Category Archives: gutes tun

Live a little!

An dieser Stelle wäre jetzt eigentlich einer von zwei längeren, nachdenklichen bis deprimierenden Texte erschienen.
Tut er aber nicht. Wir können auch anders.

Laden Sie sich Gäste ein, machen Sie ein schönes Essen, (oder lassen Sie machen, noch besser), riechen Sie an den Blüten, treffen Sie angenehme Menschen, kratzen Sie sich ausgiebig am Arsch, was auch immer Sie weiterbringt: Machen Sie es sich doch mal schön!
Come on, live a little!

Kann kommen

2 Wochenenden später, 240 Liter Erde ausgetauscht, 10 große Ikea-Taschen mit Modder runtergebracht, 2 Einkaufstouren in die Gärtnerei des Vertrauens sowie ein Sonntagsbesuch beim Holländer, et voila, 45 Kübel, Töpfe und Töpfchen voller Leben auf 12 Quadratmetern, something old and something new, something borrowed, something blue.
Die Farben der Sasion eher Bollywood, orange, pink, lila, gelb, und niemals ohne Männertreu, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Ich bin gerüstet für den Sommer!

balkon08

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(Die anderen Ecken werde dann gezeigt, wenn sich da was tut)

Wech

Keine Sorge, ich bin nur mal 4 Tage wech, bin nach Wien eingeladen, da war ich noch nie.
Wie immer irre schlecht gelaunt, wenn ich verreisen muß, aber wird dann doch immer schön.
Nur ein ein bissel schlechter Zeitpunkt zum Verreisen. Naja, vielleicht ist es auch ein guter, um den Kopf frei zu kriegen, mal sehen.
Dann sag ich mal leise ‘Servus’, bis dann!

Drohen hilft!

Sechs Jahre wohnen sie schon bei mir, trinken mein Wasser und essen meinen Dünger, und besetzen meinen rar gesäten Platz auf der Terrasse, und jeden Frühling: nüschte!

Letztes Jahr hab ich ihnen dann ein Ulitmatum gestellt: entweder gibts dieses Jahr Blüten zu sehen, oder Abgang, kurz und schmerzlos.
Und siehe da:

veilchen

Jehtoch!

Der gelungene Sonntag

Angenommen, Sie haben den gesamten Samstag mit Sturmausrede volldekubitös auf Ihrem Sofa verbracht und Ihnen ist nach etwas Luftveränderung?

Dann ist es ja das Naheliegendste, den besten Freund zu dem schon ewig geplanten Besuch der Tonflmschlager-Ausstellung im Filmmuseum zu aktivieren.

Steht man dann erst einmal um kurz nach 3 im gottseidank recht menschenleeren Zony Zentner, beindruckt von der profunden Häßlichkeit, mit der es (abgesehen vom wirklich schönen Dach) aufwartet, dann kann man auch noch schnell schauen, welche Filme denn das O-Ton-Kino zu bieten hat.

Und siehe da, in einer halben Stunde läuft ‘Into the Wild’, den könnte man sich doch auch angucken, die Ausstellung läuft ja nicht weg. Grade Zeit genug, im Billy Wilders noch einen kleinen Sonntagsnachmittagscocktail zu nehmen.

Auf Vorrat noch ein, zwei rauchen, und schon eilt die Filmgöttin selbst herbei, um der schein-urbanen Häßlichket des Zenters ein wenig Glanz zu schenken. Der Sonntag steht unter einem guten Star. (Und nein, Steffi, sie war weder in Paris noch in Berlin, London oder Hollywood vergessen.)

Eigentlich könnte man aber vor dem Cocktail auch noch wenigstens in den Museumsshop, der Kultur wegen, und weil sonntags einkaufen ja was besonderes hat. Dort noch schnell mit den x-ten Bildbänden und Hinter-den-Kulissen-Veröffentlichungen über Knef und Dietrich versorgt, und der beste Freund legt noch ‘Some of Me’ von Isabella Rosselini obendrauf, damit der Lucky auch mal was von verrückten Diven erfährt die noch leben.

