Category Archives: gutes tun

sing your life

Ich finds drollig, gefunden beim werten Herrn Caliban
der`s wiederum hierher hat:

Answer the following questions using only song titles:

Are you female or male:
The Last of the Famous International Playboys (hehe! Morrissey)

Describe yourself:
Ein Elefant für Dich (Wir sind Helden)

How do some people feel about you:
Nur das und nicht mehr (Hildegard Knef ‘Just one of these Things’)

How do you feel about yourself:
Was hat dich bloß so ruiniert (Die Sterne)

Describe your ex girlfriend/boyfriend/wife/husband:
File it under Fun from the Past (Marianne Faithfull)

Describe your current girlfriend/boyfriendwife/husband:
Ich will was Neues (Nena)

Describe where you want to be:
On the Sunny side of the Street (Cyndi Lauper)

Describe what you want to be:
Filthy/Georgeous (Scissor Sisters)

Describe how you live:
Gestern wollt ich noch sterben (Cora Frost: ‘doch heut doch heut doch heut – bin ich wieder dabei!’)

Describe how you love:
Nobody does it better (Carly Simon)
Knock them Out (Lilly Allen)
Just like Heaven (The Cure)
Losing Control (Boy George)
oops, ich hör wohl besser auf…

Share a few words of wisdom:
What the World needs now is Love, sweet Love (Dionne Warwick u.a.)
Die Zeit heilt alle Wunder (Wir sind Helden)
Wer will, der möge! Sich beim Stöckchen bedienen, meine ich.

zen

Hach, das tut gut. Erholungsphase eingetreten. Seit Tagen komplettes Zen: nichts tun, so gar nichts. Nichts tun wollen und nichts tun müssen. Und entsprechend auch nichts auf die Reihe kriegen. Muß ja auch nicht. Ich könnte jetzt wirklich nicht sagen, was ich die letzten Tage gemacht habe. Ganz bei mir im Nirgendwo. Meist sogar vergessen zu essen. Und vergessen zu denken. Vergessen zum Arzt zu gehen. Ab und zu ins Bad, seltener in die Küche. Gar nicht mal übermäßig viel geschlafen. Erstaunlich mit wie wenig so ein Tag auch vergehen kann.
Das wird eine harte Landung, ob ich wirklich morgen wieder ins Büro gehen soll? Oder bleib ich noch liegen? Heute muß ich aber mal raus, Zigaretten sind alle. Ob ich mal dusche?

blumen statt böller

Da ich ja sowieso schon als Blümchenblogger verschrien bin, teile ich zum Jahreswechsel mal ganz einfach, was mir heute auf der Terrasse, als ich noch ganz verknattert kurz an die frische Luft ging, geschenkt wurde. Das Blümchen hat sich ganz ungefragt und selbstständig angesiedelt, und sich entschlossen, uns ganz genau heute und spontan ein Zeichen zu setzen:

daisy

Möge euer neues Jahr genau so unverhofft und schön und so einfach und perfekt sein!

