Category Archives: gutes tun

überlebenswille

Habe grade zum ersten Mal seit 5 oder 6 Wochen meinen Binnen-Urwald gegossen. Das letzte Mal, als das passiert war, stand noch die Terrassentür auf und es war fast noch Sommer. Manche sahen zwar schon etwas verzweifelt aus und etwas blaß um die Blattränder, aber gestorben ist keiner.

Ich weiß sowas sehr zu schätzen, daß Lebensgefährten in harten Zeiten auch mal den Arsch zusammenkneifen und eigene Bedürfnisse zurückstellen können.

‘Wer in der Pause rausgeht
wird nie wissen wie es ausgeht’
(Michael von der Heide)

note to self:
Keine Haustiere anschaffen. Meerschweinchen halten nicht so lange durch, glaube ich. Ohne gießen, meine ich.

endlich 500!

Heute bin ich 500 geworden. Nein nicht Beine, das würde ich mir niemals anmuten, sondern Tage am und im Blog.

Und dann erscheint heute irgendwann bei Mindestens Haltbar mein Text zum Thema Nachtleben – eine schwere Geburt wars, mangels aktueller (wirklich hier erzählbarer) Nachtleben-Erlebnisse, und ich habe lange meinen alten Stahlhelm nach erzählbaren Veteranenerlebnissen und Durchschußlöchern durchkramt, bis sich diese kleine Hommage an die gesammelten Geburtstagsparties im Mansion des Wonderful and Amazing Mr. Glamourdick am Ende doch ganz von selbst erzählt hat.
Nur ein bissel schlechtes Gewissen hab ich auch, kommt der bildschöne Herr Horizont doch auch vor, und mein Kommentar zu seinem Musikgeschmack ist vielleicht etwas böse, wo er mir doch gestern noch so ein nettes Musikgeschenk gemacht hat… Aber zumindest dafür, daß er seinen Blog so vernachlässigt, wo er doch so wunderbar schreiben kann, hat er’s verdient.
Also wer mag lese nach von unsinkbaren Schiffen nah am Abgrund bei
mindestens haltbar - magazin für meinungen

Edit: scheinen noch nicht ganz fertig geworden zu sein – einfach die tage dort mal wieder nachsehen.

chopin

Ich weiß ja nicht, ob sich das hier immer so mitteilt, aber ich bin ja ein gebildeter Mensch, der die Kultur liebt.
Zum Beispiel ist mein Lieblingsvodka ja Chopin, ein polnischer Wodka, den man hier kaum kriegt, und den mir die wunderbare Natalie deshalb regelmäßig aus Polen importieren läßt, in der schicken Geschenkpackung, komplett mit einem Trinkbesteck von zwei Gläsern, Flasche wie Gläser mit einem schicken Hologramm mit dem Antlitz des Komponisten versehen.
Also hochkulturell, das Trinken dann.
Außerdem schmeckt er wirklich so lecker, daß ich ihn gar nicht kühlen mag, so ein wunderbares Aroma hat er, im Gegensatz zu manch anderen Wodkas, die man wirklich nur mit -10 Grad ertragen kann.
Also wenn ihr mal ne Flasche Chopin zwischen die Finger kriegt, mitnehmen! Nur nicht, wenns bei mir zuhause ist!

geschenke

Madame Modestes Wunsch war es und natürlich wurde der sogleich geflissentlich erfüllt.
Ich nicht blöd, habs ihr gleich abgebettelt, und nun hab ichs auch: ein süßes Gadget, über das man die Blogeintrage von vor einem Jahr direkt aufrufen kann – manchmal schön, manchmal seltsam, was einen letztes Jahr um diese Zeit umgetrieben hat…
Meins hab ich jedenfalls rechts als Last Year’s Kisses eingestellt, und prompt hat es mir diese Perle von Liedgut ausgebuddelt, die damals zu Unrecht wenig Beachtung fand, wie ich meine.
Zu haben bei Herrn Heimchen, der so freundlich war. Merci! Schöne Idee!

taxi taxi

Mit meinen letzten beiden Taxifahrern hatte ich olfaktorisch weniger Glück als mit meinem Taxi zwischen den Welten.
Irgend jemand sollte auch den älteren Männern verraten, daß ein Deostift am besten dann wirkt, wenn auch drunter frisch gewaschen ist. Nicht einfach drüber schmieren! Es ist jetzt draußen zu kalt, um mit offenen Fenstern zu fahren!
Dafür kann man den anderen Taxitext jetzt auch in der neuen Ausgabe von Mindestens haltbar nachlesen.
Und für die nächste Ausgabe soll ich einen Beitrag zum Thema Nachtleben beisteuern. Mal sehen, was mir da aus meinem reichhaltigen, wenn auch etwas verblichenen Erfahrungsschatz noch aus meinem Resthirn entgegenpurzelt. Kann ja schlecht darüber schreiben, wie ich letzten Samstag von mittags um zwölf bis morgens um sieben konsequent auf dem Sofa sitzen gebleiben bin?

