Kategorie-Archiv: Duh!

Grade noch rechtzeitig

Sieht so aus als ob ich meinen zierlichen Arsch Blog grade noch rechtzeitig hier über die Grenze gerettet hab, Twoday ist seit gestern abend mal wieder nicht zu erreichen.

Bitter nur, daß meine lieben Kollegen, Glamourdick und Madame Modeste und der Herr Schneck besipielsweise, dort sozusagen in Geiselhaft sind und ich sie nicht besuchen kann – Frau Koma hülf!

Auf den Geiger

“Hallo Lucky, hier ist Ylotte, stell dir vor, jetzt ist morgen doch noch ein Termin bei Franzi frei geworden!”
(Ich war schon ganz verzweifelt, dieses Jahr keinen Friseurtermin mehr zu bekommen, die blöde Kuh hätte mir ja mal Bescheid geben können, daß sie wieder da ist, nachdem sie meinen letzten Termin Ende September(!) abgesagt hatte.)
“Puh, das ist ja großartig, ich seh nämlich schon aus wie dieser berühmte Geiger!”
“David Garret? Dann brauchst du aber wirklich keinen Termin, laß das so!”
“Nee, der andere, Andre Rieu, nur dicker!”
“Achso, ok, dann sehen wir uns morgen!”

Absence makes the Heart grow fonder

…hoffe ich doch.
Wow, über zwei Wochen nix hier geschrieben, das gab es glaub ich noch nie.
Sie haben aber auch nix verpaßt, das Leben des L. ist ein langweiliger grauer Wirbel, wie es sich zu Zeiten der Hauptsaison so gehört. Eine Woche hat gefühlt 2-3 Tage, dann ist wieder Wochenende, und man weiß überhaupt gar nicht mehr, was die Woche so mit sich brachte. Das hört sich gnädiger an, als es ist, denn die 2-3 Tage haben es in sich, denken Sie Steinbruch, denken Sie Chain Gang. Mit Peitschen, für alle.
Denn Hauptsaison ist Hauptsaison, diese und die nächste Woche sind die härtesten des Jahres, und daß der Laden ganz gut aufgestellt ist, merkt man daran, daß es erst jetzt anfängt, weh zu tun und die Bereifung dünn wird, anstelle daß man schon seit Wochen mit blutigen Füßen bzw. Nerven die letzten zwei Drittel des Marathons ansteuert.
Geschäftlich jedoch eins der besten Jahre ever, obwohl es keine überraschenden Füllhörner gab. Und so freut es mich, und ist mir auch wichtig, daß wir unseren Leutchen einen lecker Bonus auszahlen konnten. (Sie würden blutige Augen bekommen, wenn Sie wüßten, was das mich persönlich als Gesellschafter so an Geld kostet.) Aber es ist einfach richtig so, gut und wichtig. Und selbstverständlich.
So als Tüpfelchem auf dem Haufen zwei absurde Termine gehabt, einer auf der ewig unglücklichen Baustelle in Mitte, der überraschend viel besser gelaufen ist als erwartet, auch wenn das vermutlich nicht viel bringen wird.
Der andere in der wohl teuersten Kulturstiftung des Landes, immerhin mal eine Aufwertung meines Status, aber letzten Endes wurde ja auch eins der von mir erstellten Konzepte verhandelt (liegt schon seit zwei Jahren dort in den Giftschränken.) Es ist schon beeindruckend, welch miese Einstellung so viele so gut bezahlte Spitzenkräfte haben können, Inseldenken und beschränktge Horizonte. Das Gute dran, mir kann es egal sein. Aber zumindest dürfte allen in der Stiftung mittlerweile klar sein, wo die Kompetenzen liegen, wenn es über den eigenen Tellerrand hinaus gehen soll. Man muß ja auch für die kommenden Jahre vorbauen.
Und so gehts heute ins Büro und dann noch Lebensmittelgroßeinkauf, währenddessen wird meine ukrainische Perle den Schutt und Schmodder der Woche wegputzen und dann zwei Tage Sofa, bis die Knochen weh tun. Life’s hard, but good.
Und Sie so?

Urbane Mythen Teil 1

Wer glaubt, daß ein Sektchen am Morgen den Kreislauf belebt (hat das schon irgendwer tatsächlich erlebt?), der glaubt auch, daß es sexy ist, mal ohne Schlüpper zu gehen.

Das stimmt nämlich auch nicht. So geschehen letzte Woche, wo ich vergessen hatte, einen Schlüpper für nach dem Sport einzupacken, und so eben ohne Schlüpper zu dem Empfang in der Oper mußte. Sexy! Sexy? Nicht wirklich. Außer es erklärt mir jemand, was dran sexy ist, wenn dauernd der Sack irgendwo am Bein festklebt oder die Pipilotte sich in der Knopfleiste der Hose verklemmt, und man dauernd händisch alles richten muß.
Na, vielleicht findet es ja irgendwo jemand sexy, wenn sich jemand dauernd in der Öffentlichkeit das Gemächt sortieren muß. (Ich bin ja schließlich nicht Michael Jackson. Und ich kiekse auch nicht dabei.)

