt sie schnell zur Kloake verkommen.
Essen wird täglich in Kartons geliefert, jedoch ist die Anstalt sehr schnell sehr überfüllt und es entstehen Machtkämpfe um die immer unzureichenderen Rationen. Ein ehemaliger Barmann (Gael Garcia Bernal, hach) erhebt sich zum Führer von Station 3, schließlich hat er eine Knarre, und so überfüllt, wie der Laden ist, trifft man auch als Blinder immer irgendwen.
Also müssen die Gefangenen der anderen Stationen zuerst ihre Wertgegenstände gegen das Essen eintauschen, das von Station 3 beschlagnahmt wurde, und als die Wertgegenstände alle sind, müssen die Frauen sich gegen Essensrationen für ihre Gruppe vergewaltigen lassen, bis eine zu Tode kommt.

Die Internierungsstrategie der Regierung ist längst gescheitert, auch draußen sind alle erblindet, so daß bald gar kein Essen mehr kommt, und in der Anstalt eskaliert die Situation der Blinden weiter, so daß bald der einzige Trumpf, die einzige Sehende, Initiatve zeigen muß.

Ein sehr intelligenter Endzeitthriller, der mit seiner Versuchsaufstellung intellektuell immens stimuliert, großartige Schauspieler bis in die Nebenrollen, und dazu noch spannende Unterhaltung – Ansehen!

Hier gehts zum Trailer

13 Gedanken zu „Stadt der Blinden – Blindness

  1. Llama (Gast)

    …Als bei imdb nurn schwarzes Bild als Trailer auftauchte, dachte ich, das wäre n Scherz. So’n Internet-Scherz, halt.

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  2. Frau A. (Gast)

    ich war irgendwie nicht so angetan, dabei hätte ich den film so gerne gemocht, alleine schon wegen des buches und der zugrundeliegenden idee. irgendwie war mir das dann aber alles zu langatmig inszeniert (dabei hab ich sonst ein faible für langsame filme) und frau moore war mir zu sehr passiv-doofes weibchen. war aber nicht der erste film, den mir meine abneigung gegen frauen in der passiven dulderrolle vergällt hat, insofern…

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  3. aiiiia

    ewig schade, dass der film nicht ans buch herankommt, was die psychischen probleme der “bewohner” und ihre reaktionen in extremsituationen angeht. so blieb bei mir bloß ein schaler “28 days later minus kannibalismus”-nachgeschmack zurück, aber kann sein, dass mich das buch “versaut” hat…

    und aus der kategorie “wenn Ihnen blindness gefallen hat, werden Sie XYZ lieben”:
    children of men. ai-em-die-bien Sie mal…

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  4. la-mamma

    ich mag auch die lesenswerte fortsetzung, die “stadt der sehenden”.
    bei literaturverfilmungen bin ich aber immer ganz ganz skeptisch, aber soweit ich das einmal als empfehlung nehmen darf …

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  5. Frau A. (Gast)

    REPLY:
    gnihihi. sich blind zu stellen war sicher sehr anstrengend! aber mal ehrlich, wenn ich als sehende person unter lauter blinden die wahl hätte, dann würd ich doch jedem sehbehinderten, der hand an mich legen will, eins auf die rübe geben. daß die frau moore (die ich an sich sehr schätze) es bevorzugt, sich vergewaltigen zu lassen fand ich…nunja…sie wissen schon.

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  6. luckystrike

    REPLY:
    Ich fand die nicht so passiv-doof,weil man ja andauernd gemerkt hat,wie sie sich zusammenreißen muß, um den einzigen Trumpf, den sie haben, daß es eine Sehende gibt, nicht zu früh auszuspielen.

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  7. luckystrike

    REPLY:
    Ich wußte vorher nicht, daß es eine Buchverfilmung ist, von daher hatte ich keine Erwartungshaltung, schon gar nicht von dem nichtssagenden Klappentext. Hat beim gucken sicher geholfen.

    Und der Tip liest sich interessant, schau ich mir mal an. Man Kann ja nie genug Julianne Moore sehen.

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