aufgewärmtes

Nö, heute gibts hier nix Frisches, Aufgewärmtes ist ja manchmal auch lecker, auch wenn es in diesem Fall Last Season ist. Mein Last Year’s Kisses-Böppel freut mich nämlich manchmal sehr, wenn ich alte ‘Perlen wiederentdecke.
Seltsamerweise scheinen mich die Herren der blauen Welt just um diese Jahreszeit am interessantesten zu finden (Kunststück, muß ich ja jetzt nicht in Badehose rumlaufen), wie im letzten Jahr die sehr anregende Einladung zum Monopoly. Unnötig zu sagen, ist daraus nichts geworden, hatte betreffender Herr nicht den Arsch in der Hose, mich persönlich zu treffen, nicht zuletzt auch, weil er es wohl nicht geschafft hatte, wenigstens Jahrtausendaktuelle Bilder von sich einzustellen. Letzteres wäre mir ja wurscht gewesen, ich seh ja auch nicht mehr aus wie im letzten Jahrtausend. Aber bitte, wer nicht will, der hat schon und bist du zu stark, sind sie zu schwach.
Auch in dieser Adventszeit häufen sich die Anfragen, und mal sehen was aus dem ein oder anderen Date wird, was ich für 2007 schon mal angedacht habe.
Schließlich wird ja extra für mich zur Zeit in Italien ein Bett angefertigt, so haben es jedenfalls meine Möbeldealer mir ausgemalt, und ich habe mir vorgenommen, es nicht so verwahrlosen zu lassen wie das letzte.
Einer der Herren verfügt auch über alles an Bildern ins einem Userprofil, die so gar nicht gehen: Chaps-Pics, Katzenfotos, Gattenfotos, und ein Sling ist auch dabei. Worbüber ich sehr lachen mußte, was den Herrn etwas irritiert hat. Aber zumindest ein Sling kann ja sehr kommod sein. What the heck!
Note to self: Flaunt it while you still got it
P.S.: Zweifelhafte Ehre: Dies bescheidene Blog erscheint unter den ersten 10 Ergebnissen, wenn man nach ‘Ficken leicht gemacht’ guggelt. Ich fühle mich mißverstanden. Ich bin doch so kompliziert!

weltschmerzhelden im doppelpack

Das wichtigste gleich vorweg: das Placebo-Konzert war lustiger, denn da gabs wunderschöne heiße Schnittchen. Mit doppeltem Dekollete-Trick, aber ich weiß nicht, ob ich solche Fotos hier einstellen darf….
Professionell vorbereitet und vorgeheizt mit einem halben Liter Absolut-Raspberry durch drei (zum ersten Mal war ich meinem gewaltigen Schnupfen dankbar) hatten wir relativ schnell recht nah an die Bühne gefunden und waren so gleich verpflichtet, mitzurocken und zu pogen. Nein, nicht Pogo wie früher, denn Placebo hat ein (wahrscheinlich Kunstgeschichte oder was mit Medien) studiertes Publikum, die sich immer entschuldigten, wenn sie einen anrempelten. Größtenteils attraktiv auch noch dazu. Und wenn jemand die Digitalkamera runterfiel, hörten alle auf zu tanzen und halfen suchen. Das war aber auch besser so, schließlich hatte die Rockschnitte 7-cm-Stilettos an und ich bin ein alter Sack nicht mehr der jüngste, wie ich am nächsten Tag feststellen mußte, als ich mich vor Muskelkater kaum mehr aufs oder vom Sofa runter hieven konnte.
Also, Placebo & Morrissey an einem Wochenende, ein Tag Pause dazwischen. Der Soundtrack zum Weltschmerz, zur Wut, zum Unglücklichsein, und dann so geballt. Emo-Rock und Selbstmitleids-Crooning für die 80er-Sozialisierten. Das ist schon ne Ladung.
Erstaunlich war das Placebo-Konzert ganz einfach ein supergutes Rockkonzert, die Jungs haben die Halle in Atem gehalten, fast gar nichts zwischendurch geredet und einfach gute Musik gemacht. Das Schnittchen hat genauere Beobachtungen zur Gitarrenarbeit, ich hatte je eher Brian Molko im Auge, und der war ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte, einfach geradeaus, gut bei Stimme und Gitarre. Ein bissel mehr Glam wär schon schöner gewesen, aber meckern kann man nicht wirklich. Schöne Videoprojektionen gabs übrigens auch.

