All about Kate

So, und falls Sie wirklich keine Ahnung haben, was epochales passieren wird am Dienstag, wenn Kate Bush zum ersten Mal nach 35 (!) Jahren ein Konzert gibt, dann haben Sie jetzt hier die Gelgenheit, so richtig mit vollem Herzen nachzusitzen:

Tscha, zu spät, das Video is nu nicht mehr online – Pech gehabt! Eine Stunde, die sich gelohnt hätte!

Spindluder treiben

Nu will ich ja kein Party-Poop sein, weil ich bin ja auch Weltmeister jetzt, gewissermaßen, auch wenn mir das weitestgehend komplett egal ist, aber ich hätte mal folgende Frage:

Wenn, sagen wir mal, Westerwelle oder Wowereit Bundeskanzler wären (Gott oder werweißich bewahre), jedenfalls nehmen wir das mal an, könnten die dann auch so unkompliziert und herzlich und distanzlos in die Umkleide der Weltmeister?

Wenn es nicht eine gar nicht mal so alte aber ältliche Frau als Kanzlerin wäre, der man nicht so viel Sexualität assoziiert? (Und wer weiß, vielleicht ist sie ein Tier zuhause…)

Ich glaub da wären die Trikots aber sowas von schnell wieder an und die Stulpen wieder hochgeschoben, und die Hände immer schön da, wo man sie sehen kann, Herr Bundeskanzler!

Too much of a good thing…

… is just more of a good thing.

Trotzdem bin ich froh, heute ganz normal einfach nur ins Büro gehen zu dürfen, auch wenn mir davor graut, richtige Klamotten anlegen zu müssen.

Freitag extra für den See frei zu machen war genau die richtige Entscheidung, und so ist das Wochenende ein Blur aus glitzerndem Schlachtensee, herrlichen Abend- und auch sonstigen Essen, Cabriofahrten rabenblau oder auch nicht, gefühlten alle 2 Stunden Schlauchboote aufpumpen, allerbester Gesellschaft, Pornomännern auf heißen Straßen und kühlen Seen und schlaflosen Nächten bei 35 Grad. Sommer eben!

Jetzt braucht die Haut eine Sonnenpause, die Haare eine Drinlaßkur, die Leber eine kleine Reha und die Wampe einen leichten Salat, vielleicht mit etwas Hühnerbrust.

Krönender Abschluß gestern Abend Dolly Parton – was eine großartige Person! A benevolent parallel universe! Und was ein Konzertjahr – John Grant im Februar, vor zwei Wochen Blondie, gestern Dolly, und im September: KATE BUSH!

Jeder sein Päckchen

Gestern sehr tapfer gewesen. Vorher schwerstens bis halb drei auf dieser reizenden Partnerfirmenparty auf dem Badeschiff versackt, und trotzdem früh aufgestanden und zum Badminton, und da super gut gespielt. Ich hab eh den Eindruck, Auto fahren und Badminton gehen am bestem auf (Rest-)Alkohol.  Jedenfalls, den Kater hatte ich schön weggespielt, oder es waren dann doch die 2 Ibus, die reingehauen haben.

Sogar dann noch im Büro bella figura gemacht und viel gerissen, zugegeben, mit kleinen Äugelein.

Ich weiß nicht wie es bei Ihnen ist, ich bin übernächtigt (komisch, sollte das nicht eher unternächtigt heißen?) und verkatert am nächsten Tag meistens irgendwie rallig. Und so begab es sich, daß gestern an der Ampel einer dieser wunderschönen metrosexuell gepflegten Araber vorbeilief, mit sehr enger Hose, die aber unglaublich gut gefüllt aussah. Ein echtes Paket. (Yep, so billig kann man sein. Ich jedenfalls.)

Worauf mein Stammhirn ganz ohne sonstiges Zutun mit leider sehr äuffalligem geiferndem  Blick reagierte, ich glaube auch, daß über meine Lippen ein stummes, aber lesbares Oh My God! fleuchte. Wobei mich der junge schöne Mann aber sowas von ertappte, worauf er furchtbar lachen mußte, als er vorbei ging.

