Category Archives: igel when he flies

Did I tell you I was lying, by the way,
when I said I wanted a new mink coat?
I was just thinking about something sleek
to wrap around my tender throat!
(Eurythmics)

Happy Birthday, little me!

(und ich finde es ja eine im Grunde doch reizende Geste, daß Robbie extra angeflogen kommt und extra ein Konzert für mich spielt, heute nachmittag. Aber ich zeig ihm die kalte Schulter, phhht! Vor 3 oder 4 Jahren, ja, da hätte das noch was bewirkt, aber er hat seine Chance vertan. Oder er hätte einfach anrufen sollen. So aber: nix is!)

Billig Parken in Mitte

Da habe ich mein Patentrezept gefunden.
Ich meine, die wollen da 50 Cent für eine Viertelstunde, das sind 2 € für eine Stunde, und es ist ja nicht so, als ob sie Beamte aus dem Personalüberhangpool vorbeischicken, die in der teuren Zeit mal das Auto waschen und wachsen.

Wenn man dann so blöd ist und so viel Kleingeld dabei hat, und man wirft 4 € ein, weil man einen längeren Termin hat, was bei mir öfter mal vorkommt, und der Termin dauert eine Viertelstunde länger, dann klebt ein Zettel über 10 oder 15 € Strafe dran.

Wenn man aber, ganz gewieft, erst gar keinen Parkzettel erwirbt, dann bekommt man nur eine Ordnungswidrigkeit über 5 €. So in der Regel wird man höchstens jedes dritte Mal erwischt, und das auch meist nur bei gutem Wetter, und den Rest können Sie sich dann selber ausrechnen.

Davon abgesehen, daß der Pol.-Präs. einem nur für jeden x-ten Strafzettel dann auch eine Rechnung schickt, und da finde ich allein für den Verwaltungsaufwand 5 € durchaus angemessen. 😉

Kreuz in Kalender

Den heutigen Tag muß ich rot im Kalender markieren – ich habe das OK vom Konzern bekommen, um das Projekt, das wir seit 6 Monaten mit viel Arbeit, Hirn und Liebe vorantreiben, wirklich betreiben zu dürfen. Ich Trottel hatte nicht bedacht, daß ich da eine Genehmigung brauche, und so lag mir das tonnenschwer auf Magen und Genick – Migräne, Panik und so Späßchen.
Start ist übrigens auch schon nächste Woche.
Na gut, ich habe nicht das uneingeschränkte OK bekommen, und das erst nach einem Monat, aber dafür habe ich ihnen das Projekt auch nicht in seinem vollen Umfang und Ausmaß präsentiert 😉

Das andere dauereskalierte Thema scheint sich zur Zeit auch auf sachliche Weise zu bereinigen – damit wären die beiden Hauptthemen, die mich so sehr belasteten und mich fast dazu gebracht hätten, hinzuschmeißen (naja, im Grunde würde ich das wohl nicht tun) erstmal erledigt.
Ich glaub das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat.

Jedenfalls, ab jetzt nur noch viel Arbeit und Streß, Hauptsaison vor der Tür, und auch noch ein neuer Großkunde am Start – egal, Hauptsache keine Angst und Panik mehr – da hab ich jetzt wieder Lust drauf – ick komme!

Experiment geglückt

Es war eine schöne Zeit – vielen Dank, ihr Lieben, für die wunderbare Gesellschaft!
Mit bis zu 6 höchst individuellen Individuen in einem Haus könnte es auch schwierig werden, wurde es aber nicht. Na gut, für die betreute Alters-WG werden wir wohl doch ein größeres Haus brauchen.
Wetter von allen Sorten, sogar anderthalb richtige Hochsommertage haben wir noch abgreifen können am Strand, und an den anderen wurde eben was übergezogen für die Strandspaziergänge, oder sich verkrochen hinterm Windschutz, und die richtig windigen Tage waren super für Drachen steigen lassen, eine richtig schöne Wiederentdeckung. Zwei Drachen habe ich allein verschlissen.

