Gut gegeben

Auch das ein Grund, Berlin zu lieben: Neben dieser grundjämmerlich-jammernden Kampagne des DGB hat die Kampagne der Schaubühne doch gleich ein paar knackige Kommentare parat:

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Und, das hat Herr Ivy ja auch schon festgestellt, was ist das für eine saublöde Internetadresse: www.ichwillrente.net!?

Das ist genauso blöd, wie eine Po*noseite www.ischfiggdisch.net statt www.ischfiggdisch.com benennen: .

Und die Renten-Kampagne ist genauso effektiv wie ein Neuköllner Bierkneipengespräch, aber Hauptsache, es hat im Gegensatz dazu viel Geld gekostet.

Unverschämt und arbeitsscheu

Schreibt mich doch auf der blauen Welt so ein 26jähriger Cyberstricher an, ob ich Lust hätte, heute abend mit ihm und einem 46jährigen Sex in Alt-Reinickendorf (!) zu machen, Details waren auch dabei. Dabei reichte schon ‘Alt-Reinickendorf’ für ein Nichtbeantworten.
Dafür wollte er auch noch 70 € für eine halbe der 120 € für eine ganze Stunde haben – Jesses! Die ganze Arbeit machen, und das noch in Alt-Reinickendorf, und dann auch noch bezahlen?

Kontrastmittel oder: Wir können auch anders

Nach 2 Wochen inneren Amoks gehts auch mal wieder anders: Notgedrungen, weil eingeladen von reizenden Personen, die man keinesfalls enttäuschen möchte, muß man auch mal wieder aus dem Haus.

Gestern erste Station: Singen in Gruppe und einzeln, anfangs sogar fast noch nüchtern, ein Raucherraum, der mit Billardtisch ausgestattet ist, und der gute alte dicke Lucky hat an der Stange getanzt (!)
Ja, sie lesen richtig. Das hätten Sie mir nicht zugetraut!? Ich auch nicht, aber manchmal muß was muß. Was tut man nicht alles, um die Massen zu mobilisieren…
Also gestern nur Sachen gemacht, die ich nicht kann. Auch mal was. Danach konnte ich sie auch nicht besser, übrigens.

Heute abend sozusagen Komasaufen, aber vorher noch Besuch aus der Provinz bespassen, ach das wird heiter! Nicht. Herr, lass Abend werden!

Ich weiß schon, wer nächstes Wochenende wieder in Quarantäne ist.

Glämme Miniatur

Man muss es einfach auch mal wertschätzen, wertschätzen tut man eh viel zu wenig.
In diesem Fall wie schon so oft und doch zu wenig die Glämm’sche Genialität in Optik und Organisation.

In diesen grauen Wintertagen erfreut der Gläm nämlich als liebliche Augenoase, umsonst und für alle, ohne Eintritt.
Zu den sonnenblonden Haaren trägt er dieser Tage mindestens 3 Fruchteis-Töne miteinander, Himbeer, Erdbeer und Kirsch. Wahrscheinlich haben diese Töne auch Modesaison-Bezeichnungen, die ich nicht kenne, aber man wird das Gefühl nicht los, es fehlt nur noch die Sahne auf dem Fruchtbecher-Look.

Er ist auch der einzige, der geblümt, gestreift, kariert und uni auf einmal tragen kann, und das tut er konsequent. Eben auch in Erdbeer, Himbeer und Kirsch.
In meinem letzten Artikel hatte ich ja auch drauf hingewiesen, wie Details den generellen Eindruck prägen können, und der Glam ist da ein Meister im Detail.

Als frisch gebackener Fast-Nichtraucher hat er auch eine geniale Methode erfunden, wie man Doch-ein-klitzekleines-bissel-Rauchen mit sportlicher Betätigung verbinden kann: er lagert seine Kleinstration im Auto. So muß er dann morgens immer 5 Etagen runter und dann wieder rauf, und der durchblutungshemmende Effekt des Rauchens ist durch die sportliche Betätigung mindestens ausgeglichen.

So ist er der Glam, genial auch im Detail, und man muß das mal ganz neidfrei loben.
Ich spiele ja sogar mit dem Gedanken, meine Zigaretten nebenan in der Küche zu lagern, dann hätte ich auch ein wenig Bewegung, wenn ich ein neues Päckchen brauche.

What the World needs now
is Glam, sweet Glam!

The Shining im Frühling

Heute keine neuen Leidensbeschreibungen, ich habe stattdessen meinem perversesten Hobby gefrönt und Blumenzeuch bestellt, für Terrasse und Frühling und das generelle Wird-schon-wieder-wern-Gefühl.

Folgendes hab ich dabei gefunden, und wollte es Ihnen nicht vorenthalten:

“The Shining” – The Grady Twins im Frühling”
Nicht erschrecken!
(Ich trau mich nicht das hier einzustellen, wegen Anwalt und so)

Zum Vergleich hier das Original- Winterversion

P.S. Gut zu erkennen ist, wie ein länger gehaltener Pony das Gesamtbild sehr weniger drückend erscheinen läßt!
P.P.S. Ich trage selbstverständlich auch Pony!

Passiv und aktiv

Es ist Januar.
Das merkt man daran, daß es so viele frischgebackene Nichtraucher gibt.
Die es gerne haben, wenn man ihnen den Rauch mitten ins Gesicht pustet. “Na Puppe, Lust auf eine Runde Passivrauchen?” “Oh, jaah!”
Was ungewohnt ist, man fühlt sich schlecht, schließlich traut man sich ja kaum noch den Rauch zu exhalieren in dieser schönen neuen Nichraucherwelt allerorten, geschweige denn in Richtung einer Person zu pusten.

Ich halte das anders, ich habe am Sonntag nach dem Aufstehen in 2 1/2 Stunden ein ganzes Päckchen geraucht (danach habe ich die Übersicht verloren).
2 1/2 Stunden, das sind 150 Minuten, das macht bei diesen modernen Schummelpackungen nur eine Zigarette pro knapp neun Minuten, ist also gar nicht so schlimm oder schwierig, wie es sich anhört.
Und ich habe immer nur eine nach der anderen geraucht, mehrere auf einmal, so weit bin selbst ich noch nicht.

Da fällt mir ein, ich hatte vor Jahren mal eine Webcambekanntschaft aus Köln, dessen Fetisch war Rauchen.
Es hat aber nicht gehalten, ich wollte immer ein wenig mehr von ihm sehen, er war nämlich sehr attraktiv und genau mein Typ, aber er wollte immer nur zusammen rauchen. Sehen und gesehen werden, das war sogar für mich nicht wochenendfüllend.