Category Archives: gay astray ctsy glam

Hausbesuch

Wenn der Typ, der grade an meiner Wohnungstür stand, um einen angeblichen “Wasserschaden” zu begutachten, von dem ich nichts wußte, nicht so verschwielte Pranken gehabt hätte, hätte ich glatt gedacht, das sei ein neuer schwuler Datingtrick:

Einfach irgendwo bei Homos klingeln, “Problem” melden, sich so Zutritt verschaffen, und dann das “Problem” zünftig angehen.
Das fänd ich gut, da wär ich mit bei.
Handwerk, goldener HBoden, und so. Wie der Schreiner kann’s keiner. Dem Installateur ist nichts zu schwör.

Der Bursche war unglaublich attraktiv, Anfang 30, gut gebaut, gebräunt, gegelt und gecremt, und hatte – halten Sie sich fest – !gezupfte Augenbrauen! Beckham als Dachdecker. Ich sage nie wieder was gegen Metrosexualität…

Den Wasserschaden gab’s dann übrigens wirklich, im Spielzimmer des LMB, und ich hätte ihm zu gerne die Handhabung der ein oder anderen Gerätschaft gezeigt. Oder ein wenig mit ihm geschaukelt, im Sling. Erstaunlich zutraulich war er ja.

Stattdessen war ich mit ihm aufs Dach, das war dann eben romantischer, Blick über die Stadt und so, Sie wissen schon.

Gut, daß ich vormittags meist noch zuhause bin, da kann ich immer die Handwerker abgreifen.

Begehrt

Es ist ja nun auch wieder nicht so, daß mich keiner haben wollte, ganz im Gegenteil, ich habe eine ganze Horde echter Fans auf den blauen Seiten, die mich fast Tag für Tag mit Tapsen “geil” “sympathsch” “ich möchte dich gerne kennenlernen” verwöhnen.

Da ist zum einen Aksel (seine eigene Schreibweise). Er ist 34, 1,98 groß, 64 Kilo schwer, vorwiegend aktiv und bei der Gesichtsverteilung ein wenig zu kurz gekommen, wofür er bei den Hautunreinheiten doppelt zugelangt hat. Trotzdem lebt er fidel in Weissensee und findet Trost bei den schwulen Katholiken. Sein Leitspruch ist: ICH SUCHE, OB DASS SICH FINDET, EINEN MANN AN SEINER SEITE, BEZIEHUNG WIRD ANGESTREBT

Dann gibt es noch einen rassigen Spanier (44/1,69/89kg) der sich unbedingt einen größeren Sessel kaufen sollte, er quillt so aus dem steingrauen Ding raus, in dem er sich präsentiert. Laut Eigenbekundung möchte er geknuddelt und geküßt werde, mehr Freude im Leben haben, aber nur mit ‘straightacting caucasian males’, was aber nicht erklärt, warum seine Mundwinkel so tief runterhängen, es sei denn, er versteht das unter ‘straight acting’.

Des weiteren ein Kreuzberger Prachtexemplar mit Goatee, (1,90, 98 kg) der findet daß Mann nach Mann riechen und schmecken sollte. Für mich ist reifer Appenzeller die Grenze, und da sind dann auch keine Haare dran.

Ganz lange schon im Sortiment ein P.-Berger Gesundheitsbeamter, der überaus reizende Bilder bereithält, eigentlich genau mein Typ. Leider sind die Bilder aus dem letzten Jahrtausend, und nicht mal aus den letzten Tagen desselben, und er scheint an machen Tagen auch nicht zu wissen als welche seiner multiplen Persönlichkeiten er spricht.

Das nur so als kleine Auswahl.
Kein Wunder also, wenn mein kleines Herz aufs Wildeste pocht, wenn sich eine neue Nachricht mit lauten Ploppen ankündigt, und sich in der Regel dann wieder entspannt, weil es -gottseidank- meist nur der gute Glam ist.

Edit: Einer der Herren scheint hier mitzulesen, jedenfalls hat er mich aus seiner Speicherung gelöscht… 😉

Blaue Fetzen

– Wenn jemand “tabulos” schreibt dann ist er garantiert voll verklemmt. Sonst müßte er das ja nicht extra dazu schreiben.

– “Sex ohne Anlauf” Das versteh ich nicht. Ist doch kein Hürdenlauf. Oder bin ich etwa eine Hürde?

Schrei nach Liebe

“Ich bin Ausländer und will in Berlin leben. Und ich will hier nicht einsam sein. Ich suche Freunde und brauche auch Liebe. Wie jeder andere. IST HIER EIN STRAßENBAHN- ODER U-BAHN- ODER BUSFAHRER?”

So füllt ein GR-User seine Headline. Ich glaube aber nicht, daß es eine Undercover-Sympathiekampagne der BVG sein soll. Oder daß man dort wirklich Liebe finden kann.

Plank in me Eye

Wenn einem schon jemand in der Notaufnahme von Vivantes Neukölln mit einer spitzen Pinzette im blutunterlaufenen Auge herumstochern muß, um Dorne aus dem Auge zu pulen, die einem beim Transport des neuen Wohnkollegen, eines imposanten Baumfarns, in eben jenes geflogen sind, dann hilft es enorm, wenn eben jener ein bildhübscher, charmant akzentbehafteter, gutgebräunter gutgeformter junger griechischer Augengottarzt ist.
Wenn sich bei der Aktion dann noch seine Beine an meine pressen, ist Bunuel sogar nicht mehr die naheliegendste Assoziation.

Bei aller Verzücktheit wll ich jedoch das Experiment aller Wahrscheinlichkeit nicht wiederholen, nur um ihn wiederzusehen.