Zu spät für einen Cocktail, also direkt ins Kino. Um Emile Hirsch wird es sicher noch Streit mit Glam geben, den den will ICH heiraten, wenn er mal groß ist. Und der Film ist gar nicht zu lang, Stunden hätte ich noch der großartigen Landschaft und dem großartigen Schauspieler zuschauen können, eine große kleine Geschichte.

Na gut, für einen Raucher ist der Film doch zu lang, und so mußte ich hinterher ganz Patsy-like mit einer Doppelzigarette, der ersten meines Lebens, Nikotin aufstocken.

Jetzt aber Cocktails, und siehe da, Happy Hour im Billy Wilder’s, wie für uns gemacht. Probieren Sie doch mal den rosigen Heartbreak-Martini, oder noch besser, Love in the Afternoon: Gin, Triple Sec (was’n das eigentlich?), Vanille, wasweißichnoch, und vor allem Rhabarbersaft! Den gibts ab sofort bei mir immer zum Frühstück. Gerne hätten wir noch ein paar mehr getrinken, fiel aber wegen Rauchverbot aus.

Und so stipsten zwei glückliche Menschen durch die durchkomponierte Häßlichkeit der Schein-Weltarchitektur des Potsdamer Platzes glücklich und erfüllt um halb neun Uhr am Sonntagabend nach Hause, um noch ein paar Folgen des grandiosen Carnevale zu schauen.

Man muß eben nur flexibel sein.

ick steh in volla blüte

christrose

Christrosen blühen von selber eigentlich eh nicht Weihnachten, würd ich auch nicht machen, wenn ich eine wäre. Fuck Weihnachten!

Jedenfalls, meine ist grade aufgewacht.

Ich liebe dieses reine Weiß von Christrosen, ein reineres gibts – außer als Nicole Kidman – nicht.

lob der anonymität

Mir ist schon klar, daß zumindest der Staat ganz genau weiß, wer ich bin und wo ich wohne und was ich kaufe, wenn ich hier so rein schreibe. Ich kann nur hoffen, daß ich ihn damit ohne Ende langweile.

Und gelegentlich gehe ich ja auch zu Bloggertreffen, und manchmal muß ich mit Herrn Glam schimpfen, weil er manchmal Fotos einstellt, auf denen ich zu erkennen bin.

Im Großen und Ganzen gab es im letzten Jahr aber durchaus einige Gelegenheiten, an denen ich mir bekannte und auch gemochte Blogger irgendwo in freier Wildbahn gesehen habe, und ich hätte mich vorstellen können, aber ich habe es gelassen.
Warum? Einfach so.

jetzt mit ton

Hier hatte ich vor Monaten ja schon den zauberhaft spröden Text veröffentlicht, jetzt kann mans dank freundlicher Hilfe ja tatsächlich auch hören. Die vor Jahren irgendwo im Wedding in einem Trödelladen für 50 Pfennig erstandene Single habe ich auch höchstpersönlich digitalisert. (Nur der Chor gegen Ende hin, der ist ziemlich unpassend und überflüssig.)

Und ein verwegenes Bild der Dame hab ich sogar auch gefunden:

nielsen

everything you want…

… you got it!

Mein Einstieg war ein schöner, in feiner kleiner erlesener Gesellschaft, friedlich und sehr musikalisch – thank you, ihr Herzens- und auch sonst-Schönen! Und auch die musikalischen Paten des Abends – the Judy and the Rufus – sind mir gut bekommen.

Und wenn ich noch vor 2 Jahren dem neuen Jahr blind vertrauensselig meine unbestimmten Hoffnungen entgegengeschleudert habe, so bin ich 2008 doch weiser: Wunder gibt es tatsächlich, aber man ist selbst dafür zuständig. Nicht untröstlich, der Gedanke.

2008 soll das Jahr werden, in dem Herr Lucky sich von seinem orangenen Sofa erhebt und schaut, was die Welt so für ihn bereit hält. Schade nur, daß ihn die Welt nun nicht mehr so willkommen heißen wird, zumindest was das Pflegen bestimmter Angewohnheiten in der Öffentlichkeit angeht. Nun, wir werden sehen.

Darlings, euch allen ein wunderbares, mit angenehmen Sachen erfülltes 2008! May Ganesha tread softly over your front lawn!

Ganesha_on_mouse
(Ganesha auf seiner Maus reitend. Ich will auch eine Reitmaus!)