birthday marathon

Es ist wieder soweit, 2x im Jahr gibt es bei mir eine Strecke Geburtstage hintereinander. Der eine Marathon ist Ende Mai/Anfang Juni, der andere ist jetzt im Oktober bis Anfang November. Wie bei Katzen, eine Runde Frühlingskätzchen und eine Herbstkätzchen.
Fast jeden Abend eine Einladung, und man kommt mit Geschenke kaufen erst gar nicht hinterher.
Richtig hart sind allerdings die Einladungen. Was ich nicht kann, ist irgendwo hin gehen, und wenig zu rauchen und zu trinken. Nur weil es die x-te Party die Woche ist.
Das kann ich genauso wenig wie im See schwimmen und dabei nicht nass werden.

rocken oder so

Im Dezember komme ich ja richtig in Streß, und das gleich in der Nachbarschaft, Termine Termine Termine.
Am 15.12. ist Placebo in der Arena, und am
17.12. Mr. Moz, Herr Morrissey höchstselbst.

Zu beidem muß ich dann wohl hingehen, wer hat denn lust mitzukommen, ich besorg dann die Karten, kriegs auch u.U. was günstiger.

na, wer will?

hairdo-be-do

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon von meinem Haarproblem erzählt – jetzt ist es endlich gelöst.

Und das ist wahrhaftig nicht einfach, schon als Kleinkind terrorisierte ich den ganzen Friseurladen im Nachbardorf mit Zeter und Mordio, und ließ keinen an meine Haare, wenn ich nicht zum Schutz eine brandneue Kindersonnenbrille bekam. (Im Nachhinein muß ich feststellen, daß ich ausgetrickst wurde – es muß immer dieselbe gewesen sein, die mir ‘gekauft’ wurde, sonst müßte ich ja eine anständige Sammlung davon gehabt haben?)

Die welteinzige Friseurin meines Vertrauens hat mir am Freitag die perfekte Frisur verpaßt, irgendwo zwischen Britpop und Kommunionsfrisur, mit Pony sogar.
An den ich mich erstmal gewöhnen muß.

Das Feedback ist erstaunlich: die sich in der Minderheit befindenden Heterojungs im Büro fragten, ob ich in den Regen gekommen bin, und die Mädels beiderlei Geschlechts loben und finden ich sähe jünger aus – Experiment scheint geglückt.

Schade nur, daß meine welteinzige und weltbeste Friseurin 800 km weit weg wohnt. Ich muß mehr Geld verdienen, damit ich sie regelmäßig einfliegen lassen kann.

burschenalarm

Was macht man eigentlich mit zwei 16-jährigen, die auch noch über Nacht bleiben wollen?

Nein, nicht wie ihr Ferkels jetzt wieder denkt, mein süßer Patensohn nebst Kumpel war zu Besuch.
Groß ist er geworden, jedenfalls ein bißchen größer als ich, hübsch war er schon immer, aber jetzt füllt sich die Höhe auch etwas in der Breite, und ich glaube er wird brachial sexy aussehen, wenn er mal fertig ist.

Ich sehe ihn nur selten, 1-2 Mal im Jahr, aber er scheint mich irgendwie zu mögen, sonst würde er sich ja nicht selbsttätig zum Besuch anmelden?

Natürlich keine Zeit gehabt, mir irgendwelche Unternehmungen zu überlegen – aber das scheint unproblematisch zu sein, Hauptsache man macht irgendwas – also haben sich die Burschen zum zweiten Mal in einer Woche Fluch der Karibik 2 angeschaut. Am besten hat ihnen aber wohl gefallen, daß ich sie noch ein paar Stundne durch Kreuzberg geschleppt habe, Clubs und Kneipen von außen gucken. Als wir dann gegen halb zwei wieder zuhause waren, sagten sie mir, daß gesetzlich gesehen, 16-jährige um 23:00 nach Hause gehören – und ich wäre um ein Haar noch mit ihnen in den Club der Visionäre gegangen…
Und danach noch bis 3 auf der Terrasse gesessen, und über Filme geredet – seltsam, ich scheine den Filmgeschmack eines 16-jährigen zu haben…

Mit der Jugend von heute ist es aber seltsam: ich konnte sie zu keinem Bier und nix verführen, Rauchen finden sie blöde, und ihre Wochenende-beim-besten-Freund verbringen sie vorm Rechner. Da hatte ich in dem Alter schon ganz andere Erfahrungen… Tsts, was soll nur aus ihnen werden?

Lustig ist, daß die Burschen etwas, was sie blöd finden, ‘schwul’ finden – und dann jedesmal zusammenzucken, wenn sie es in meiner Anwesenheit laut sagen. Ich kann sie da beruhigen, ich finde schwul auch meist blöd, sage ich ihnen, und dann entspannen sie etwas.
Allerdings achten sie dann doch sehr darauf, daß sie komplett angezogen durch die Wohnung gehen, man weiß ja nie, werden sie sich denken – natürlich völlig unbegründet. Allerdings doch wesentlich entspannter als der andere Kumpel, den mein Patensohn zu meienr letzten Geburtstagsparty mitbrachte, den die absolute Panik erfaßte, als er merkte, daß fast alle anwesenden Männer schwul sind, und er sich danach nicht mehr alleine aufs Klo traute 😉