Und dann Morrissey. Es kann ja immer auch peinlich sein, wenn man jemand gegenübertritt, den man sehr verehrt hat, und der einen wertvolle Jugendjahre gekostet hat, in denen man sich auch ganz einfach toll hätte amüsieren können. So wie ich, ungefahr 3 Jahre zu spät, einmal The Cure live gesehen habe und vor Lachen fast gestorben bin, als ich Robert Smith das erste Mal in echt gesehen habe. Und dafür gerechterweise ordentlich Dresche von den Fans bekommen habe. Morrissey habe ich vor ca. 12 Jahren schon einmal live gesehen, und war sehr erstaunt, daß da kein spacker weicheiiger Jammerlappen auf die Bühne kam, sondern ein großer selbstbewußter Mann mit einer außerordentlich kraftvollen und extrem bösartigen Ausstrahlung, so bösartig, daß ich erstmal weiter nach hinten wechselte. Vorsichtshalber.
Heute und ganz vorne habe ich gesehen, daß das Alter ihm gut bekommt. Auf der Bühne war ein gut aussehender Mittvierziger, bei bester Laune, bei bester Stimme, mit einem kompletten Leben an Bord. Sogar die eher langweiligen Songs seiner letzten beiden Platten wurden durch die großartige Band und seinen Gesang sehr lebendig. Ok, jemand sollte ihm sagen, daß er auf untaillierte Hemden umsteigen soll. Aber wer bin ich, das mußte ich ja auch erstmal begreifen.
Ansonsten hat er das ganz gut getroffen, als er sang ‘It’s the same old S.O.S.’ Wenn er noch ein bissel die Kurve kriegt mit Jammern, dann gehe ich auch in 20 Jahren gerne zum Morrissey-Konzert, dem Frank Sinatra derer, die ihre verstörte Jugend in den 80ern verbracht haben.
Das Publikum übrigens bestand zum guten Teil ganz unerstaunlich aus offensichtlichen Singles, weswegen es auch mir nichts ausmachte dort alleine hinzugehen, und ein paar Pärchen, bei denen die Frau immer mal sorgenvoll den Gatten prüfend anschaute. Und Schwulen in Lederjacken und weißen Rollkragenpullis, die weder klatschten, noch sich bewegten oder gar schwitzten, die aber einen Kopf größer immer vor mir standen und das ganze auf Handy aufnahmen, wohl, damit sie es nachher bei youtube einstellen können. Und alles Anrempeln half nix, die waren unerschütterbar. Ist ja auch viel besser sich das hinterher mal ganz in Ruhe anzuschauen.

Zum Schluß sang the MOZ auch noch in Variation ‘Please, please, let me get WHO I want this time. The times, they are a-changing. Und nächstes Jahr möchte ich nichts traurigeres mehr hören als ‘Oops, I did it again’. Gerne auch von Placebo und/oder Morrissey.

it’s the friends

that you can call at four o’clock in the night that matter, said Marlene.
It’s the friends who can keep you up til six thirty in the morning that matter even more, says Lucky.

last night a cabbie saved my life

Gestern: zum ersten Mal seit Wochen/Monaten vor halb zwölf Feierabend gehabt (incl. Wochenende). Und zwar um zwanzig nach neun. Außerdem ist die zweite Staffel ‘Desperate Housewives’ gestern angekommen.
Endlich, endlich mal wieder ein Feierabend, und nicht nur ein Reste-Sofa-Liegen. Beschlossen, mir mein Lieblings-Soulfood dazu zu gönnen, einen Riesenberg selbstgemachtes Kartoffelpüree mit weichgekochten Eiern (das ißt man dann bis Oberkante Unterlippe). Und ne Flasche lecker Cabernet Sauvignon ist auch noch da. Und nen schönen Mirabellenschnaps zum Anlösen des Kloßes im Magen.
Es hat wohl so vor Vorfreude im Gesicht geleuchtet, daß die Leute in der U-Bahn mich schon seltsam gemustert haben. Dachten wohl, ich hätte ne neue noch geheime Sorte Johanniskraut.
Dann, vor der Haustür: Kein schlüssel, im Büro liegengelassen! Mist!
So blieb mir nichts anderes übrig als mir ein Taxi ins Büro und wieder zurück zu nehmen, um wenigstens ein bißchen Feierabend zu retten.
Der Taxifahrer hatte ein Einsehen, als ich ‘ich bin so eine blöde Sau’-schreiend einstieg, daß er mich mit Tempo 80-90 und wie bei einer echten Verfolgungsjagd spurwechelnd und gasgebend durch die Stadt und wieder zurück transportierte, ein wahrer Schatz!
God bless the Taxifahrers!