Was gibt es eigentlich schöneres, als von Freunden unglaublich lecker bekocht zu werden? Und das mehrmals am Tag, manchmal? Mit meiner zurückhaltenden Art habe ich es sogar geschafft, nur einmal ein Kartoffelpüree beisteuern zu müssen, ansonsten: Schlaraffenland!

Die Nachtspaziergänge á deux, einmal sogar bei Vollmond, das andere Mal mit den Füßen im nachtwarmen Meer, werden mir lange in Erinnerung bleiben. Und natürlich die Spieleabende, mit Wizard of Oz-Monopoly, Zettel an’ Kopp und selbstverständlich Charade. Versuchen Sie mal “Aromastoff” darzustellen, und das mit Umweg über windschutzscheibenputzende rumänische Einsatztruppen!
(Und beim Badminton habe ich (ich!) alle in die Tasche gesteckt, muß ja auch mal gesagt werden…)

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Wenn ich das Meer seh’

brauch ich kein’ See mehr!

(Jedenfalls für die nächsten sieben Tage, und vom Haus aus sieht man auf der einen Seite Meer, auf der anderen Bodden, also See, man kann also doch beides haben!)

Ich wünsche Ihnen eine wunderbare Zeit, liebe Kollegen, und bin gespannt, wie eine ganze Woche offline leben so kommt.
Godspeed!

Haus am Ende der Welt

Es war auf der Rückfahrt nach dem mühsam überlebten Weihnachten, dem ersten im Kreis der Familie ohne meine Mutter, daß ich die Idee hatte. Ach was, es war keine Idee, es war ein Bild, was ich hatte:

Ein großes Haus am Meer, für zwei Wochen im Sommer, ich darin, und alle meine Lieben können mich besuchen, wenn sie wollen. So eine Art Home at the End of the World mit ein bißchen Brothers and Sisters. (Wobei, mit dem Vergleich schieß ich mir jetzt selbst ins Knie, so zwischen Colin Farrell und Sally Fields fällt die Zuordnung dann doch leider leicht, dabei hab ich doch einen eher kleinen Mund…)

Nun gut, es wurde nur eine Woche, und auch nicht Kalifornien oder New England, sondern Ostsee, aber dafür steht das Haus nicht hinter den Dünen sondern OBENDRAUF! Mit einem unendlichen Strand direkt darunter.

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Auch Colin Farrell wird nicht da sein, aber dafür beehren mich insgesamt sieben meiner liebsten Menschen dort und ich bin sehr sehr gespannt, was die Woche so bringen wird. Noch 2 Arbeitstage zu überleben!

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Happiness (Extended Bonus Track Version)

Nach einem vollendeten Segeltag am Samstag heute wieder ein klassischer und heißersehnter Schlauchboottag auf dem Schlachtensee.
Nichts anders brauche ich, kein Mittelmeer, keine Schicki Strandbar (wir hatten wirklich genug zu trinken bei), keine Premiumflüge, und Monaco oder was kann sich gehackt legen.
Ich brauche genug Schlauchboote (heute waren sie luftmäßig alle ein wenig tückisch) für den Freundeskreis, vielleicht noch ein, zwei mehr, und eben den Freundeskreis, Everglam und unseren heutigen Gaststars. Mehr braucht man nicht, und dazu noch den dunkelflaschengrünen See, sachte Wellen, auf denen das Licht tanzt, und die richtige Temperatur. Besonders freundlich heute der Himmel, der sich bei über 30° zart verhangen hat, damit man nicht gleich ganz verbrennt.