Armseligkeit de Luxe

reizend

Ich hab da einen virtuellen Bekannten, also nicht imaginary, sondern internetmäßig. Den kenne ich virtuell seit 3 Jahren, er ist ziemlich witzig und es macht Spaß mit ihm in der blauen Welt zu chatten. Im realen Leben wohnt er einmal über den Fluß rüber.

Da er auch optisch nicht unerträglich scheint, gab es letztes Jahr im Frühling auch einen Dateversuch. Für Herrn Lucky war das ein großes Ding, schließlich hatte er schon seit Jahren kein Date. Was auch so bleiben sollte, schließlich sagte der junge Mann das Date per Message in der blauen Welt ungefähr zum vereinbarten Datebeginn ab.

Soweit, so gewöhnlich und uninteressant. Aber da Herr Lucky sowas nicht gutheißen kann, schließlich hatte man ja einigen emotionalen Aufwand, brach er den Kontakt ab. Um ihn ein Jahr später wieder aufzunehmen, unter der Prämisse, daß man sich sicher sein kann, daß der Kontakt eh virtuell bleibt, und schließlich war es ja auch immer lustig.

Als ich dann einige Zeit nicht in Berlin war, häuften sich die Anfragen, wann ich denn in die Stadt zurückkomme. Unverständnis meinerseits, schließlich kann es ihm ja egal sein, ob ich von der anderen Spreeseite mit ihm digital kommuniziere, oder vom Mars. Es spielte aber eine Rolle für den jungen Mann, denn schließlich wollte er sich jetzt doch kurzfristig mit mir treffen.

Mit zwar wenig Glauben an ein Erscheinen, wenig Erwartungsdruck, aber doch einiger freudiger Erregung wurde ein Date für Sonntag auf dem See ausgemacht, dem See, an dem er mich angeblich schon einmal (oder öfters?) beobachtet habe, oder sagt man dazu: gestalkt?

Um eine armselige Geschichte abzukürzen: natürlich erschien der junge Mann nicht, und keiner war erstaunt.
Fast würde ich mir Sorgen machen, denn Messages in der blauen Welt blieben ungelesen, der junge Mann seit Sonntag offline. Wenn da nicht sein Zweitprofil wäre, das jeden Tag online ist. Von dem er auch weiß, daß ich es kenne.

Das alles wäre jetzt reichlich uninteressant, wenn ich nicht ganz klar und deutlich den Eindruck gehabt hatte, daß der junge Mann mich wirklich und wahrhaftig treffen wollte, und daß es ihn sehr viel gekostet hat, nur nach einem Date zu fragen. Warum das so schwierig sein soll, und wovor man Angst haben muß, mag sich mir aber nicht erschließen, und ich mag mich auch gar nicht hineinversetzen. Arm.
Arme Sau!

yourretarded

Unter Globetrottern

Gestern in eine völlig neue Welt vorgewagt, weil der gute Glam unsere Anke versenkt hat. Anke, das war unser Anker Engelke, ein Klappanker für unsere Schlauchbootflotilla.
(Mein Verdacht ist ja, daß er sie nicht hochholen wollte, weil sie immer schrecklich gemüffelt hat, vom Schlachtenseeschlamm.)

Jedenfalls haben wir jetzt eine neue, die heißt Ulrike.

So ein Globetrotter-Geschäft ist eine Parallelwelt, bevölkert von strammen drahtigen Personen mit Abenteuer und Kompetenz im Blick, die fachmännig Regale mit für mich nicht zuordnungsbaren Inhalts mustern, den Gipfel jederzeit im sicheren Blick.
Alle tragen VERNÜNFTIGE Kleidung, wetterfest und atmungsaktv, und selbst die Sandalen sind stabil und haben ein ordentliches Profil. Gut, die ein oder andere Ausfallserscheinung gibt es auch, Radlerhosen, aber welche mit unterfütterter Sitzfläche. Also jetzt mal mehr ein Fall für Koma. Fr. Kitty Koma.

Kurzum, ich stach sehr heraus, wie ich mit Anker Ulrike und 20 Metern Rückholfädchenschnur in Rot an der Kasse anstand, mit meinen FlipFlops, den schwarzen Hemd und dem kleinen Bäuchlein.

Meteorotik

Komme grade erst wieder zu mir – man vergißt die Elementargewalten einfach zu leicht.

Grade beim Blumengießen mit dem Schlauch, das dauert immer mindestens eine Stunde, die Haut noch am Glühen von einem eigentlich bewölkten Bootstag mit Glammie, leicht enttäuscht, aber nicht deprimiert von einem zwar vorhersehbar geplatzten, aber durchaus nicht möglichkeitslosem Date auf dem See, überrascht mich ein warmer Sommerschauer.

Da die Schultern eh brennen. schnell das Hemd aus, wunderbar die Kühle, und das Prickeln. Ein Blick rundum, ok, die Lesben gegenüber gießen auch, egal, die interessiert das eh nicht, die Hosen auch aus, und schon steht er da, der Lucky, in voller Pracht, und genießt den warmen, zarten Sommerregen, der sich mal zart, mal heftig, warm, aber kühlend, prickelnd und anregend über ihn ergießt.

Lachen Sie nicht, probieren Sie’s! Los! Nicht so zimperlich! Eh der Regen nachläßt!

(Der einzige Nachteil, es regnete in den Weißwein und die Zigaretten wurden naß. Dafür der Rest aber auch!)

(Und da hängt man Monate in den blauen Seiten rum, und alles was hätte passieren können, wäre nicht annähernd halb so schön gewesen wie dies.)

WICHTIGER NACHTRAG: DAS HIER war ich aber nicht. Ich würde nie 41jährige Frauen mit Ventilatoren bewerfen. Egal, wie heiß es ist!

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