erstaunlich

wie man an manchen Tagen 8 Postings machen könnte, und an anderen so rein gar nix geht. Völliges Zen.
Also: Hier passiert heute gar nix. Nicht mal Amok oder sowas.
Machen Sie doch was Schönes, fahren Sie an den See, das reicht auch sogar noch nach der Arbeit, oder spritzen Sie sich einfach mit dem Wasserschlauch ab.
Viel Trinken nicht vergessen, und nicht nur den lecker Rosé. Machen Sie zur Not wenigstens ne Schorle draus.

Enjoy!

tiger

more porn names

Lance End
(den kennen wir ja schon länger)

Will Hurt
(aus Shortbus, einem Film den man NICHT nicht gesehen haben darf!)

Martin Fertig
(funktioniert aber nur im Pott und bei pöttischer Aussprache)

Justin Time

Will Happen

Randolph Studgard oder sein Cousin, Rammdolph Slutgard
(einer für den 500er)

Da geht doch noch was! Ab damit in die Kommentare!

ich krieg amok!

Werte Umwelt,
Sie wissen nicht, welche BOMBE hier tickt. Nein, ich glaube NICHT, daß sie die GEFAHR richtig einschätzen.

Mit allergrößter Mühe halte ich die GEWALTEN zurück, die Sie schon die ganze Woche lang so völlig unbekümmert herausfordern, sei es im beruflichem Email-Eingang, im Straßenverher oder sonstwo. Ein Friedensnobelpreis wäre das mindeste. Denn NOCH verzichte ich auf Gewalt. Aber sogar meine Mundwinkel mutieren schon zu MASSENMÖRDERN.

Aber jetzt, in diesem Moment, wird die Haut sehr dünn. Ein Tropfen noch. Dann läuft das Faß ÜBER:

Wenn nicht SOFORT jemand dieses verschissene Windspiel im Hof abschafft, das UNGLAUBLICH seit Tagen in seiner selbstgetöpferten KACKOPHONIE im Wind schallt, Tag und Nacht, wird es OPFER geben.
VIEL LEID! VIELE OPFER!
AND I MEAN IT!

verweis

Denen, die dieses zierliche Konglomerat von wirrem Zeuch vor einem Jahr noch nicht kannten, würde ich heute ausdrücklich die Benutzung des Knopfes ‘heute vor einem Jahr’ unten rechts empfehlen wollen – wahrscheinlich einer der feinsten Texte, die hier jemals erschienen sind.

suchbild

Na, fällt Ihnen hier was auf?
bonsai

Nachgetragen:
Richtig: Fickende Bonsais. Was für (fast?) alle einschlägig ausgebufften Stammleser auf den ersten Blick zu erkennen war. Natürlich.
Stammt aus der Anzeige eines niederländischen Pflanzendiscounts, die in allen Homogazetten Berlins vertreten
ist.
Sex sells eben, und wenns nur verkrüppelte Minibäume sind, die verkaufen und verkauft werden.
Es scheint aber zu funktionieren: Samstags kann man dort prima cruisen, allerdings sinds meist bärtige Homo-Paare, die sich da ihr kleines grünes Paradies zusammenkaufen. Wer auf sowas steht.
Ansonsten kann man eher abraten übrigens, die Pflanzen sind nicht besonders billig und platschen meist in sich zusammen, wenn man sie erstmal zuhause auf den Balkon stellt.

do you really want to hurt me – you’re out of fashion

Boy George – Culture Club. Ich mochte ihn eigentlich nie so wirklich, bis Glam mir die CD lieh: ‘U can never B 2 Str8’, von 2002 oder so.
Boy George ungeschminkt, akustisch, unplugged. Nackt.
Ja schon, auch er war ein Begleiter meines Coming Out in weiteren Sinne, aber Jimmy Somerville hat damals mehr für mich getan. (Man darf nie vergessen, es waren dIe 80er damals.)
Die Songs auf der CD: karg, rauh, reduced to the Max. Fast uneingeschränkt hörenswert. Radikal. Merkmal: Intelligenz. Verzweiflung. Und diese Stimme. Zum Niederknien: If I could fly. Oder Il Adore.

Was ein Leben: vom underprivileged Irish Boy zum Clubtänzer in London zur genderambivalenten Ikone der 80er Jahre, sogar Top Ten His in den USA (in dem Outfit!), zum Heroin- und Angel Dust-Addict zum DJ-of Pity-back to Club-Act, dazwischen Hare Krishna und wasweißich. Jesus Loves You! Was eine herrliche Platte!
Und immer die Yellow Press. Weil einem ein Household Name in England nicht geschenkt wird.
A boy who wasn’t afraid to use lipgloss and eyeshadow to meet his ends, and aims. Or maybe he was afraid, so he had to use them.
Ein Leben als Boy George muß sehr sehr anstrengend sein.

Er ist älter jetzt, vermutlich Halbglatze, weswegen er sich die Haare abrasiert und selbstbemalte Hüte trägt, und fetter, weswegen er sich den Hals schwarz malt, damit er noch eine (selbstgemalte) Kinnline hat. Tragisch. Peinlich. Alt werden muß für Boy George, der jetzt 46 ist, schlimmer sein als für Brigitte Bardot und Gina Lollobrigida, von den Tricks der Dietrich mal zu schweigen. Eins schlimmer.

Warum bloß? Er hat diese Stimme, die jetzt langsam kratzig wird um diesen warmen Schmelz herum. Die es nur einmal gibt. Und dieses Hirn oder Herz, das Liebe, Abhängigkeit, Opfer, Stolz, Hass, Schande, Demütigung, Bitterkeit, Witz, Würde und Würdelosigkeit, das alles kennt, und das Nichts.
Ich wünschte mir, ich könnte noch in 30 Jahren neue Lieder von dieser Stimme hören.
Aber: Er lebt, sehr sogar, und stellt unter seinem youtube-account fleißig Gegendarstellungen, neue Songs, die er nicht veröffentlichen kann oder was ihm sonst so in sein Hirn kommt, ein, als enigmaticwanderersex und anderen nicks. Ich müßte ihn nicht wirklich kennenlernen wollen, aber das spielt auch keine Rolle bei dieser Huldigung.

Und er hat aus seinem Leben auch ein wirkliches Musical gemacht: Taboo, das sogar auch am Broadway lief. Hier Out of Fashion , sozusagen ein Kommentar, mit Szenen aus dem Backstage. (Video hab ich rausgenommen, irgendwie zerfetzt es die Seite bei manchen Browsern)

Wer vor so viel Schönheit noch etwas weinen will, der suche sich auf YouTube ‘The Crying Game’. ‘Victims’ oder eben alles von Boy George.