GOB!

Sie kennen das ja sicher noch als kindliches Trauma: Omma/Tante/Mama spuckt ordentlich ins Taschentuch und reibt einem dann damit rabiat durchs Gesicht. Zurück bleibt Demütigung und der fiese Geruch fremder Spucke im Gesicht.

Warum haben die einem eigentlich nicht herzhaft ins Gesicht gerotzt und DANN mit dem Taschentuch drin rumgerieben? Wäre doch viel effektiver gewesen?
Etwa weil das erstere FEINER aussieht?

Einsiedlerkrebs, Geflügelschere

Nein, die beiden Begriffe in der Überschrift haben nichts miteinander zu tun.
Einsiedlerkrebs deswegen, weil ich mich am Montag nach so einem verknuddelten, vertanen, weichgespülten kettenrauchend sehr genüßlichem und genossenen Wochenende fast ohne jegliche verbale Kommunikation (Ausnahme: Käsefrau und kurz der Mitbewohner) so weich und nackt und verletzlich wie ein Einsidlerkrebs ohne Leihgehäuse fühle, daß ich mich kaum aus dem Haus oder ans Telefon traue.

Geflügelschere deswegen, weil ich sehr zum beiderseitigen Schock den werten Kollegen vor der Gattin eines Freundes und einer Übernachtung in deren Haus gewarnt habe: nicht daß sie dir nachts die Geflügelschere in den Hals sticht. Während ich den Satz aussprach, wunderte ich mich, warum mir ausgerechnet Geflügelschere eingefallen war. Umso mehr wunderten wir uns beide, daß er genau das zwei Nächte vorher geträumt hatte.
Und umso noch mehr (?) freue ich mich, daß sich der werte Kollege heil und unversehrt von seiner Reise zurückgemeldet hat.

Aus der Uhr tropfen die Wochen

Und hups, ist schon wieder Freitag, und man freut sich aufs Wochenende. Warum eigentlich? Es passiert dieser Tage und Wochen nichts, gar nichts. Und das ist auch gut so.
Daß dieser Herbst und Frühwinter immer noch wie ein zwar kühler, aber sehr freundlicher Oktober rumkommt, erleichtert die Sache ungemein – Kinners, es sind nur noch dreieinhalb Wochen, bis die Tage wieder länger werden!
Irgendwie Zwischenzeit, ich spüre nichts, außer leicht aus der Zeit gefallen, denn es müßte eigentlich nebeln und düstern und depressiv machen, tut es aber nicht. Es fühlt sich ein wenig an, als ob man die Haltestelle verpaßt hat und im Bus sitzen geblieben ist, obwohl der nirgendwo nennenswert hingefahren ist.
Monstererkältung, mit Intensivschnupfen und -husten, letzte Woche habe ich mir bei einem Hustenanfall die Nackenwirbel verrenkt, und am nächsten tag die Lendenwirbel. Oh well, zum Notschlachten in die himmlische Herde.
Letztens interessehalber und für umme und nicht aus fangründen bei George Michael gewesen, aber zur Pause gegangen, weil der nur einen langweiligen langgezogenen Soundbrei von sich gegeben hat und garantiert keinen Tropfen Schweiß vergossen hat. Dafür immer schon die Sonnenbrille aufbehalten, wie affig. Trotzdem liegt er jetzt mit Lunge in Wien im krankenhaus und es bestand wohl zwischenzeitlich Lebensgefahr.
Vielleicht lohnt es sich gar nicht, sich zu schonen.

Aussitzen übrigens ist auch eine gute Geschäftsmethode, man arbeitet einfach mit der Dummheit und Unorganisiertheit der Gegenseite, und just wenn es zu spät ist, daß die noch selber was retten könnten, bietet man gnädig an, noch zu bleiben. Hatte ich mir genauso gedacht vor nem halben Jahr, und siehe, es funktioniert.

Ja, ne, das war jetzt alles nicht so spannend. Welcome to my Life, alles nicht so schlimm grade.

Versatil!?

Was man nicht alles anstellt, um preisgekrönt zu werden, nun gut, bin ich eben versatil.
Bei Homos heißt das übrigens aktiv und passiv, ne.
Festgestellt hat das der feine Herr schneck, allerdings nicht am lebendigen Leib, sondern er hat das festgestellt für Glams und mein Gemeinschafts- und Bildungsprojekt ADS – Auf Dauer Schlauer!!
Kaum 10 Tage in der Welt, und schon wird abkassiert!