Und im Rückspiegel sah ich noch, wie er auf einmal einen besonderen Schwung in seinen Gang legte – looks like we’ve made each other’s day!

 

Eigentlich schwul

Ich bin zwar kein Northwoods gay, aber ansonsten fühle ich mich hier bestens wiedergegeben: Dabei sein ist nicht alles

Da ist es mir auch eal, ob es 2 oder 3 oder 3 Dutzend CSD-Paraden gibt. Irgendwann wird sicher ein Funktionär vor meiner Tür stehen und mein Parteibuch zurückfordern.

Na mal sehen, vielleicht schaue ich ja am Samstag in der O-Straße mal vorbei.

Soy infeliz

O Rose thou art sick.
The invisible worm,
That flies in the night
In the howling storm:

Has found out thy bed
Of crimson joy:
And his dark secret love
Does thy life destroy.
(William Blake)

Na, wenigstens das Auto ist repariert. “Wann haben sie denn das letzte Mal Ölwechsel gemacht um Himmelswillen?” “Was!? Ich bringe das Auto 2x im Jahr zu Ihnen in die Werkstatt mit dem Auftrag, alles zu versorgen, ich gehe davon aus daß Sie das alles machen!” WTF?

Schwester hat schon vor der zweiten Runde Chemo die meisten Haare verloren und ahnt jetzt, warum man Schwerverbrechen früher die Haare geschert hat – um sie spüren zu lassen, daß sie nicht mehr dazugehören. Sie selbst fühlt sich auch vom Leben aussortiert, auch wenn sie weiß, daß ihre Chemo mehr prohylaktisch ist als wirklicher Lebenskampf. Mittendrin fühlt es sich gleich an. Die nächste, grade angelaufenen Runde wird ihr den Rest der Haare rauben, und sie versucht sich gerade mit der Krankenkassenperücke anzufreunden. Das tut nicht nur ihr weh.

Ansonsten lähmt mich der Rücken,d er nicht besser werden will, und mag anscheinend das Zusammenspiel mit irgendwelchen wechselnden Gelenk- und Muskelschmerzen an den Beinen. Schön unten am Rücken, damit man sich nicht bewegen kann, und dann oben im Nacken, für die Kopfschmerzen.  Samstag dann beim Einkaufen so eine Komplettlähmung auf dem Parkplatz vor dem Kaisers – wie gehe ich jetzt unauffällig im die Hocke, damit es sich wieder einkriegt, und ich die einkäufe ins Auto und in die Wohnung bekomme.  Auch nicht würdevoll, aber nix im vergleich zu Schwester.

Für niemanden auf der Welt hätte ich mich an dem Tag noch aus dem Haus gemacht als für den Glämmie, sein Geburtstag ist immer das schönste Fest des Jahres, eine wahre Lichtmeß. Heftig unter Schmerzmittel und mit Taxi hin, und es hat sich gelohnt, so viele tolle Menschen, die er gesammelt hat, und von denen ich viele auch sehr liebe.  Da stopft man sich gern die seelischen Taschen voll, und gibt auch gerne. Auch wenn man vor lauter Schmerzen stocksteif stehen muß oder sehr sich auf der Hollywoodschaukel Asyl sucht. Immerhin schaukelt man dort herrliche Menschen.

Daran, daß es, wie wir ja eigentlich wissen müßten, auch im Paradies Schlangen gibt, merkte ich erst am Montag, als ich in der Bäckerei zahlen wollte. Mein Geldbeutel war leergeräumt, ein paar Hundert fehlten. Ich war am Samstag noch beim Automaten gewesen und weil ich rückenbedingte Unbeweglichkeit fürchtete, hatte ich mehr Geld abgehoben, als Vorrat. Der Geldbeutel war in der Tasche gewesen, und genommen haben muß das jemand, der wußte, von wem und aus wessen Tasche er oder sie das nimmt. Der Lucky hat doch genug Geld, dem tut das doch nicht weh. Sicher habe ich genug Geld, und wenn mich jemand fragen würde, ob ich aushelfen könnte, wäre ich sicher dabei. Diese Entscheidung jedoch sollte mir abgenommen werden. Nicht mal zehn Euro hatte man mir hinterlassen, um in der Nacht vielleicht noch mit dem Taxi nach Hause kommen zu können, wo doch jeder sehen konnte, wie es mir ging. Ich htte es nicht gemerkt, weil ich dann doch zu Fuß nach Hause gegangen bin,um den Rücken etwas zu bewegen. Beim Gedanken, ich hätte ein Taxi genommen und dann nicht zahlen können, wird mir speiübel.