Und wenn dann alle Freunde weg sind, und du noch ein wenig geblieben bist, weil du nicht gewußt hättest, wie du Auto hättest fahren sollen die Stille noch ein wenig genießen willst, du dich ganz nackt gemacht hast auf deinem Boot, mitten auf dem See mit den besten leider weit entfernten Freundinnen telefoniert hast, löst du den Anker und ruderst, weil dir das gefehlt hat.
Zuerst ruderst du Richtung Fischerhütte, was dir schwer fällt, dann ruderst du zurück Richtung seltsame Gräfin und dann bist du im Dschumm und willst gar nicht mehr aufhören zu rudern. Also ruderst du weiter Richtung Sonnenuntergang und es fängt an, ganz sachte zu regnen, klitzekleine Nadelstiche auf deiner aufgeheizten hungrigen Haut.
Das fühlt sich großartig an, und du ruderst auch weiter, als die Tropfen dicker werden. Du bist alleine unterwegs, die anderen Menschen, die rudernd oder schwimmend unterwegs sind, lächeln dir freundlich zu und du lächelst selig zurück.
Ein Marienkäfer landet entkräftet auf deinem dicken Zeh und du hast die Verantwortung, ihn zurück an Land zu bringen, denn egal, wie oft er seine Flügel aufpumpt, er kommt nicht weg. Ehrensache.

Ein kleiner Wind kommt auf, langsam wird es dunkler, und der Wind macht Wellen, die mit dir spielen wollen. Dir ist danach zumut und du läßt dich von ihnen über den nun finsteren See treiben, im leichten Sommerregen, und nutzt die Pause, um eine zu rauchen. Dann ist das genug und du testest deine Ruderkräfte unter den neuen Bedingungen, beobachtest einen wunderschönen Mann,wie er unglaublich zaghaft ins Wasser steigt, bis er endlich laut juchzend ganz eintaucht.

Nach einer Weile ruderst du zum Ufer, der wunderschöne Mann lächelt dich an, ekstatisch von seinem kleinen Wassererlebnis, du lächelst ekstatisch zurück, woraufhin der sich so erschreckt, daß er dir nur noch den Rücken zudreht. Egal, der Moment war magisch. Und der Hintern auch hübsch.

Deine fürsorglichen Freunde haben dir eine SMS geschickt, daß sie deine FlipFlops unter dem linken Vorderreifen versteckt haben, und so pflückst du dein Boot vom Wasser, setzt den Marienkäfer ins Gebüsch und gehst barfuß mit dem Boot auf der einen Schulter, den Taschen auf der anderen, die Böschung hoch, barfuß.
An diesem magischen Abend fügen sich Steine, Asphalt, Kiefernnadeln, Scherben zu einem sanften Teppich unter deinen zartrosa Fußsohlen, und so gelangst du zum Nonnenstift, in dem deine Mutter immer bei Schwester Dionysia (!) gewohnt hat, wenn sie in Berlin war, wo dein Auto steht und du langsam die Luft aus dem Boot läßt, immer noch in dem zärtlichen Sommerregen.
Völlig nackt stehst du vor dem Nonnenstift, als du dir die kurze Hose anstreifst, eine Unterhose läßt man an einem solchen Abend natürlich weg, dann verstaust du dein Boot, öffnest das Cabriodach und fährst bis zur Autobahn offen im sanften Regen beseligt in die Stadt zurück, die dir das alles bietet.

Smooth Sailing

Gut, daß man das Schlimmste gleich zuerst hinter sich bringen muß.
Das Schlimmste ist, abolut schwindelig vom steg ins boot zu kommen, und dann die ekligen Spinnen (eine besondere Sorte, die es wohl nur am Wasser gibt), die im Segel wohnen, mit einen astrofarbigen Handfeger ins Wasser zu bugsieren (und im Folgenden daran zu hindern, wieder ins Boot zu klettern.
Dann muß man sich an spinnenverhangenen Stegen bis zu einer offenen Stelle vorhangeln, bis man die segel setzen kann, wobei man noch ein paar Schiffe rammt, und dann, aber dann geht es los!
Einfach eine irrsinnig schöne Bewegung, so einfach mit nix, nur dem Wind, voranzukommen, mal rasant, mal gar nicht, und was ich irgendwie nicht in meinen Kopf bekomme, wie man in die eine Richtung segeln kann, obwohl der Wind ganz unlogisch woanders hin bläst.
Ich bin angefixt, Käpt’n Iris!