Category Archives: valley of the dulls

Schöne kurze Wörter für jeden Tag

sucht ein anonymer Internetbenutzer und landete bei mir.

Genau richtig, und herzlich willkommen, wir sind ja schließlich auch Serviceblog hier.
Und wer hat nicht die Schnauze voll von Wörtern wie “Kirschbaumlaminatfußboden” und “Wettbewerbsverzerrungsklage”?

Wir empfehlen für den heutigen Donnerstag ein freundliches “Na?” oder, je nach Situation ein kurzes, aber bestimmtes “Arsch.” Letzteres aber auf keinen Fall freitags benutzen, da geht das gar nicht, denn Freitags gilt “Fisch”, jedenfalls in überwiegend katholischen Regionen. Für wahre Kosmopoliten auch jederzeit passend “Fuck” (außer an Dienstagen nach Neumond) oder “Fan”, mit langen und nicht-englischen A, schwedisch für Teufel oder Scheiße.

Für Plappermäuler in der Kurze-schöne-Wörter-Welt gehen auch kurze Zwei-Wort-Kombis wie “Halts Maul” oder “Fick dich” oder “Fui Fan!”

Glad to be of Help, welcome. Weitere Empfehlung entnehmen Sie bitte etwaigen Kommentaren.

Und für den oder die Internetzsuchende mit der Anfrage: “Welche Jahreszeit ist meine?” die Auflösung: Ihre Jahreszeit ist zur Zeit der Winter. Also Schal nicht vergessen. Und Schlüpper.

Röhrchenmänner

Irgendwo in der Kanalisation Brandenburgs, möglicherweise Pritzwalk, muß es sein, wo sie gezüchtet werden: die Gattung der Heizungsableser.
Kleine vornüber gebeugte Männlein mit fliehender Stirn, flüchtigem Blick, und huschendem Gang.
Man weiß nicht, ob sie so geschult wurden, um die mit großer Wahrscheinlichkeit extrem belastenden Anblicke der verschiedensten Wohnungen ertragen zu können, die sie unerschrocken durchqueren müssen, um die “Röhrchen” auszutauschen, oder ob es Spätfolgen eben jener Wohnungsgestaltungen sind.

Mir jedenfalls macht es immer einen Heidenspaß, die Kollegen in das mit schwarzer Teichfolie ausgekleidete Spielzimmer meines Mitbewohners zu schicken – die aufgerissenen Augen und der stetige Blick nach hinten sind unbezahlbar, gnihihi.

Die Leere

Ach, man sollte doch auf Vorrat posten, letzte Woche hätte ich 4 Beiträge pro Tag veröffentlichen können, was keinen Sinn macht, weil alle immer nur den obersten lesen und kommentieren, weswegen man es dann auch nicht macht, und diese Woche – wohlige Leere im Lucky’schen Herz & Hirn.
Oder wo sonst die Beiträge auch herkommen.

Ein Quantum Frust

Nein, ein neuer Bond interessiert mich nicht, genauso wenig wie ein alter oder die neue Tupper-Einfrier-Kollektion.
Wollte mir nur die Überschrift sichern.
Andererseits, man könnte unter dem Titel doch einen schönen Frauenfilm drehen, so einen Gegenentwurf zu Sex and the City, oder so?

Wegen der Aufsteckohren, wahrscheinlich

Es war absolut nicht in Ordnung von dem Bären, daß er Annie Lennox gefressen hat (wahrscheinlich weil sie wieder diese Fell-Aufsteckohren auf hatte), aber richtig gruselig wurde es, als er Anett und mir hinterher jagte. Zwar konnten wir uns über die Dachbodenluke retten, aber wir hätten da mit dem zähne- und krallenfletschenden Bären ausharren müssen, bis entweder der Bär oder wir verhungerten. Gottseidank haben Träume ein kurzes Kurzzeitgedächtnis.

Mir dann aber zur Strafe verbieten zu wollen, mehr Pflanzen auf die Terrasse zu pflanzen, war unverschämt, zumal ich früher noch viel mehr hatte und es arg frugal aussah.

Lang & Weilig

Na, wird Ihnen auch komplett öde und langweilig beim gelegentlichen Besuch dieses kleinen verwahrlosten Blogs?

Geht mir genauso. Und stellen Sie sich vor, es ist mein eigener!

Dann wissen Sie mal, wie das so ist.

Ich im Nirwana

Es ist schon erstaunlich, wie so 4 Tage Krankfeiern (wer hat sich eigentlich das Wort ausgedacht?) sich zusammenziehen können – keinerlei Gefühl davon, wie viel Zeit vergangen ist, ein Wimpernschlag und doch eine unendliche Strecke.
Seltsam, aber bin jetzt wieder dabei.

Pornoflipper

(Nein, kein Beitrag über die Bayernwahl, über die ich mich einmachen könnte vor Freude. Aber wäre schon schick, ein Beitrag über die Bayernwahl mit dem Titel Pornoflipper)

Als Kind war ich spielsüchtig, zuerst Flipper, und dann Video, man geht ja mit der Zeit. Mein ganzes Taschengeld verspielte ich an den Geräten und verkaufte sogar meine Comics, um weiterspielen zu können. Jedenfalls, bevor ich lernte, wie oft man den Flipper aus welcher Höhe fallen lassen mußte, um 99 Freispiele zu bekommen, und wie man den Videospielkasten knackte, um das Taschengeld zurückzubekommen (Zur Not eine lange feste Drahtstange mit Kaugummi vore dran, vorausgesetzt, man hat die Geldkassette drinnen aufbekommen.)

Einer der Flipper im Hinterraum der Kneipe nebenan war ein Pornoflipper, was ich damals, glaube ich, gar nicht raffte. Statt Ping Ping und Rattattatatt mache er Uuuuuh aaaaah, stöhnte und kreischte. Und wenn das Spiel zuende war, sagte eine extrem tiefergelegte nuttige Stimme “Das war ein bichen wenig – stöhn – versuch’s nochmal!”

Ich glaube aber nicht, daß mich das irgendwie geprägt hat. War ja kein Ballerspiel.