Schon die ganze Woche zittere ich und mein Rücken macht oben und unten ZING!, wenn ich daran denke, und dem Glam geht es nicht anders, es fehlen noch mehr Dinge, auch von ihm, und es ist eine absolute Vergewaltigung des Vertrauens, der Freundschaft, der Menschlichkeit, wenn man als Gast einer privaten Party sich so benimmt. Das war nich anonym in einer Bar oder in einem Club, sondern im Sanktum eines Menschen, eines Herzensfreundes, seiner Wohnung. Wir sind traurig, entsetzt, beschmutzt, verhöhnt, gedemütigt, im Innersten des Vertrauens getroffen, wir fühlen uns so, als hätte uns jemand in die seele geschissen. Welchen Teil des Mensch-Seins hat da jemand nicht mit der Mutter- oder Flaschenmilch mitbekommen? Wir können es nicht verstehen. Ganz simpel: Wer macht so etwas?

Mehr oder weniger

Ich bin eigentlich viel zu müde, aber der Abend läßt es nicht zu, sich drinnen aufm Sofa vor nem Film (Julia mit Tilda Swinton mal wieder) zu verlümmeln – es sind 24°, die Rosen blühen und vor allem das Geißblatt steht in voller Blüte, und es wäre ein Frevel, diesen Duft ungenossen passieren zu lassen.  Grade köstlich gespeist im G.C., auch so ein Zuhause, mit dem Glam, und morgen wieder, weil ich Depp das Date für morgen abend geistig vorverlegt habe – mach nüscht, gehn wir morgen eben wieder hin. Heute lecker, morgen lecker.

Muß meine Aussage von gestern kleinmütig relativieren – mehr ist nicht immer mehr. Manchmal ist mehr doch zuviel, zumindest wenn man es, wie meine Schwester, selten passend hat. Es hätte sicher geholfen, wenn sie sich in den 25+ Jahren, die ich schon in Berlin wohne, mal hierhin begeben hätte, und wenns nur gewesen wäre, daß sie die Dimensionen meiner Terrasse kennt. So aber endete der Versuch eher tragisch, mir eine Freude machen zu wollen, mit Paketen von QVC (ürgs) mit 2 Rosenstöcken, 6 Exemplaren derselben Staude (die ich mir nie ausgesucht hätte) und 4 absolut erschreckend häßlichen Solar-Außenlampen, die außer ihres scheußlichen Lichts auch noch optisch  jeder Gelsenkirchener Eiche-Barock-Schrankwand perfekt als Postitionslampen gut zu Gesicht gestanden hätten. Ächz.

Dafür heute auch noch familiärer strategischer Feuerwehreinsatz mit und um den Neffen, der von seinem Kompagnon um seine hart erarbeiteten Anteile in der wesentlich durch ihn aufgebauten Firma gebracht werden soll. Dazu channele ich meine Mutter, seine Großmutter, die eher vom Type not-the-one war, und versuche, das bei ihm zu installieren. Aber nicht mit uns!

 

Mehr ist mehr

Sie sind so einer, der Schönheit und Sinnlichkeit eher so in kleinen Dosen bevorzugt? Eher Sushi als Zwiebelrostbraten? Lieber immer mal ein Häppchen mit Graubrot statt so richtig einmal um den Block fressen? Sie finden zuviel einfach zu viel und vulgär?
Dann sind Sie hier falsch.

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Na gut, ich gebe zu, grad ist mir ein wenig ürgs von dem ganzen Duft. Luxusproblem, ich weiß. Aber: so soll es sein, so kann es bleiben. Und werden.